barrenscheen-change.de https://www.barrenscheen-change.de/unperfekt-challenge/ Sun, 02 Aug 2026 01:42:06 +0000 de-DE hourly 1 Authentisch oder professionell? // unperfekt!challenge // Woche 8/10 https://www.barrenscheen-change.de/unperfekt-challenge/unperfekt-challenge-woche-8-10-authentisch-oder-professionell/ https://www.barrenscheen-change.de/unperfekt-challenge/unperfekt-challenge-woche-8-10-authentisch-oder-professionell/#comments Mon, 27 Apr 2020 17:59:00 +0000 https://www.barrenscheen-change.de/unperfekt-challenge/unperfekt-challenge-woche-8-10-authentisch-oder-professionell/ Weiterlesen

]]>
Kann ich authentisch und professionell zugleich sein? Oder muss ich mich entscheiden? Was kommt überhaupt zuerst? Und vielleicht noch vieeel wichtiger: Was, wenn die beiden ich´s nicht zusammen passen? Ohje, schlimmer Gedanke. Und neu ist der auch in meinem Kopf. Zumindest in dieser Klarheit und Dramatik. Du fragst dich, wie ich drauf komme? Gestern hat mich eine Freundin gefragt: Ist diese Challenge nicht total schädlich fürs Geschäft?

Reaktion bei mir: Kurz verwirrt. Alle diese Fragen rasen in Bruchteilen von Sekunden durch mein Gehirn. Sie sorgen für Kopfkino. Wieder verwirrt. Von der Eindeutigkeit meiner Antwort beeindruckt: Nö!

Hier die Herleitung dieser maskulin anmutenden Antwort:

Wie komme ich eigentlich zu einer Profession, damit ich professionell sein kann? 

Ich erspare dir die gesamte Wikipedia-Definition. Hier ein kurzer Auszug: "Als Profession wird dabei ein akademischer Beruf mit hohem Prestige betrachtet, der vor allem wegen der Herausforderung, die in der Aufgabe liegt, ausgeübt wird." Cool. Check. Hab ich.

Bis auf Prestige, aber naja, man kann nicht alles haben ;) Bei einem professionellen Vorgehen geht es also um Wissen. Am besten akademisches Wissen. Um das, was ich gelernt habe im meinem Andragogikstudium.

Hat mir gestern übrigens auch ein Kunde bestätigt: 

Du benutzt zwischendurch so schwere Wörter, die für dich selbstverständlich sind. Die kann man sich gar nicht merken. 

Die Ironie der Situation will ich dir nicht vorenthalten. Der Kunde ist Steuerberater. Ich war sehr froh, dass er meine Wörter verstehen sollte und nicht ich seine. Das habe ich nämlich aufgegeben. Also, bringen wir es auf den Punkt. Profession = Das was ich weiß.

Und wie komme ich zu dieser Authentizität? 

Wikipedia sagt, es bedeutet Echtheit im Sinne von „als Original befunden“. Andere sagen Wahrhaftigkeit dazu. Das würde also bedeuten … Ich darf nicht so sein wie jemand anders. Ich muss so sein wie ich selbst. Ich darf als Original befunden und gefunden werden. Die Menschen müssen mich von anderen unterscheiden können, wenn sie mit mir arbeiten. Und sie müssen erkennen können, mit wem sie es zu tun haben. Dazu fällt mir auch eine Rückmeldung ein. 

"Ey, du hast mich echt genervt. Und manche Erkenntnisse musste ich erstmal verarbeiten. Und manchmal hättest du ruhig netter sein können. Und: Danke dafür!" 

Authentizität = So wie nur ich bin.

Ja. So ist das. Ich reiche dir nicht das Taschentuch und tröste dich. Ich verpasse dir noch einen eleganten Arschtritt dazu. Wie der aussieht? Pink und knallgrün! Und warum? Weil ein bunter Arschtritt fröhlicher ist als ein grauer. Ich nenne dieses Vorgehen "wertschätzende Konfrontation". Und warum? Weil das meine Profession ist. Und wenn ich dir die Fachwörter dazu sagen soll, wirst du sie nicht verstehen. Weil es nicht deine Profession ist. Du hast deine eigene.

Ich lade dich sehr gern zu einer Kostprobe ein. Am Mittwoch findet um 18:00 Uhr ein kostenloses Webinar statt: 4 Instinkte, die durch eine Krise geschärft sind … und wie du deinen eigenen Riecher für Chancen nutzt. Hier findest du weitere Infos und den Zugangslink zum Webinar: https://www.barrenscheen-change.de/online-formate/webinare/ Ich freu mich, dich zu treffen.

Okeh, um das Ding mal abzuschließen: Kann ich denn nun authentisch und professionell zugleich sein? Ja klar! Stell dir diese beiden Aspekte wie ein Paar Schuhe vor. Der eine passt links, der andere rechts. Natürlich kannst du beide Schuhe zugleich tragen. Ist sogar empfehlenswert. Läuft sich bequemer.

Wenn du nur auf die Professionalität setzt, dann bist du austauschbar. Andere haben das gleiche Wissen. Wenn du nur auf Authentizität setzt, dann verkaufst du dich selbst. Pass auf, dass du dich nicht dabei verbrauchst. Zieh beide Schuhe an, wenn du weit gehen willst.

