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Hast du das Wort schonmal betrachtet? Erwartung.
Ist doch eigentlich selbsterklärend. Ich erwarte was und sitze dann da und warte, bis jemand es mir gibt.
Hat wirklich wenig mit Plan zu tun.
Macht Sinn, oder?
Hier könnte der Artikel auch schon enden.
Das ist der Zusammenhang. Fertig.
Aber unser Kopf will diesen Zusammenhang nicht anerkennen. Obwohl doch schon das Wort alles beschreibt. Trotzdem. Wir haben es anders gelernt: Wir brauchen Erwartungen, um uns durch das Leben zu navigieren. Erwartung wird oft mit einem Plan gleichgesetzt.
Erwartung heißt aber eben nicht Plan. Erwartung vernebelt einen Plan. Macht ihn unsichtbar.
Und schickt dich in die Ohnmacht und ins Drama der Abhängigkeit.
Warum?
Weil wir lebendig sind. Erwartungen funktionieren ganz prima!!! Überall dort, wo die Dinge so funktionieren sollen, wie der Erfinder es sich gedacht hat. Diese Systeme bezeichnen wir als "nicht lebend". Sie funktionieren nach Regeln, die jemand für sie bestimmt hat. Autos. Thermomixe. Flugzeuge. Produktionsstraßen.
Wenn sie also funktionieren, dann verhalten sie sich erwartungsgemäß. Nach Plan.
Bei lebenden Systemen muss der Plan von innen kommen.
Wenn der Plan von außen kommt, ist es eine Erwartung.
Und was, wenn der Plan von innen kommt?
Dann ist es eine Absicht.
Keine gewollte. Eine, die einfach da war. Fast wie von allein.
Dann ist es keine Regel, die ein Erfinder sich gedacht hat. Dann ist es eine innere Bewegung. Dann ist es kein Plan in "gedachter" Art. Dann ist es ein "Ganzkörper-Plan". Etwas, das du mit deinem ganzen Sein wahrnimmst.
Kennst du solche Momente?
Wo du nicht weißt wieso, aber du weißt, dass du es tun musst weil es gut werden könnte.
Und meistens zeichnen sich diese Gewissheiten dadurch aus, dass wir eben nicht wissen, wie wir dort hin kommen. Und dann gibt es dort noch so ein Element: Wir verspüren Freude und Neugierde dabei, es rauszufinden. Wir wollen erforschen, wie es weitergeht. Wo es uns hin führt. Wem wir auf diesem Weg begegnen.
Unserer Mitmenschen fragen dann sowas wie: Und wie willst du das machen?
Das weiß ich noch nicht. Ich habe aber große Lust es rauszufinden.
Dann sind wir in einem Zustand, wo wir Antworten finden wollen.
Das ist Absicht!!!
Und diese Absicht entsteht in der Begegnung mit anderen Menschen und Ideen. Und diese Begegnung findet meistens auf Augenhöhe statt. Weil der andre irgendwie auch einen inneren Plan zu haben scheint. Eine Absicht. Und die können wir meistens als Frage formulieren.
Und dann sitzen wir da. Mit unseren Fragen. Ohne Antworten. Ein schöner Moment.
Und das führt uns zum nächsten Stolperstein.
Wenn wir eine Frage haben. Also eine Absicht etwas rauszufinden. Aber keine (verlässliche) Antwort. Dann entsteht da eine Leere. Und das können wir so schwer aushalten. Unser Umfeld auch. Leere.
Einen Platz, an den die bekannten Antworten nicht hinpassen.
Wie bei diesen Babyspielzeugen, wo die Kreise und Quadrate durch die dafür vorgesehene Öffnung geschoben werden müssen. Nur, dass eben die Förmchen und die Öffnungen nicht zusammenpassen.
Da weiß man erstmal nicht, was wie zu tun ist. Man könnte das als Handlungs-und-Denk-Leere beschreiben.
Und genau das brauchst du. Du brauchst diese Leere.
Zumindest, wenn es darum geht, Antworten auf eine Frage zu finden, die für dich gerade relevant ist.
Etwas neu zu entdecken. Eine Aufgabe, eine Fähigkeit, eine Beziehung, Freundschaft, Projekt, Amt, Geschäftsidee.
Da helfen uns Erwartungen wirklich wenig. Denn du kannst ja nur das erwarten, was du schon kennst.
Nun sitzt du aber da. Mit der Sternchenform in der Hand. Und findest keine passende Öffnung dafür.
Deine Erwartung, dass für jede Form immer eine passende Öffnung vorgesehen ist, bringt dich nicht weiter. Und wenn du an ihr festhältst, vernebelst du die zahllosen anderen möglichen Antworten. Denn du kennst sie ja nicht. Deshalb kannst du sie auch nicht erwarten.
Deshalb darfst du sie finden und entdecken. Dabei blockieren deine Erwartungen dich.
Ich habe mich irgendwann mal beworben. Da haben sie mich auch so was gefragt. Was meine Erwartungen an die Position in diesem Unternehmen sind. Ich wollte aufstehen und gehen.
Wieso um himmels Willen? Wieso denn bloß? Wie sollte ich? Und woher überhaupt?
Ich war noch nicht in dieser Position in dem Unternehmen. Sonst würde ich doch nicht in diesem Bewerbungsgespräch sitzen. Also wirklich. Damals war ich einfach nur so fassungslos. Jetzt kann ich es wenigstens erklären.
Fühlst du dich erwischt? Nicht schlimm. Stell diese fürchterliche Frage einfach niemals wieder Irgendwem.
