So wächst die Zu-Viel-Dynamik

Drei Themenbereiche deiner Veränderungsregie

Du mit dir

beyondSTRUGGLE 

Du bist mit dir im Frieden. An sich. Finde heraus, wie du dich gerade deshalb in Kämpfe verwickelst.
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Du mit anderen

beyondDRAMA

Augenhöhe findest du super! Die anderen auch. Bis du deine Idee einbringst. Dann ist Drama. Hier meine Idee dazu.
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Du mit der welt

beyondFEAR

Dort, wo die Welt still steht ist die Grenze deiner Entwicklung. Erfahre hier, wieso das nicht so bleiben muss.
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beyond
STRUGGLE

Du mit Dir.

Ich sach's ma wie es ist: Wenn du dein Potenzial in den Tiefen deiner Persönlichkeit versteckst, ganz gleich welche Gründe du dafür hast, dann kann dir kein Balance-Bullshit helfen.

Und dann ist es egal ob du dich mit unpassenden Menschen und Aufgaben zu Tode verausgabst oder zu Tode langweilst. Das Ergebnis ist das gleiche: Du vergeudest dein Potenzial, weil du gegen deine Möglichkeiten kämpfst.

Du schmeißt deine Perlen vor die Säue und beklagst dich, dass sie im Schlamm untergehen.

Das bringt dich nur von einer Abwärtsspirale in die nächste.

Da brauchen wir uns über Unzufriedenheit und Kampf nicht zu wundern. Aber wie sind wir da eigentlich reingekommen, in diese Abwärtsspirale?

Weil du mehr wurdest – als deine Rollen fassen konnten.

So entsteht Kampf generell.

Jeder von uns ist mit Möglichkeiten auf diese Welt gekommen. Diese können wir nicht loswerden. Wir tragen sie immer in uns. Sie verschwinden nicht. Selbst wenn wir es uns wünschten. Oder lieber ganz andere hätten. 

Wichtig ist dabei: In uns sind sie Möglichkeiten. Erst wenn wir sie durch unser Wirken in die Welt bringen werden sie zu Wirklichkeiten. Das nennt man dann Potenzialentfaltung. Und das ist unser Job hier auf dieser Welt. Je besser wir das hinkriegen, desto authentischer sind wir. Dann sind wir genau an dem Platz, der für uns gedacht ist. Und hier vollbringen wir wahre Wunder. 

Sobald wir aufhören das zu tun, beginnt der Kampf. Erstmal immer in uns. Und diesen tragen wir dann später nach Außen. 

Aus irgendwelchen Gründen beginnen wir unsere Möglichkeiten mit denen anderer zu vergleichen. Wenn man das so liest, klingt es schon verrückt. Ich weiß. So tun wir es aber nun mal. Wir gehen hin und sagen zu uns selbst: Nee. Diese Möglichkeiten will ich nicht. Ich will lieber die von Susanne oder Max.

Dieser Vergleich führt dazu, dass wir nun eine gewisse Diskrepanz zwischen unseren Möglichkeiten und den Wirklichkeiten von Susanne und Max entdecken. Ist unlogisch. Ich weiß. Machen wir aber. Denn wir können von den anderen ja immer nur die Wirklichkeiten wahrnehmen. Und nicht die Möglichkeiten. Die sind doch noch in denen drin. Noch nicht durch ihr Wirken in die Welt gebracht. Trotzdem machen wir das so. 

Diese Diskrepanz versuchen wir dann zu weg zu machen. Durch Kontrolle. Das passiert automatisch. Sobald wir in Vergleichen denken, entsteht der Impuls zur Kontrolle: Ich muss jetzt etwas tun, um diese Diskrepanz aufzulösen. Und das mündet dann im Kampf-Verhalten. Erstmal in uns.