Wichtige Erkenntnis: Verwechsle aber nicht den einen Schuh mit dem anderen. Das passt nicht.


Die meisten Wege sind noch nicht gegangen - Wunderbare Zukunft.


<< zurück zu Woche 7/10 << 

]]>
https://www.barrenscheen-change.de/unperfekt-challenge/unperfekt-challenge-woche-8-10-authentisch-oder-professionell/feed/ 0 https://www.barrenscheen-change.de/favicon.ico https://www.barrenscheen-change.de/favicon.ico
Hat sich das gelohnt? // unperfekt!challenge // Woche 7/10 https://www.barrenscheen-change.de/unperfekt-challenge/unperfekt-challenge-woche-7/10-hat-sich-das-gelohnt/ https://www.barrenscheen-change.de/unperfekt-challenge/unperfekt-challenge-woche-7/10-hat-sich-das-gelohnt/#comments Mon, 20 Apr 2020 14:13:00 +0000 Change Management https://www.barrenscheen-change.de/unperfekt-challenge/unperfekt-challenge-woche-7/10-hat-sich-das-gelohnt/ Weiterlesen

]]>
Sieben Wochen sind nun rum, bald ist fertig. Jetzt geht es darum, in einen runden Abschluss überzugehen. Ich sitze hier und frage mich gerade: Fühlst du dich jetzt eigentlich anders als am Anfang? Was hat dir die Challenge bisher gebracht und was hat sie dich gekostet?

Beginnen wir mit den Kosten, das ist einfach. Zeit. Überwindung. Ein paar Nerven. Ich denke, das war´s. Der Invest hält sich also in Grenzen. Und was hat sie mir gebracht? Ziemlich viele Rückmeldungen aus unterschiedlichen Ecken und mit unterschiedlichem Inhalt. Das war spannend, bestätigend, verwirrend und ganz großartig. Danke.

Was ist aber mit dem Ursprung dieser Challenge passiert … diesem blöden Zögern? Wie fühle ich mich damit? Es hat sich gewandelt. Zum Glück. Du fragst dich in welche Richtung? Ich mich auch gerade 😬 Ich versuche es mal zu greifen. Dazu muss ich in meiner Erinnerung kramen, denn die Briefe habe ich in der Zwischenzeit ruhen lassen und mir vorgenommen sie erst in der letzten Woche zu lesen.

Aus dem Zögern wurde schrittweise eine Art von Schwimmen, was sich im ersten Moment auch nicht besser anhört 😂 Aber besser anfühlt. Ich habe dazu ein Bild für dich.

Stell dir vor, du stehst an einem See und weißt, das Wasser ist kalt. Du stehst da und zögerst hinein zu springen. Was eigentlich total doof ist, denn du hast dich ja extra auf den Weg zum See gemacht … und willst eigentlich hinein springen und eine Runde schwimmen. Du weißt, dass die ersten paar Minuten nicht so cool sind und du weißt auch, dass jeder irgendwie ein bisschen scheiße aussieht beim Reingehen und dann muss man erstmal nach Luft schnappen und auf der Stelle hüpfen weil es so kalt ist … und auch das ist selten von Eloquenz geprägt. Der eine hat sich dabei mehr im Griff, der andere weniger … aber du siehst diesen herausfordernden Moment jedem an.

Dieser Vorgang, das war bisher die Challenge für mich. So hat sie sich angefühlt.

Im vollen Bewusstsein der Unperfektion habe ich mein Zögern überwunden … ja, inklusive hüpfen, nach Luft schnappen und das alles wenig eloquent. Aber weißt du was? Es halt sich gelohnt, denn ich habe mich akklimatisiert und beginne jetzt mit einem ruhigeren Atem und in immer fließenderen Bewegungen zu schwimmen. Das Wasser fühlt sich auch nicht mehr so kalt an.

Du fragst dich, welche Rolle Sunla dabei hat(te)? Sie ist mit rein gekommen, denn es ist leichter gemeinsam ein bisschen scheiße beim Reingehen auszusehen (Diese Aussage treffe ich selbstverständlich im absolut übertragenden Sinne!!! Ansonsten sehen wir sehr zauberhaft aus!) Dabei muss trotzdem jeder für sich diesen Moment auf seine Art überwinden. Wenn man dem anderen dabei zuschauen kann, fällt es jedoch leichter und macht auch mehr Spaß. Des Weiteren haben wir gegenseitig noch eine wichtige Rolle: Wenn sich eine in Sicherheit wägt, gluggert die andere sie mal kurz unter. Nur so, um wieder aufzutauchen und den Orientierungspunkt neun auszurichten. Auch wichtig!

Und wenn wir einen neuen Move drauf haben oder einen Tipp, wie wir zügiger voran kommen, freuen wir uns und sagen: Ich habe was entdeckt und ich möchte es dir zeigen! Denn erinnere dich: Unperfektion = die Freude am Entdecken der eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten mit anderen gemeinsam = Ko-Kreation.

Ich habe übrigens auch ein paar Fähigkeiten und Möglichkeiten entdeckt und möchte sie dir zeigen. 