Es sei denn, du willst Marionetten um dich versammeln. Dann ist es ok.
Aber sei dir bewusst, dass Marionetten dich immer brauchen werden, damit sie sich bewegen. Jemand muss ja die Strippen ziehen.
Wieso ich so radikal bin? Nee du. Ich bin nur klar.
Erwartungen an ein Seminar, Erwartungen an die (Geschäfts)Beziehung oder Freundschaft, Erwartungen an ein Event … Bullshit!!!
Bei genauer Betrachtung sind das alles Bereiche, die wir nicht allein "regeln" können. Wir sind in diesen Bereichen in Interaktion mit einander. Und von der Qualität der Interaktion hängt es ab. Und diese wiederum hängt von der Qualität und Bewusstheit der Absicht ab. Was willst du mit diesem Anderen entdecken, rausfinden, erforschen? Welche Leere willst du in dieser Begegnung füllen? Welche Antworten willst du finden?
Erwartungen helfen hier nicht weiter. Sie führen dich (und den Anderen) in die Ohnmacht. Dann sitzt man da nämlich und wartet darauf, dass jemand etwas tut. Jemand soll für die Sternchenform eine Öffnung machen. Das kann doch nur Drama bringen.
Erwartungen blockieren die Verantwortung und vernebeln die Antworten. Deine. Und auch die der Menschen, die mit dir zu tun haben.
Sobald du eine Erwartung an jemanden hast, entlässt du den Menschen aus seiner Eigenverantwortung sich seine eigenen Gedanken zu machen. Eigene Entscheidungen zu treffen. Eigene Wege zu suchen.
Kurz: Eigene Antworten auf Herausforderungen, die sich gerade stellen zu finden.
Das gleiche gilt für dich. Willst du Erwartungen erfüllen? Oder willst du in Begegnungen auf Augenhöhe in Ko-Operation wirken?
Banales Beispiel: Hat dir schonmal jemand gesagt, du sollst nicht grimmig gucken? Lächel doch mal. Sei einbisschen freundlicher, gelassener, verbindlicher, pünktlicher.
Siehtste! Hat nicht funktioniert.
Und hast du schonmal jemanden getroffen, dessen Absicht es war, mit dir zu lächeln? Mit dir freundlich, gelassen, verbindlich und pünktlich zu sein? Da passiert eine ganz andere Welt! Die geht nur in der Begegnung. Mit Absicht!
Wenn du versuchst, Erwartungen zu erfüllen, begibst du dich in Abhängigkeit. Wenn du Erwartungen stellst, machst du abhängig.
Das kann nur im Drama enden.
"So wird man wenigstens nicht enttäuscht." Das habe ich schon häufig gehört.
Das ist nun wirklich des Teufels Werk!!! Was für eine Falle. Das ist noch dramatischer als Drama!
Mal ehrlich. Hast du bestimmt auch schon mal erlebt. Erinnere dich dran. Du bist irgendwo. Aber eigentlich ist dir das ziemlich egal. Sitzt da rum. Aber du könntest auch genau so irgendwo anders sitzen. Und ob du nun vor dem Fernseher sitzt oder da. Macht keinen Unterschied. Und ob diese Menschen um dich herum sind, oder andre, ist auch egal. Und ob du es nun bist, die den Kaffe trinkt, oder ob wer anders den trinkt. Das ist auch austauschbar. Hauptsache du kriegst die Zeit irgendwie rum. Aber du erfüllst die Erwartung. Du bist da. Du trinkst den Kaffe. Ist doch alles in Ordnung, oder?
Nichts zu erwarten um wenigstens nicht enttäuscht zu werden. Das ist noch das schlimmste, was du tun kannst. Wirklich. Denn dann wird das zu deiner Absicht: Ich erwarte nichts.
Dazu nur kurz. Damit erstickst du alles Lebendige.
Überleg mal, was dahinter steckt.
Es ist nicht, ich lasse meine Erwartungen los und lasse mich von den Antworten, die ich auf meine Frage finde, überraschen.
Dahinter steckt: Ich erwarte, dass ich nichts bekomme und auch niemals irgendwas bewirke. Es macht nämlich keinen Unterschied, ob ich bin oder nicht. Ich habe keine Fragen an das Leben!
Das. Das ist bitter. Das ist mehr als dramatisch. Es ist lebensfeindlich.
Wenn du da mal so ganz ehrlich drauf guckst.
Was dann? Was tun? Na, Antworten suchen. Antworten auf die Frage: Mit wem will ich woran wirken?
Nicht: Was erwarte ich? Was wird von mir erwartet? Nein. Das nicht!
Stell eine Frage: Mit wem will ich die Antworten, auf welche Frage auf Augenhöhe erforschen?
Nicht bei, für, an dem Anderen. Schau für dich. Das ist wichtig.
Enttarne deine Erwartungen. Das ist der wichtigste Schritt. Fang an zu entdecken, wo du mit der Erwartungs-Brille an dich, andere oder die Situation durch die Welt rennst.
Wie du sie erkennst?
Ganz einfach. Du hast das Gefühl, dass egal was du tust, gar nix bringt und du dich mit jedem Schritt von deiner Wirksamkeit und Lebensfreude entfernst. Teufelskreis.
Darunter liegt ein simples und so weit verbreitetes Verhaltensmuster. Mit den kommenden Impulsen öffne ich für dich den Raum, um schrittweise deine Erwartungs-Brille zu ertasten.
No.More.Drama.
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