Und wo wir eigentlich ganz natürlich unsere Möglichkeiten wahrnehmen würden, dann dem Instinkt folgen, wie diese zu Wirklichkeiten werden können und uns so authentisch durch diese Welt bewegen und unseren Job erfüllen: Nämlich Potenzialentfaltung. In genau der Logik bringen wir auch den Kampf in diese Welt: Wir denken in Vergleich, dieses Denken löst den Impuls zur Kontrolle aus und das mündet im Kampf.


So zeigt sich Kampf in der "Zu-Viel-Dynamik"

Du hast bis hierher gelesen und denkst dir: Ja. Habe ich verstanden. Wo ist da die Zu-Viel-Dynamik? Pass auf. Jetzt wird es richtig spannend.

Mal angenommen: Irgendwer ist mit seinen Möglichkeiten nicht einverstanden, will lieber die von wem anders und kämpft mir sich selbst. Damit ist er in guter Gesellschaft. Alle anderen machen auch so. 

Und dann kommst du. Und machst da einfach nicht mit. Du schaust auf deine Möglichkeiten und lässt sie Wirklichkeiten werden. Das kommt garnicht gut an. Dadurch machst du die anderen leider auf ihre unverwirklichten Möglichkeiten aufmerksam. Auf den Kampf, den sie nicht sehen wollen. Für den willst du aber nicht empfänglich sein. Du sendest auf einer anderen Frequenz. Das machst du so lange, bis du das Gefühl hast, dass du irgendwie unnormal bist. Irgendwie anders. Irgendwie nicht passend. Und dieses Gefühl wird dir auch ständig bestätigt. Du bist nicht passend für die meisten Rollen. 

Das ist der Punkt, wo deine Zerrissenheit beginnt. Zwischen dem, was du sein sollst und dem, was du bist. Weil du mehr zu sein scheinst, als die meisten Rollen definieren, fängst du an dich zu reduzieren. So lange, bis du nicht mehr weißt, wer du bist. Und irgendwann keinen Überblick mehr hast, welche Anteile du eigentlich alle wie unterdrückst. 

Und jetzt frag dich nochmal, wo diese latente Unzufriedenheit herkommt, obwohl eigentlich alles gut ist. 

Solange du dem Kampf widerstehen kannst, bist du der wandelnde Spiegel für die ungenutzten Potenziale der anderen. Bis du nicht mehr widerstehen kannst und dich reduzierst um nicht immer wieder der Spiegel zu sein. Um nicht zu viel zu sein. So lange, bis du nicht mehr magst, wie du bist.  

Und das ist richtig richtig dolle traurig. Zurecht. Und es gibt einen weg da raus. Ich nenne ihn die Rollen-Varietät.

Das kannst du tun.

Deine Instinkte, deine Möglichkeiten, deine Begabung. Sie wollen gesehen, gelebt, gefeiert, geehrt, geschärft, genutzt und wirkungsvoll in Szene gesetzt werden.

Ich denke, du gibst mir Recht, wenn ich sage: Sobald du dein Potenzial lebst, musst du dich davon nicht erholen!!! Und du brauchst auch kein Balance-Bullshit. Wirklich nicht.

Wenn du also mehr wirst, als deine Rollen fassen können, dann brauchst du Rollen-Varietät. Keinen Work-Life-Balance-Bullshit. Und die Rolle, die diese Varietät herzustellen in der Lage ist, die hast du inne. Niemand anders kann das für dich tun. Aber du musst es auch nicht allein tun.

In der Veränderungsregie findest du unterschiedliche Formate, in denen du Rollen gestalten kannst, die deine Fähigkeiten integrieren und die passenden Menschen authentisch anziehen.

beyond
DRAMA

Du mit Anderen.

Es beginnt immer so harmlos. Und es endet so dramatisch. Und dazwischen ist es ungewiss.

Ja. Wir haben dann so eine Ahnung, dass etwas nicht stimmt. Es ist so ein Gefühl. Kriegen aber die Situation nicht gegriffen. Faktisch kriegst du auch keinen Haken dran.