Zwei Webinare und ein Videokurs sind in den letzten zwei Wochen entstanden. Es geht um das Reiten auf Krisen-Wellen, um Instinkte und Riecher für Chancen und auch darum, die richtigen Dinge, zur richtigen Zeit mit den richtigen Menschen zu tun. Hier erfährst du mehr dazu: https://www.barrenscheen-change.de/online_formate/

So, das war mein Brief für diese Woche. In den Wochen 8 und 9 übe ich mich noch im Schwimmen. In Woche 10 gehe ich dann wieder an Land und lese mir die Briefe nochmal durch. Mal sehen, welche Möglichkeiten ich dann entdecke.

Das Meiste ist noch nicht getan - Wunderbare Zukunft.

Katharina


<< zurück zu Woche 6/10 <<

>> weiter zu Woche 8/10 >>

]]>
https://www.barrenscheen-change.de/unperfekt-challenge/unperfekt-challenge-woche-7/10-hat-sich-das-gelohnt/feed/ 0 https://www.barrenscheen-change.de/favicon.ico https://www.barrenscheen-change.de/favicon.ico
Ich will dir was zeigen. Ko-Kreation. // unperfekt!challenge // Woche 6/10 https://www.barrenscheen-change.de/unperfekt-challenge/unperfekt-challenge-woche-6-10-ich-will-dir-was-zeigen/ https://www.barrenscheen-change.de/unperfekt-challenge/unperfekt-challenge-woche-6-10-ich-will-dir-was-zeigen/#comments Sat, 11 Apr 2020 13:46:00 +0000 https://www.barrenscheen-change.de/unperfekt-challenge/unperfekt-challenge-woche-6-10-ich-will-dir-was-zeigen/ Weiterlesen

]]>
Ko-Kreation statt Unperfektion? Aber was soll das sein?

Was passt nicht in die Reihe? Kampf - Flucht - Totstellen - Unperfektion. Genau! Wir wollten die Unperfektion kultivieren und haben festgestellt: Sie kann gar keine Reaktionsweise auf Gefahr sein. Sie passt nicht in die Reihe. Aber sie ist doch so wichtig und hat sich in den vergangenen sechs Wochen als großartige und wirkungsvolle Katharsis herausgestellt. Also wäre es schade, wenn wir sie nicht als dieses Werkzeug irgendwo in unserem System einordnen würden. Wo soll aber ihr Platz im Werkzeugkasten sein und … mal nebenbei, wie heißt sie eigentlich? Unperfektion ist ja kein echtes Wort und wird auch ihrer Kraft nicht gerecht. 

Ich habe in dieser Woche mein erstes öffentliches Webinar durchgeführt: Wie Krisen funktionieren und warum du ins Handeln kommen solltest. Gerade eben habe ich mir die Aufzeichnung angesehen … tja … es war ziemlich unperfekt ;D Aber hey, weißt du was? Die Rückmeldungen waren es ganz und gar nicht! Niemand von den Teilnehmern hatte nämlich die selben Erwartungen an das Webinar wie ich. Die optische und inhaltliche Aufbereitung hat die Erwartungen mancher sogar übertroffen. Dabei war das für mich so selbstverständlich und eigentlich eine Mindestanforderung. Und so habe ich einen Makel aus der Welt geschaffen, weil ich mich getraut habe ihn überhaupt erst sichtbar und greifbar zu machen … in Form dieses Webinars.

Übrigens, das passt gerade auch noch gut: Wenn wir eine herausfordernde Situation bewältigen, dann nennen wir sie Entwicklung. Wenn wir sie nicht bewältigt bekommen, dann nennen wir sie Krise (in der Folge dann häufig Trauma). Wir durchlaufen insgesamt 8 Phasen in drei Schritten:

  1. Zunächst reagieren wir auf die Situation, in der wir uns befinden total rational. Wir durchdenken alles, was auf uns einprasselt und sind dadurch wie fremdgesteuert.
  2. Im nächsten Schritt haben wir das Gefühl durchzudrehen, wir sind total emotional und irren durch die Situation.
  3. Und erst im dritten Schritt fangen wir an, zu reflektieren. Wir bringen den rationalen und den emotionalen Inhalt zu einander und beginnen zu handeln. Das schaffen wir aber erst, wenn wir diese verdammte Bewegungsunfähigkeit und diese Starre satt haben. Wir sagen uns dann: Du kannst doch hier nicht sitzen bleiben und nichts tun.
Und schau wie krass … genau hier scheint die Unperfektion ihren Platz im Werkzeugkasten gefunden zu haben. Alle fragen sich, wie zur Hölle komme ich denn aus dem zweiten in den dritten Schritt?!?!?!? Na, mit Hilfe der Unperfektion! Heureka!

Wenn Perfektionismus die Scham, aufgrund mangelnder Integrität ist. Wenn das die Angst ist, bei einem Mangel erwischt zu werden. Dann ist die Unperfektion die Fähigkeit der Improvisation auf Grundlage der eigenen Expertise!

Jetzt komme ich wieder in meinen Kompliziert-Schnack. Ohman. Ok. Anders:

Unperfektion ist die Freude am Entdecken der eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten. Mit anderen gemeinsam. Das ist dieses entzückte: Ich habe was entdeckt und ich möchte es dir zeigen! 

Ich will nicht kämpfen, nicht fliehen und mich nicht verstecken. Nein. Ich will dir was zeigen. Die Unperfektion ist keine Reaktionsweise auf Gefahr. Sie ist ein Werkzeug zur Überwindung der Gefahr.

