5 Zutaten für Entscheidungen - So werden sie gut.

5 Zutaten für Entscheidungen - So werden sie gut.

Let meeeee eeeeeentertain yooooouuuuuu.

Sommer 2003. Die Abi-Klausuren sind geschrieben und die Band plant ihren Auftritt beim Abi-Ulk und beim Ball. Nein, ich habe nicht mitgesungen.

Dazu wird bei jeder Gelegenheit der Abi-Spruch lauthals gegröllt: Die Welt hat Angst, denn wir sind da - Viva Alphaholiker! 

Wichtig: Die Arme hoch reißen und sich anstrengen so gut wie möglich wie Hooligans zu gucken.

Zu dem Zeitpunkt hatte ich nicht viele Entscheidungen zu treffen. Aber eine war dabei, die hat mein Leben geprägt.

Sie hat auch Schuld an diesem Blog-Artikel ;)

Ich werde ab Oktober Erwachsenenbildung studieren - auch Andragogik genannt. Ich weiß nicht, was weniger sexy klingt.

Trotzdem hab ich mich dazu entschieden.

Ohne zu wissen, was ich da tat.

Rückwirkend betrachtet war es die beste Entscheidung von allen, die ich hätte treffen können.

Ich kann nicht sagen, dass ich mir besonders viele Gedanken zu dieser Entscheidung gemacht habe. Zumindest kann ich mich nicht daran erinnern. Es war eher so, wie ein Puzzle zu puzzeln.

Wieso hat das so gut geklappt? Mittlerweile kann ich dir das erklären.

In diesem Blog-Artikel erfährst du, wie du Entscheidungen triffst, die den Kopf und den Bauch zusammen bringen.

Wagemut

1. Zutat: Inspiration - Lass das Gesamtbild wirken.


Erkenne die Teile und das Ganze. 

Das ist so wie puzzeln. Stell dir vor, du willst ein Kätzchen-Puzzle puzzeln.

Mal dir das mal vor deinem geistigen Auge aus.

Da drängen sich gleich zwei Fragen auf. Wie groß ist das Bild? Wie groß sind die Teile?

Wenn das ganze Bild riesig ist, die Teile aber klitzeklein. Dann wird das ewig dauern. 

Dann weißt du nicht, worauf muss ich achten, wenn ich das Auge vom Kätzchen suche?

Wenn die Teile aber sehr groß sind, dann wird es wohl einbisschen langweilig.

Dann siehst du gleich den ganzen Katzenkopf auf einem Puzzleteil.

Du bist ja nicht im Kindergarten.


Was heißt das für dein Geschäft? Triff die erste Teil-Entscheidung.

Du willst eine Dienstleistung neu etablieren. Das ist das Gesamtbild. Das ist das Ganze.

Wie groß müssen also die Teile sein, die du bei deiner Entscheidung prüfst? Damit du gut entscheiden kannst, wo sie hin gehören? 

Oder ob sie überhaupt zu dem Bild passen. Nicht, dass die zu einem ganz anderen Puzzle gehören.


2. Zutat: Konzentration - Der Rahmen für die Orientierung.


Erkenne, was dich dynamisch voranschreiten lässt und was dich erdet.

Wir bleiben beim Kätzchen-Puzzle. 

Bau. Erst. Den. Rahmen.

Jeder weiß, was beim Puzzle passiert, wenn du mitten drin startest.

Das gleiche Prinzip gilt für Entscheidungen.

Also schau auf deine Teile, die du gesammelt hast. Such die für den Rahmen aus. Bau ihn.

Denn die Teile für mittendrin fügen sich Schritt für Schritt. Aber wenn der Rahmen fehlt, hast du keine Orientierung für die einzelnen Schritte.

Das ist dann zum Verzweifeln und du hörst genervt auf.


Was heißt das für dein Geschäft? Triff die zweite Teil-Entscheidung.

Schau, wie der fixe Rahmen für deine Dienstleistung aussieht. Erst danach nimmst du dir die beweglichen und flexiblen Teile vor und beschreibst sie.

Wenn du hin und her springst, kommst du nicht voran. Entweder sprengen die Teile den Rahmen oder sie passen nicht hinein.

So oder so. Dir fehlt die Grundlage für die nächste Teil-Entscheidung.


3. Zutat: Organisation - Form follows function.


Erkenne, wofür die neue Realität funktionieren soll und in welcher Form du sie leben kannst.

Kätzchen-Puzzle. Was ist der nächste logische Schritt? Nach Farben sortieren.

Die grünen Teile sind der Rasen, die grauen die Katze und die blauen der Himmel. Damit hast du die Funktion beschrieben.

Und dann schaust du, wie sie in der Form in einander greifen.

Der Rahmen gibt dir dafür die Orientierung. Denn der obere Rahmen ist blau. Der untere ist grün. Und die beiden Rahmen links und rechts sind die Verbindung. 


Was heißt das für dein Geschäft? Triff die dritte Teil-Entscheidung.

Welche Funktion erfüllen die jeweiligen Rahmen für deine Dienstleistung. Welchem Zweck dienen sie? Wofür dienen sie als Orientierung?

Das Gleiche für die flexiblen, dynamischen Teile. Wofür sind sie da?

Und in welcher Form kann dieser Sinn und Zweck gelebt werden?

