Dieses Zu-viel kenne ich nicht nur aus der Theorie. Ich bin diesen Irrweg selbst gegangen: mich klarer positionieren, professioneller wirken, verständlicher und marktfähiger werden – und mit jedem Schritt meine eigene Komplexität weiter herunterfahren. Irgendwann hörte ich nur noch: „Ich höre, was du sagst, aber ich kann dich nicht verstehen.“ Da wurde mir klar: Ich hatte mich bis zur Unkenntlichkeit reduziert.
Die Wende brachte ein Workshop, in dem ich selbst Teilnehmerin war. Fast alle arbeiteten daran, zu erkennen, dass sie genug sind, nicht zu wenig. Ich saß da und dachte: „Und ich?" In diesem Moment wurde mir bewusst, was ich schon lange gespürt hatte: Ich bin gar nicht zu wenig. Ich bin zu viel.
Seitdem entwickle ich keine Formate mehr, die komplexe Menschen in einfache Schubladen pressen. Ich baue Räume, in denen hohe Komplexität nicht als Problem behandelt, sondern in echte Passung gebracht wird.
Ich bin Katharina Barrenscheen, Diplom-Pädagogin, Coach, systemische Aufstellerin und Entwicklerin der Blickfeld-Methode. Ich beobachte seit Jahren, wie interessante Menschen und Themen in den eigenen vier Wänden stecken bleiben und es nicht in die Welt hinaus schaffen. Obwohl die Welt genau das braucht – das Andere, das Besondere.
Wenn Du spürst, dass hier jemand wirklich versteht, worum es geht – dann ist der nächste Schritt einfach.