Und so können wir die Unperfektion nun umtaufen. Da erscheint mir der Begriff der Ko-Kreation als sehr stimmig und passend. Lass uns die Ko-Kreation kultivieren. Lass uns zeigen, was wir entdeckt haben!

Dafür brauchen wir ein Gegenüber. Wir brauchen Menschen, die diese Schamlosigkeit im Entdeckungsmodus mit uns teilen und genießen. Menschen, die diesen Prozess mit uns gemeinsam vor den Erwartungen von außen abschirmen. Nur für eine gewisse Zeit. Nur bis wir den Übergang aus dem zweiten in den dritten Schritt schaffen. Und so können wir unsere Entdeckung erforschen bis sie den Zauber des Neuen verloren hat und bereit für den Feinschliff ist.

Wer sind diese Menschen für dich? Wer sind deine Sparringsparter? Wer begleitet dich dabei, dich nicht zu verstecken, sondern in deiner greifbaren Position zu zeigen? Such sie und sag ihnen: Hey, ich will dir was zeigen.

Auf meiner aller ersten Visitenkarte stand auf der Rückseite: Das Meiste ist noch nicht getan - Wunderbare Zukunft! Ich denke, ich werde es wieder drauf drucken.

Katharina


<< Zurück zu Woche 5/10 <<

]]>
https://www.barrenscheen-change.de/unperfekt-challenge/unperfekt-challenge-woche-6-10-ich-will-dir-was-zeigen/feed/ 0 https://www.barrenscheen-change.de/favicon.ico https://www.barrenscheen-change.de/favicon.ico
Erfahrung gegen den Mindfuck // unperfekt!challenge // Woche 5/10 https://www.barrenscheen-change.de/unperfekt-challenge/unperfekt-challenge-woche-5-10-dein-erfahrungshorizont/ https://www.barrenscheen-change.de/unperfekt-challenge/unperfekt-challenge-woche-5-10-dein-erfahrungshorizont/#comments Sat, 04 Apr 2020 10:34:00 +0000 https://www.barrenscheen-change.de/unperfekt-challenge/unperfekt-challenge-woche-5-10-dein-erfahrungshorizont/ Weiterlesen

]]>
"Uns ist´s schon wieder faaaad!" Das war unsere erste Feststellung im heutigen Call. Na super, es ist erst die Hälfte der Zeit rum und wir sind schon fertig. Wir haben viele unperfekte Dinge in die Welt gelassen und nun sind sie fertig für den Feinschliff. Wie konnte es nur so schnell so weit kommen!?! Hier kommt die Auflösung.

Wir haben durch diese Challenge den Mindfuck ausgeschaltet. 

Whoop whoop! Und das war so befreiend und energetisierend! Wir mussten nicht aufpassen, was wir wie sagen. Ob sich die andere auf den Schlips getreten fühlt oder ob das Gesagte nun irgendwas triggert. Und uns war in diesen fünf Wochen nichts peinlich. Wir haben weder die Erfahrungen, die wir gemacht haben, noch die Rückmeldungen die wir erhielten zurückgehalten. Wir haben sie einfach genommen und geteilt. Keine Taktik, keine Strategie, keine unterschwelligen Botschaften und keine Inszenierung. So haben wir uns getraut uns auf neues Terrain zu begeben. Weg mit der Kontrolle und folge dem, was da ist! Vielleicht denkst du dir jetzt: 

Ja sicher. Du spinnst doch! Jetzt soll ich alle Kontrolle loslassen und go fith the flow tüdülü? Dann bricht hier erstens alles zusammen und zweitens wollen meine Kunden doch ein perfektes Ergebnis! 

Und da gebe ich dir vollkommen recht! Auch ich will ein perfektes Ergebnis für meine Kunden. Ich will, dass bei meinen Kunden die Augen leuchten weil sie Bock auf Eigenverantwortung, Potenzialentfaltung und Wagemut haben und so richtig loslegen wenn ich weg bin. Die Frage ist nur: 

Was macht das Ergebnis perfekt? Und wann ist das Unperfekte notwendig? 

Hier unsere Erkenntnisse dazu: Wir beurteilen vor dem Hintergrund unseres Erfahrungshorizontes ob etwas perfekt ist oder nicht. Dinge, dich ich häufig mache sollen bitte perfekt sein. Und sie sollen immer besser und wirkungsvoller werden … ein Feinschliff nach dem nächsten. Meine generelle Leistung soll bitte als großartig und hilfreich empfunden werden. Aber immer dort, wo ich wachsen und mich weiter entwickeln will, wo ich Dinge zum ersten Mal mache, da ist die Unperfektion unumgänglich.

Und das ist der Moment, wo der Mindfuck beginnt zu wirbeln. 

