Das Dazwischen kultivieren - Gewohnheiten für Übergänge.

Das Dazwischen kultivieren - Gewohnheiten für Übergänge.

Dieses Dazwischen. Das hatten wir schon. Und Gewohnheiten. Was soll das?

Es ist häufig anstrengend.

Das ist der Moment zwischen dem Alten und dem Neuen.

Der Übergang. Schwebezustand. Sowohl als auch. Weder noch. Nix Halbes und nix Ganzes. Mit einem Bein hier und mit dem anderen dort. Zwischen dem Ein- und dem Ausatmen … Eben das Dazwischen. Du verstehst.

Hier meldet sich häufig die Angst.

Besser gesagt: Hier hören wir sie häufiger. Weil weder das Eine noch das Andere ablenkt. Wir sind ja dazwischen.

So. Jetzt stellt sich die Frage: Was machen?

Und das finde ich ganz interessant.

Wenn wir mal die Angst ohne Angst betrachten, stellen wir fest: Es ist ja eigentlich spannend. An genau diesem Punkt entscheiden wir über Stagnation oder Entwicklung.

Das, was wir in diesem Dazwischen tun, die Position, die wir einnehmen, entscheidet darüber, wie wir das Neue erleben werden.

Wichtig! Das war jetzt wichtig!

Wie wir den Übergang gestalten hat Einfluss darauf, wie wir das Neue erleben.

Schau mal auf deine Übergänge. Auf die Dazwischens. Wie sind deine Gewohnheiten in diesen Momenten oder Phasen?

Welche Übergänge? Zwischen dem einen Projekt und dem nächsten. Zwischen den Jobs. Zwischen den Beziehungen. Zwischen den Engagements. Zwischen den Kindern. Zwischen den Wohnungen. Zwischen Tag und Nacht. Sommer und Winter.

Was sind da deine Gewohnheiten?

Ich sag es doch. Es ist spannend.

Wir denken selten so bewusst über die Übergänge nach. Fühlen selten rein. Sind mit diesem unkomfortablen Dazwischen beschäftigt. Wollen das schnell wieder weg haben. Es ist herausfordernd. So unbestimmt.


Okeh. Stimmt. Aber was hat die Angst damit zu tun?


Na. Es ist die Angst, die die Situation unkomfortabel macht.

Lass mich einen Liedtext zitieren: Sie bemerken, dass das Fallen zum Schweben wird, wenn man aufhört sich an Dingen festzukrallen.

So. Das macht die Angst an den Übergängen.

Sie zeigt uns, woran wir aufhören dürfen, uns festzukrallen.

Damit sich das Dazwischen mehr nach Schweben anfühlt. Mehr wie so Herbstlaub, das von den Bäumen durch die Luft gleitet. Stell dir vor, die Blätter würden sich weigern vom Baum zu fallen und sich an ihm festkrallen?!?! Nee. Das geht nicht.

Und weißt du was?

Du hast großes Glück, wenn du sie bemerkst. Die Angst.

Jap.

Das meine ich wirklich. Großes Glück.

Denn, wenn du die Angst in diesen Dazwischens nicht bemerkst, dann ist deine unbewusste Neigung sie zu vermeiden, verdrängen, betäuben, überspielen oder zu leugnen. Und damit krallst du dich an Dingen fest. Und damit lenkst du dich selbst schnurstracks in die Stagnation.

Genau so!

Und rate mal, was nach diesem Dazwischen kommen wird? Klar. Stagnation.

Warum?

Weil die Angst ja nicht einfach so kommt. Sie will uns ja was zeigen.

Sie zeigt uns die Richtung für unsere Entwicklung.

Und deshalb ist es gut, diese Angst ohne Angst zu betrachten.

Wenn wir ihr aber ausweichen, dann hören wir nicht, was sie uns sagen will.

Und dann ist es sehr wahrscheinlich, dass wir uns an etwas festkrallen, das noch zum Alten gehört, und uns im Neuen behindern wird.

Jetzt, noch was Wichtiges: Somit bleiben wir im Dazwischen hängen.

Ja. Echt so krass.