Irgendwie werden Absprachen getroffen, aber nicht eingehalten und dafür gibt es ja so viele Begründungen. Diese Gründe sind ja auch da. Aber irgendwie wirken sie wie an den Haaren herbei gezogen. So als würde es um etwas ganz anderes gehen.

Nun. Es werden Gespräche geführt. Zahllose Gespräche. Mit ihm und ihr und ihm und uns und denen. Macht aber alles nicht besser. Fast wirkt die Situation nur noch verstrickter und hoffnungsloser.

Zwischendurch wurde wenigstens ein Schuldiger gefunden. Das hat's kurzzeitig besser gemacht. Diese Ruhe vor dem Sturm war jedoch trügerisch.

Der Teufelskreis dreht sich unaufhaltsam. Die Abhängigkeiten wachsen. Die Erwartungen auch. Und die Ohnmacht. Was für ein Drama!!!

Nervig, ne?!?! Und wie kam das alles?

Weil du mehr wurdest – als deine Begegnungen fassen konnten.

So entsteht Drama generell.

Wenn wir bewusst Menschen begegnen, dann passiert das immer auf der Grundlage einer Absicht. Da ist ein Bedürfnis, das uns in diese Begegnung gehen lässt. Häufig wollen wir in der Begegnung etwas erfahren, beobachten, mitmachen, ergründen, gestalten oder teilen. Auch wenn wir unbewusst in Begegnung sind, liegt dem auch eine Absicht zugrunde. Nur ist diese eben einem noch unbewusst. Dann sagen wir sowas wie: "Wir werden sehen, wozu es gut ist." Und wenn wir genau hinschauen, dann ist das auch eine Absicht: Ich will erfahren, wo mich diese Begegnung hinführt.

Eine Absicht zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich in dir aus einem inneren Bedürfnis heraus bildet und dich dabei leitet, diese Begegnung auf Augenhöhe zu gestalten, ohne ständig darüber nachzudenken wie du was sagen sollst, damit es so ankommt, wie du es meinst. Je bewusster du dir dieser Absicht bist, desto exakter wirst du geleitet. Wichtig ist dabei: Deine Absicht sagt nur etwas über dich und deinen Anteil an dieser Begegnung aus.

Je klarer dein Gegenüber sich seiner Absicht ist, desto ergiebiger wird die gemeinsame Ko-Operation. Dann ist klar, was jeder hinein gibt und was er bekommt.

Sobald einer der Beteiligten beginnt Erwartungen zu formulieren, am besten noch unausgesprochene, öffnet sich die Tür zum Drama. Du fragst dich vielleicht gerade, ob ich nicht vielleicht über dramatisiere. Nee. Tu ich nicht. Wir sind einfach nur so sehr mit dem Drama vertraut, dass es sich eigentlich in allen Lebensbereichen zeigt. 

Sobald ich nämlich eine Erwartung an einen anderen Menschen ausbilde, verlasse ich meinen Tanzbereich und dringe in den des anderen ein. Und damit kann ich weder meine Schritte tanzen, noch seine für ihn. Das Ergebnis ist das Gefühl der Ohnmacht. Und zwar zurecht! 

Und dann denken wir so oft, dass wir doch einfach nur die Erwartungen konkretisieren und uns darüber austauschen müssen. Doch damit feuern wir das Drama noch an. Die Begegnung ist dann geprägt von Abhängigkeiten. Und mit jedem klärenden Gespräch und jeder neuen Vereinbarung entfernen wir uns von den Antworten auf die eigentliche Frage in der Situation. Und damit von echter Ko-Operation auf Augenhöhe. Denn diese haben ihren Ursprung in der Absicht.

So zeigt sich Drama in der "Zu-Viel-Dynamik"

Also. Wir stellen fest: Komplexe Geschichte bis hierher! Und jetzt packen wir noch einen oben drauf.