Echt ey, richtig kontraproduktiv! Mega nervig! Da werde ich so streng mit mir und erwarte von mir es so zu können, als würde ich es nicht zum ersten Mal probieren. Total unfair. Das ist es, was passiert, wenn wir uns selbst im Weg stehen. Wenn wir zögern und hadern und nicht los gehen, obwohl wir schon Schuhe und Jacke und Mütze und Handschuhe und ... ach ... alles was aktuell geht anhaben. Wir zögern weil wir denken, wir müssten den neuen Weg schon kennen. Was ja gar nicht geht. Total unfair. So stehen wir da also in den ganzen Sachen und schwitzen und können uns nicht frei bewegen. So als ob jemand zu einem Kind in der Situation sagen würde: 

Du darfst nur raus gehen, wenn du mir sagst, was du erleben und entdecken wirst. Wenn du das nicht kannst, darfst du nicht raus. Die Sachen ausziehen aber auch nicht.

Puh. Echt mies. Wer würde denn sooooowas zu diesem armen Kind sagen!?! Tun wir aber. Möglicherweise auch du zu dir.

Sunla und ich waren begeistert von dieser Erkenntnis und bringen die Challenge für uns jetzt auf´s nächste Level: Wir kultivieren die Unperfektion. So gehen wir sicher, dass sie uns ganz ohne Mindfuck zur Verfügung steht, wenn wir sie brauchen. Nämlich immer dann, wenn es darum geht etwas Neues zu unserem bestehenden Erfahrungshorizont hinzu zu fügen. Wir kultivieren die Kompetenz der Hingabe an das, was gerade da ist. Es ist so naheliegend, man muss es dennoch tun.

Es geht uns nicht darum, uns auf dem schnellsten Weg möglichst lächerlich zu machen. Obwohl wir dafür auch sehr viele Ideen hätten ;) Es geht darum, den Schritt ins Erweitern, Wachsen und Entwickeln zu tun und sich dabei nicht selbst im Weg zu stehen. 

Es geht darum, die eigene Expertise als Stütze für erfolgreiches Improvisieren zu nutzen und nicht als Verhinderungsinstrument. 

Vielleicht kennst du es auch: Wenn dir etwas Angst macht, könnte es einen Versuch wert sein. Wenn Gefahr im Verzug ist, haben wir als Lebewesen generell ja bekanntlich drei natürliche Reaktionsweisen: Kampf, Flucht oder Totstellen. Wir holen uns im nächsten Level der Challenge eine vierte dazu: die Unperfektion!

Das Vorgehen hat was Kindliches, in einer neuen und unbekannten Situation machen sie irgendwas, das in ihrer Kraft und Macht steht ... so kreativ, so mutig und freudig. 

Machst du mit?


<< zurück zu Woche 4/10 <<

>> weiter zu Woche 6/10 >>

]]>
https://www.barrenscheen-change.de/unperfekt-challenge/unperfekt-challenge-woche-5-10-dein-erfahrungshorizont/feed/ 0 https://www.barrenscheen-change.de/favicon.ico https://www.barrenscheen-change.de/favicon.ico
Verbindungen und Erwartungen // unperfekt!challenge // Woche 4/10 https://www.barrenscheen-change.de/unperfekt-challenge/unperfekt-challenge-woche-4-10-verbindungen-und-erwartungen/ https://www.barrenscheen-change.de/unperfekt-challenge/unperfekt-challenge-woche-4-10-verbindungen-und-erwartungen/#comments Fri, 27 Mar 2020 18:22:00 +0000 https://www.barrenscheen-change.de/unperfekt-challenge/unperfekt-challenge-woche-4-10-verbindungen-und-erwartungen/ Weiterlesen

]]>
Sag mal, geht´s noch? 

Hey, was für eine Rückmeldung ca. 10 Minuten nachdem ich am vergangenen Freitag auf Senden geklickt habe. Darüber war ich verwundert. Mein Freund (nennen wir ihn) Herbert hängt im Ausland fest, müsste jetzt aber eigentlich in der Firma sein … präsent sein … für die Mitarbeiter da sein. Ein Mensch, der für Ärmel hoch krempeln und Neues ausprobieren steht kann das nicht mehr tun. Ihm sind die Hände gebunden. 

Ich solle mich kürzer fassen, auf den Punkt kommen, die Leute nicht so vollsülzen, diesen Unperfekt-Mist sein lassen, die Menschen müssen jetzt aufwachen und ins Handeln kommen … keiner hat Zeit sich solche langen Mails durchzulesen … und Bock auch nicht, und sowieso auch Wichtigeres zu tun. Mein Hinweis, er könne sich ja einfach austragen oder die Mail löschen hat die Situation nicht gerade deeskaliert ;D Ich solle mich dem realen Leben stellen war die Antwort. Normalerweise würde ich mir denken: "Geh in die Wüste, staubsaugen!" und den Kontakt aus dem Verteiler löschen. Aber Herbert ist mein Freund, ich habe mich auf ihn eingelassen und mich mit ihm dazu auseinander gesetzt. Eigentlich haben wir uns am Telefon angeschrien, in der festen Gewissheit, dass diese Verbindung das halten kann. 

Es ist ein wunderbarer Brief geworden. Kurzweilig geschrieben, kein Satz war zu viel und ich habe eine klare Botschaft verstanden. 

Diese Rückmeldung kam kurz nach dem Telefonat mit Herbert … und zwar von Sunla. Darüber war ich fast noch mehr verwundert. Botschaften à la Herbert kommen sonst von Sunla! Sie kürzt meine Sätze und überhaupt alles normalerweise bis auf die letzten Stoppeln runter: Das interessiert niemanden. Du wiederholst dich. Das sind überflüssige Infos. Das lenkt vom Thema ab. Und so … Natürlich immer konstruktiv ;) 

Zwei Rückmeldungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, von Menschen, die sich ziemlich ähnlich sind. 

