Du weißt, wie man Probleme löst. Du wirst geholt, um Probleme zu lösen. Dein Problem entsteht erst, wenn es keine Probleme zu lösen gibt. Dann gerätst du in die Zu-Viel-Dynamik. Dieses Gefühl, nicht wirklich zu passen, dich immer wieder "weniger machen zu müssen" als du bist und dich gefangen zu fühlen, obwohl du gehen könntest.
Das Problem ist nicht rational. Nicht emotional. Es ist relational.
Es liegt nicht nur in dir. Und nicht nur in den anderen. Es liegt in der Passung – oder genauer: in der gestörten Passung zwischen deiner inneren Varietät und den Systemen, in denen du lebst.
Deshalb greift Anpassung nicht. Sie zementiert das Problem nur – anstatt es aufzulösen.
Wenn du zu viel denkst, fühlst, verstehst, durchschaust, in Zusammenhang bringst und benennst – in einem Raum, der dafür zu klein ist – dann ist das die Zu-Viel-Dynamik
Deine innere Varietät ist hoch. Je vielschichtiger und komplexer du bist, desto größer oder häufiger sind die relationalen Probleme in deinem Leben. Umso öfter bist du „Zu-Viel". Umso mehr hast du gelernt, dich anzupassen. Und: Umso mehr Passung darfst du herstellen, damit du genau dort (wieder) Mehr-Als-Genug wirst.
Umso mehr Passung du herstellst, umso mehr wirst du dort, wo es am meisten zählt, (wieder) Mehr-Als-Genug.
Der erste Schritt beginnt mit Verstehen.
Jedes Tun ist erkennen. Jedes Erkennen ist tun.
Es liegt nicht nur in dir. Und nicht nur in den anderen. Es liegt in der Passung – oder genauer: in der gestörten Passung zwischen deiner inneren Varietät und den Systemen, in denen du lebst.
Deshalb greift Anpassung nicht. Sie zementiert das Problem nur – anstatt es aufzulösen.