Solange alle damit beschäftigt sind, sich gegenseitig in Erwartungen zu verheddern. Ist man sich ja zumindest in der Eben der Begegnung einig.

Stell dir vor: Du hast eine glasklare Absicht. Und mit dieser gehst du in ein Umfeld, wo die Menschen mehr im Erwartungs-Modus miteinander sind. Das können Freundschaften, Partnerschaften, Familien, Teams, Organisationen, Vereine oder oder oder sein. Du teilst deine Absicht und alle gucke dich an wie ein Auto. Niemand kann sie verstehen und somit auch nicht teilen kann. Dann kannst du in einem Raum voller Menschen sein und fühlst dich trotzdem allein. Ich weiß, das musst du dir nicht vorstellen. Das erlebst du oft genug. 

Das ist der "Zu-Viel-Moment". Eine Absicht trifft auf einen Raum voller Erwartungen. Wenn man noch nicht mal feststellen kann, auf welcher Ebene die Begegnung misslingt.

Du hast schon probiert, deine Absicht exakter zu beschreiben. Oder lebendiger. Humorvoller. Einfühlsamer. Das hat die Situation nicht besser gemacht. Eher ohnmächtiger. Dein Gegenüber war verwirrt. Und hat sich mit einer Frage nach deinen Erwartungen dafür "gerächt". Oder noch besser, mit seinen Erwartungen an dich. Und ruckzuck war die Begegnung von Erwartungs-Erwartungen geprägt. Und wenn du dann noch erwartest, dass der andere doch irgendwie seine Absicht klar haben sollte. Dann ist das Drama perfekt. Und spätestens hier werden die Abhängigkeiten deutlich. Kennst du den alten Schlager "Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur du denkst ...".

Solange du an deiner Absicht festhältst und versuchst, diese zu verdeutlichen und die des anderen einzufordern, wirst du den Erwartungsmodus zementieren. Bis du nicht mehr widerstehen kannst und deine Absicht oder dich reduzierst. Um nicht zu viel zu sein. So lange, bis du nicht mehr magst, wie du bist.

Und das ist auch richtig richtig dolle traurig. Zurecht. Und es gibt einen weg da raus. Ich nenne ihn die Beziehungs-Varietät.

Das kannst du tun.

Wenn du dich also permanent übersetzen musst, damit andere dir folgen können. Wenn du mehr wirst, als deine Begegnungen fassen können. Dann brauchst du nicht noch mehr Rhetorik-Hacks. Du brauchst Beziehung-Varietät. 

Das ist die Kompetenz, Ko-Operationen (im Sinne von Begegnungen) auf Augenhöhe zu gestalten, in denen bewusstes Geben und Bekommen kommunizieerbar sind. 

beyond
FEAR

Du in der Welt.

Du ahnst es. Es ist auch schon lange dran. Gefühlt. Hat sich immer mal gemeldet. Du konntest diesen Gedanken bisher ganz gut weg drücken. Jetzt nicht mehr.

Du willst deine Richtung korrigieren. Eine neue einschlagen.

Was das mit Mut zu tun hat?

Diese Richtungskorrektur hat das Potenzial, dein gesamtes Wirken auf den Kopf zu stellen. Alles könnte anders werden. Muss nicht. Wird aber wahrscheinlich. Aber es fühlt sich richtig an. Total richtig. Und dran.

Aber was hält dich davon ab? Was sorgt dafür, dass du die Hosen voll hast bei dem Gedanken?

Wenn du mal alle faktischen und logischen Gründe als wichtig, aber nicht wesentlich erkennst, stellst du fest: Es ist etwas in dir drin. Es sitzt in dir und sabotiert deinen mutigen Weg. Es sitzt da und sorgt für Stagnation.

Dick und fett sitzt es im Weg und macht sich extra schwer, so dass noch nicht mal Obelix es dort weg bewegen könnte.

Aber eine Person kann es. Genau. Das bist du.

Die Angst als Kompass für deine Entwicklung zu nutzen.