Natürlich nehme ich positive und bestärkende Worte gern an. Obwohl das ehrliche Anschreien am Telefon auch ganz gut getan hat und deutlicher in Erinnerung geblieben ist. Hätte ich dich nach deiner Einschätzung gefragt, wäre wahrscheinlich irgendwas dazwischen raus gekommen. 

Aber wer hat dann recht? Wessen Erwartung sollte für mich und diese Mail hier als Orientierung dienen? 

Möglicherweise ist genau das die Challenge, die wir alle gerade (die meisten unfreiwillig) durchlaufen: Erwartungen erfüllen zu müssen oder zu wollen ist auf einmal irrelevant geworden. Warum? Weil sich der Blick in dieser Zeit verschoben hat und somit die Erwartungen.

Zu viele Anfragen, Termine, Aufgaben, Informationen und zu erfüllende Ziele war unser gewohntes Vorgehen. So viele, dass wir nie fertig wurden. Ich habe keine Zeit mir zehn Minuten einen Text durchzulesen … ich gebe dir zwei Minuten, denn ich muss fünf Texte schaffen. Uns in diesem Wahnsinn nicht zu verlaufen, war unsere Herausforderung. Die Orientierungsfunktion darin haben die Erwartungen übernommen. Erwartungen von Kunden, Mitarbeitern und dem gesamten Umfeld zu erfüllen hat unsere Zeit eingeteilt. Schnell nochmal die Mail beantworten, bevor ich mich ins Auto setze um zum nächsten Termin zu fahren. Auf der Fahrt werde ich dann noch zwei Telefonate führen.

Auf einmal steht uns dieses Vorgehen nicht mehr zur Verfügung. Wir kennen aber nur dieses. Und so heulen und winden und schlagen wir um uns weil wir nicht mehr wissen, welche Erwartungen wir zu erfüllen haben. Wir haben uns heimisch eingerichtet im Erledigungsstress und Kontrollzwang. Und dann wurden wir aus dieser Komfortzone raus geschubst, in einen Bereich, wo so viel Ungewissheit herrscht, dass uns nichts weiter übrig bleibt, als ruhig zu bleiben. Ruhig bleiben. In der festen Gewissheit, dass unsere Geschäftsverbindungen das halten können.

Aber wohin darf sich unser Blick wenden, jetzt wo wir zur Ruhe verdonnert sind? Ich richte meinen Blick auf das, was mir als wesentlich erscheint: Was ist meine Erwartung an mich? An meine (künftigen) Verbindungen? Was bestimmt das Wesen meiner Angebote? Wie kann ich meiner Erwartung an mich gerecht werden? Tja, da kann nur etwas Unperfektes bei raus kommen. Denn wir dürfen lernen, unsere eigenen Erwartungen ins Blickfeld zu rücken. Und die sind dann sehr wahrscheinlich perfekt genug :) 

Wohin richtest du deinen Blick aus dieser vollkommen ungewissen und ungewohnt ruhigen Zone?

Ich wünsche dir tragfähige Verbindungen und einen erwartungsvollen Blick auf deinen veränderten Weg. Bis Freitag.

Katharina

P.S.: Du fragst dich vielleicht, was Sunla in dieser Challenge-Woche gemacht hat. Da ihr der gewohnte Weg verwehrt blieb, hat sie sich auf etwas eingelassen und wie aus Versehen noch einen weiteren Weg gefunden. Aber schau einfach selbst (besonderes Augenmerk auf Yin Yang): https://sunlamahn.com/referenzen/ Ich würde sagen, das Ergebnis ist perfekt.


<< zurück zu Woche 3/10 <<

>> weiter zu Woche 5/10 >>

]]>
https://www.barrenscheen-change.de/unperfekt-challenge/unperfekt-challenge-woche-4-10-verbindungen-und-erwartungen/feed/ 0 https://www.barrenscheen-change.de/favicon.ico https://www.barrenscheen-change.de/favicon.ico
Gesellschaft im Stillstand oder am Wendepunkt // unperfekt!challenge - Woche 3/10 https://www.barrenscheen-change.de/unperfekt-challenge/unperfekt-challenge-woche-3-10/ https://www.barrenscheen-change.de/unperfekt-challenge/unperfekt-challenge-woche-3-10/#comments Fri, 20 Mar 2020 19:22:00 +0000 https://www.barrenscheen-change.de/unperfekt-challenge/unperfekt-challenge-woche-3-10/ Weiterlesen

]]>
Puh, Woche 3/10. Wer hätte gedacht, dass ich in so kurzer Zeit so viele Wegbegleiter erhalten würde. Vollkommen unfreiwillig und krass und epochal … auf einmal steht die Welt still und das ist dann wohl der Moment kurz bevor sie sich umkehrt. So wie alles, das sich in Bewegung befindet und die Richtung dieser Bewegung verändert.