Beispiel von mir: Der Rahmen meiner Dienstleistung ist das Format des Change-Programms. Es soll die Grenzen der Dienstleistung abstecken und als Verbindungselement zwischen meinen Kunden und mir dienen. Die Form dazu: Blickfeld-Module, Modelle und Methoden aus der Praxis, fünf Monate und wöchentliche Berührungspunkte.

Die flexiblen Teile sind dafür da, um die individuellen Inhalte im Programm aufzufangen und an einander zu reihen. Die Form dazu: Kick-Off, Skript, Video-Impuls, ZOOM Calls, Systemische Workshops, Motivdschungel.


4. Zutat: Realisation - Jetzt erst alltagspraktisch denken.


Erkenne welche Strategie für deine Entwicklung sinnvoll ist und welches Werkzeug du effektiv einsetzen kannst.

Nun geht es darum, das Bild fertig zu puzzeln. Die Teile müssen irgendwie zusammen kommen. Wie willst du dabei vorgehen? Was ist deine Strategie, damit aus den grünen Teilen ein Rasen, aus den blauen der Himmel und aus den grauen ein Kätzchen entsteht? Und welches Werkzeug hilft dir dabei? Ein Lupe vielleicht, um die Schnittstellen besser zu erkennen? Ein Maßband, um die Passgenauigkeit zu ermitteln? Oder eine Schere, um sie passender zu machen ;)

Was heißt das für dein Geschäft? Triff die vierte Teil-Entscheidung.

Jetzt erst geht es an die Strukturen, Prozesse und Anwendung konkreter Tools. Jetzt erst!

Wie setzt sich deine Strategie zusammen um diese Dienstleistung in der Form für die Funktion, in dem Rahmen für die dynamische Bewegung der Teile im Sinne des Ganzen? Und welche Werkzeuge helfen dir dabei im ganz konkreten Alltag?

Puuuuh. Hört sich kompliziert an?

Ist es nur, wenn du alle Schritte durcheinander wirfst oder auf einmal gehen willst. 

Wenn du die Entscheidungen in dieser Reihenfolge triffst, dann wirst du deine Dienstleistung fokussiert und strukturiert realisieren.


5. Zutat: Integration - Zeig allen das Bild. Jetzt können sie es auch erkennen.


Erkenne wie dein Bauchgefühl und dein Kopf sich gegenseitig ergänzen.

Jetzt kann es richtig los gehen! Vier von fünf Teil-Entscheidungen sind getroffen. 

Alles ist vorbereitet. Du kannst das letzte Puzzle-Teil einlegen. Dann ist das Bild soweit, dass du es vorzeigen kannst. Das schöne Kätzchen. 

Aber warte mal. 

Ist es wirklich schön? 

Vielleicht hast du ein zu einfaches Motiv gewählt? 

Die anderen machen viel größere Puzzles. 

Was werden die wohl sagen?

Tja.

Das ist der Punkt. Der allerletzte Schritt. Hier hören viele auf. 

Es kommen dann auch so unerwartete Dinge und Menschen und irgendwer kündigt und was auch immer passiert. 

Alles, was verhindert, dass du mit dem Bild raus gehst.

In diesem Schritt ist es wichtig, dass du zurück schaust. Auf alle deine Entscheidungen und Schritte bis hierher. Schau dir dein Bild an. Spule den Film vor deinem inneren Auge zurück und schau ihn nochmal an.

Jetzt kommen nämlich die begrenzenden Glaubenssätze.

Warum jetzt erst?

Vorher waren die Schritte so schön klein und übersichtlich. Und jetzt ist das gesamte Bild zu sehen. Und es ist so gut geworden. Du könntest damit Erfolg haben.

Aber diese limitierenden Glaubenssätze wollen das nicht. Sie sagen dir, dass du es nicht schaffst. Und sie haben sehr viele Argumente.

Hier darfst du die letzte wichtige Entscheidung treffen. 

Nämlich, dass du es schaffst!

Entscheidungen

Entscheide dich, dich selbst zu entertainen!


🤘🤘🤘

"Hell is gone and heaven's here

There's nothing left for you to fear

Shake your arse come over here

Now scream

I'm a burning effigy

Of everything I used to be

You're my rock of empathy, my dear"

🤘🤘🤘


Woran merkst du, dass du nach diesem Prinzip entscheidest?


War meine Entscheidung damals blauäugig und unüberlegt gefühlt? Oder strategisch und analytisch gedacht? Keine Ahnung. Es fühlte sich einfach richtig an.

Nun ja. Zugegeben. Das Ganze bestand aus einer Handvoll Aspekten. Und die Puzzleteile waren so groß, dass ein ganzer Katzenkopf drauf passte.

Aber.

Es wusste damals niemand was mit diesem Studium anzufangen ist. Ich wusste es auch nicht. 

Ich glaube bis heute hat sich das auch nicht geändert.

Niemand kann dir sagen, was du mit Andragogik anfangen wirst.

Heute bin ich weiter ... ich weiß wie das mit den Entscheidungen funktioniert. Ich weiß, wie es zustande kommt, dass sich eine Entscheidung richtig anfühlt. 

Und kann es sogar nach meinem eigenen Modell erklären. Nach meinem eigenen Model!!! 

Daran ist diese Andragogik schuld.

Wer hätte mit diesem Ergebnis zu dem Zeitpunkt gerechnet ... als die Welt Angst hatte weil wir da waren und wir so laut wir konnten Viva Alphaholker über den Schulhof gröllten. 😂😂😂


Das Meiste ist noch nicht getan - So come on let me entertain you!

Katharina Mail


Photo by Jamie Templeton on Unsplash


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