Und das ist die Stagnation. Wir können nicht mehr zurück. Aber auch nicht vor. Wir bleiben im Übergang stecken.

Und damit das nicht passiert, brauchen wir Gewohnheiten für diese Übergänge.

Gewohnheiten, die uns ermöglichen, die Angst ohne Angst zu betrachten.


Oh man. Wie sollen solche Gewohnheiten bloß aussehen?!?!?!?!?


Ich spanne dich nicht weiter auf die Folter und sage es direkt heraus: Gewohnheiten, die deine Energie nach innen lenken.

Nicht nach außen. Das ist dann vermeiden, verdrängen, betäuben, überspielen oder leugnen. Nach innen.

Das brauchen wir an den Übergängen.

Puh. Hört sich nach Arbeit an.

Jap. Innere Arbeit. Aber es lohnt sich.

Und es gibt dafür ein schlagendes Argument: Überall dort, wo wir die Angst nicht überwinden, bleiben wir kindlich.

Bääääm!!! Mitten rein!

Ist dir die Tragweite dieses Argumentes bewusst?

Nee?

Dann lies den Beitrg nochmal. Irgendwann. Speicher ihn.

Du ahnst die Tragweite?

Jaaaaaaaaaa. Wiiiirklich bääääm!!!

Deshalb lohnt es sich, die Angst zu überwinden.

Weil genau das Entwicklung ist.

Und dazu haben wir an jedem Übergang die Chance.

Und wenn wir das schaffen. Dann fühlt sich jeder Übergang nach Schweben an. Irgendwann. Manchmal dauert es länger. Aber wir wissen, dass es kommen wird. Und das ist dann Vertrauen. In das Lebendige.


Verlockend? Sehr! Aber wie geht das genau?


Naja. Man kann ganz tief arbeiten. Man kann auch mit einem klitzekleinen Schritt beginnen.

Ich bin eine Freundin von klitzekleinen und pragmatischen ersten Schritten, die dann das Potenzial haben dich ganz tief zu führen.

Versuch mal, dein Denken von Bewertung auf Unterscheidung zu richten.

Das wasr´s?

Jap.

So einfach?

Jap.

Probier das mal. In der Praxis zeigt sich erst die herausfordernde Seite.

Aber ja. So einfach könnte es an sich sein.

Denn wenn wir bewerten, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wir damit eine Angst verschleiern. Überdecken. Das ist dann eine mögliche Gewohnheit am Übergang. Am Dazwischen.

Damit folgen wir der WEG-VON Neigung. Und wo führt sie uns hin? Na, wohl nicht in die Entwickung. Eher weg davon. In die Stagnation.

Was wir machen können, ist das Denken zu ändern und damit die Gewohnheit zu verändern. Keine Sorge. Nicht noch etwas dazu denken. Nicht noch eine Gewohnheit, die wir im Alltag unterkriegen müssen, wollen, dürfen. Nein. Nicht noch was anderes. Etwas anders tun. Anders denken.

Unterscheiden statt zu bewerten.

Wenn wir beginnen zu unterscheiden, dann stellen wir einen inneren Impuls fest. Wir spüren eine deutliche HIN-ZU Bewegung zu einem von den unterschiedenen Elementen. Meistens ist dieser Impuls mit richtigem echten Bammel verbunden. Wir haben mächtig die Hosen voll. Aber das fühlt sich nicht doof an. Sondern aufregend. Interessant. Spannend. Irgendwie müssen wir lächeln.

Ja. So fühlt sich Entwicklung an.

Dafür lohnt sich der Blick auf die Gewohnheiten. Auf die Übergänge. Auf das Dazwischen.

Macht dir das auch so viel Gänsehaut? Dann los. Vorhang auf für deine Gewohnheiten an den Übergängen.

Du willst das nicht allein machen? Musst du auch nicht. Im Dienst der Wirksamkeit stehend, habe ich einen Workshop entwickelt. Hier richte ich mit dir gemeinsam dein Denken auf Entwicklung aus. Lass uns dazu telefonieren. Ich erkläre dir, wie ich das gedacht hab:  https://calendly.com/veraenderungsregie/workshop-vorstellung

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Gewohnheiten


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© 2024 Katharina Barrenscheen