Wenn ich mich in meinem Auto fortbewege bis eine Kurve kommt, muss ich langsamer fahren, je schärfer die Kurve ist, umso langsamer werde ich. Und wenn ich nicht mehr einsehen kann, wohin der Weg führt, muss ich anhalten um zu checken wo ich lang muss. Bevor wir die Richtung ändern halten wir kurz inne. Fast so als würden wir dem Moment der Umkehr eine besondere Aufmerksamkeit widmen. Sind wir in unserer Gesellschaft gerade an einem solchen Wendepunkt? Es scheint so.

Ich wollte 10 Wochen lang unperfekte Dinge in die Welt bringen und mal schauen, was mit mir und meinem Umfeld in diesen Bereichen passiert. Aber dieses unperfekt in allen Bereichen gleichzeitig wollte ich ja nun wirklich nicht haben. Und es werden wohl mehr als nur 10 Wochen. Und jetzt? Jetzt hilft alles nix und wir müssen wohl inne halten und schauen in welche Richtung sich die Bewegung fortsetzen wird. Jetzt sind wir quasi gezwungen Dinge unperfekt zu tun weil wir sie nicht mehr so tun können wie vorher. Das Geschäft steht still, meins, deins, und die anderen auch. Einige wenige sind dafür umso mehr Belastungen ausgesetzt und wenn die heiße Phase vorbei ist wissen wir nicht, wie lange sie brauchen um sich davon zu erholen. Auch wir wissen nicht, wie lange wir uns erholen werden.

Was hat das mit dieser unperfekt!challenge zu tun? Alles was nach dieser Situation, in der wir uns als Gesellschaft befinden kommen wird, wird nicht mehr so funktionieren wie bisher. Wir werden nicht an unsere Arbeitsplätze zurück kehren und die alten Prozesse wieder aufnehmen. Zumindest werden wir diese Prozesse vor dem Hintergrund eines anderen Erfahrungshorizontes bewerten. Auch wenn unsere Prozessse bleiben, ändern sich die unserer Kunden und Partner, so dass wir uns anpassen müssen. Wir dürfen uns daran gewöhnen, die Dinge unperfekt zu tun. Ein ganz schönes Durcheinander. Im Fall der Krise sind unsere Handlungsoptionen sehr eingeschränkt. Um darin nicht verloren zu gehen, müssen wir uns das Gefühl von Handlungsfähigkeit zurück holen. Das haben auch Sunla und ich gemacht :)

Reise

Sunla hat, wie abgesprochen, angefangen kurze Geschichten zu ihren besonderen Bildern zu schreiben und sie online zu stellen. Sie hätte sich hinter den aktuellen Entwicklungen verstecken können oder hinter den "bezahlten" Aufträgen, die sich noch zu erledigen hat. Darüber haben wir gesprochen und sie sagte 

Ich verstecke mich nicht hinter dem Ausnahmezustand, sondern erfülle meinen Teil der Verantwortung.

Ich hätte mich auch hinter der Ausnahmesituation verstecken können. Mein Partener und ich sind beide selbstständig und ab und an rollt die Panikwelle durch unseren Alltag. Und was sollte ich überhaupt schreiben? So tun als wäre ich allein in der Unperfektion unterwegs? Als wäre alles ganz normal? Und sowieso haben alle mit ihren Dingen zu tun. Und beinahe hätte ich es auch gemacht, mich versteckt. Gut, dass Sunla da ziemlich streng ist ;) Jetzt sitze ich hier und schreibe meine unperfekte Mail mit mehr Leichtigkeit als an den Freitagen zuvor. Und das ist unser Zwischenfazit bisher: Was du mit Schaudern wahrnimmst, wird irgendwann normal. Und wir denken das gilt für alle Lebensbereiche - positive wie negative. Damit wir Menschen nicht in Lethargie oder Ohnmacht der Negativität verfallen, dürfen wir uns reduzieren und auf das Wesentliche konzentrieren. 

Wir brauchen Bereiche, in denen wir uns als handlungsfähig erleben. Für mich ist diese Challenge so ein Bereich. Es ist ein Raum für Entfaltung. Erst recht in dieser turbulenten Zeit.
Wo ist dein Raum für Entfaltung? Wo gehst du hin, wenn du dich nicht hinter der Ausnahmesituation versteckst?

In diesem Raum braucht es den Mut und das Bewusstsein für unperfekte Projekte, Produkte, Prozesse und Ideen, die aus dieser Krise geboren werden. Im Umgang untereinander stellen wir fest, dass die Menschen aufmerksamer sind und die Aggressionen im Alltäglichen abgenommen haben und aus dieser Wechselwirkung ist sowas wie Solidarität entstanden. Und ja, natürlich auch Hände waschen und sich physisch distanzieren sind wichtige Aspekte. Aber auch und vor allem die anderen Themen, die ich beschrieben habe brauchen wir um als Menschen und Unternehmen gestärkt aus dieser Krise zu gehen. Es geht hier nicht um den einzelnen. Wir müssen beginnen weiter zu denken als nur an uns. Und dafür brauchen wir Mut.

Ich wünsche dir Mut, Konzentration auf das Wesentliche und einen handlungsfähigen Raum für Entfaltung. Bis Freitag.

Katharina


>> weiter zur Woche 4/10 >>

<< Zurück zur Woche 2/10 <<

]]>
https://www.barrenscheen-change.de/unperfekt-challenge/unperfekt-challenge-woche-3-10/feed/ 0 https://www.barrenscheen-change.de/favicon.ico https://www.barrenscheen-change.de/favicon.ico
Die Angstschürze // unperfekt!challenge // Woche 2/10 https://www.barrenscheen-change.de/unperfekt-challenge/unperfekt-challenge-woche-2-10/ https://www.barrenscheen-change.de/unperfekt-challenge/unperfekt-challenge-woche-2-10/#comments Mon, 16 Mar 2020 11:42:00 +0000 unperfekt https://www.barrenscheen-change.de/unperfekt-challenge/unperfekt-challenge-woche-2-10/ Weiterlesen

]]>
Ach, was war das für eine volle aber aufregende Woche. Ich danke dir, dass du durch dein Dabeisein dazu beigetragen hast! Ich habe ja versprochen meine Erfahrungen in der unperfekt!challenge mit dir zu teilen: 

Was passiert mit mir und meinen Mitmenschen, wenn ich 10 Wochen lang unperfekte Dinge in die Welt bringe?

Erste Erfahrung: Ich habe eine Mail an alle Menschen gesendet, mit denen ich schon mal im Mailkontakt stand (es waren mehrere Hundert) und der Link hat einfach mal nicht funktioniert. Jaaaa man. Der blöde Link ging nicht. Und so viele haben mich darauf aufmerksam gemacht … auf allen Kommunikationskanälen. Dieser Moment hat der Challenge alle Ehre gemacht, es war purer Stress. Nun gut, Challenge accepted heißt accepted. Ich habe mich wieder gefangen und stellte fest: Die Welt ist gar nicht unter gegangen. Ganz im Gegenteil. Sie war so wach und hell und voller toller Rückmeldungen.

Am Samstag hatten Sunla und ich unseren Challenge-Video-Call. Sie nahm sich meine Mail vor und fing mit dem Feinschliff an. Als ich sagte, dass das keine Testmail ist, sondern schon an alle Menschen raus gegangen ist war nur blankes Entsetzen in ihrem Gesicht zu sehen. 

Waaaaaaaaaas?!?!?!?

Und als ich sie im nächsten Schritt darauf hinwies, dass sie jetzt mit sowas in der Art dran sei, war da noch mehr Entsetzen. Und tausend Ausreden. Und dann wieder Entsetzen. Und dann hat sie es einfach gemacht. Ihre Homepage war online. Um sicher zu gehen habe ich den Kontroletti in mir aktiviert und nachgeprüft. Und was soll ich sagen: Alle Bilder auf der Homepage (einer Fotografin) gingen nicht auf … statt dessen waren kleine blaue Kästchen mit einem Fragezeichen zu sehen. Da habe ich gedacht: "Ach Sch…, die Fotos gehen nicht auf." Habe sie darauf hingewiesen und ihre Antwort war: 

Ja, hab ich gemerkt. Das muss ich jetzt aushalten!

Krass. Da hatte sie mich erwischt. So haben wir uns gegenseitig dabei erwischt, unsere so stolzen unperfekten Taten als erste Reaktion im Perfektionsdrang zu ertränken. Gut, dass wir es aber noch rechtzeitig begriffen. Kommt dir das bekannt vor? Eine Idee, die so schillernd unperfekt daher kommt und du sie erstmal schön kaputt denkst, bevor du sie ins Leben bringst? Und dann ist sie halt auch irgendwann kaputt gedacht, und dann darf sie erst recht nicht raus, so hässlich wie sie geworden ist.

Der zweite Aspekt in dieser Woche war eine erkenntnisreiche Rückmeldung, die ich von (nennen wir ihn) Hans erhielt. Im Kern war die Botschaft: 

Ich mag was du geschrieben hast, aber es ist zu lang und ich habe es nur gelesen weil ich neugierig bin. Es ehrt dich, dass du deine Blockaden auf einem neuen Weg so offen legst, aber die musst du doch deinen Kunden und Partnern nicht so unter die Nase reiben. Wie willst du ihnen einen von dir begleiteten Weg sonst guten Gewissens empfehlen?

Krass. Schon wieder. Diese Gedanken hatte ich vorher nicht. Und auf einmal waren sie da. Und da wurde mir klar: Hans hat mir seine Angst umgehängt. Und Sunla hatte mir ihre Angst zuvor auch umgehängt. Und ich wiederum Sunla meine.

Und das ist möglicherweise die Challenge: Sich die Angst nicht umhängen zu lassen. Was wäre, wenn wir uns erlauben, die umgehängte (von wem auch immer) Angstschürze abzunehmen und das Risiko eingehen uns zu bekleckern. Was wäre, wenn wir uns den Gedanken erlauben, dass es professionell ist wenn es menschelt.

Ich freue mich auf eine unperfekt strahlende Woche und schreibe dir am kommenden Freitag wieder.

Lieben Gruß

Katharina

P.S.: Jetzt habe ich den Text überflogen und verspüre wieder den Impuls zu zögern … aber ich klicke jetzt einfach auf senden. Ich freue mich, wenn du dabei bleibst.

>> weiter zu Woche 3/10 >>

<< zurück zum Beginn <<

]]>
https://www.barrenscheen-change.de/unperfekt-challenge/unperfekt-challenge-woche-2-10/feed/ 1 https://www.barrenscheen-change.de/favicon.ico https://www.barrenscheen-change.de/favicon.ico