Und pass auf. Wenn an dieser Theorie wirklich was dran ist, dann kommt die Angst tatsächlich um dich in Richtung Entwicklung zu schubsen. Sie sagt dir, wo du von Bewertung auf Unterscheidung umstellen darfst.

Du brauchst die Angst nur ohne Angst zu betrachten.

Die Angstvermeidung sorgt für ein WEG-VON-Gefühl in uns und führt uns in die Stagnation.

Die Angstbewältigung sorgt für ein HIN-ZU-Gefühl in uns und führt uns in die Entwicklung.

So entsteht Angst generell.


Denken in Bewertung: Wir denken in gut und schlecht. In richtig und falsch. Im Grunde war es das schon. Dadurch bewerten wir. Gefühlter Modus - Entwertung: Und dann wundern wir uns über so ein komisches Gefühl. Es fühlt sich so klein an. Und schwer. Es ist die Entwertung, die wir da im Bauch spüren. Aus diesem Gefühl von Entwertung heraus denken wir wieder Gedanken. Es kommen neue Bewertungen heraus. Was auch sonst?!?

Verhalten: Angst. Und wenn wir uns in diesem Teufelskreis drehen, dann kreieren wir ziemlich viel Angst. Und so gehen wir die Schritte die wir gehen, im Angstmodus. Und weil die Angst uns dadurch immer näher kommt, wir sie aber nicht sehen wollen, rennen wir schneller. Und sie rennt uns hinterher. Was du im Alltag spürst ist Stagnation. Zurück willst du nicht. Vorwärts kannst du nicht. Hier bleiben ist auch nix. Puh. Ganz schön düster.

Denken in Unterscheidung: Stell dir vor. Du hast einen Gedanken. Und statt den Gedanken in gut und schlecht zu bewerten, probier mal, den einen von den anderen zu unterscheiden. Beschreibend. Nicht bewertend. Gefühlter Modus - Entscheidung: Als logische Folge kannst du gar nicht anders, als dich zu entscheiden. Da kommt dann ein Gefühl von: Das mache ich jetzt. Es ist ganz leise, verschmitzt, neugierig und zögerlich. So als würdest du durch ein Schlüsselloch schauen, bevor du wagst, die Tür einen Spalt zu öffnen.

Und wenn du dich in diesem Kreis von Unterscheidung und Entscheidung drehst, ist Entwicklung vorprogrammiert. Oder? Wie siehst du das?

Verhalten: Entwicklung. Auf einmal entsteht eine bewusste HIN-ZU-BEWEGUNG. Es ist wie ein Sog, der dich vorwärts gehen lässt. Du läufst nicht mehr WEG-VON-Irgendwas. Und die Starre verschwindet.

Was du im Alltag spürst ist Ko-Kreation. Und dein Mut etwas zu wagen, aktiviert sie. Du gestaltest deinen HIN-ZU-Weg. Auf diesem triffst du Menschen. Deine Menschen gestalten mit. Gemeinsam entsteht Neues.

So zeigt sich Angst in der "Zu-Viel-Dynamik"

Du fühlst dich einfach fehl am Platz. Scheinbar überall. Denn irgendwie scheint sich jeder das Recht heraus zu nehmen, dich zu bewerten. Und das auf Grundlage der eigenen begrenzten Unterscheidungsfähigkeit. Die Konsequenz ist dabei Ausschluss aus dem System. Entwertung. Stillstand. Und es ist egal, in welcher Position du aus der Gruppe ausgeschlossen wirst. Entwertung ist Entwertung.

So richtig verstehst du dich selbst auch nicht. Eigentlich hast du nicht besonders große Lust auf diese Gruppe. Aber trotzdem fühlst du dich gefangen, obwohl du gehen könntest. Das ist denkbar ungünstig. Denn wir Menschen wollen uns einer Gemeinschaft zugehörig fühlen.

Und das ist auch richtig richtig dolle traurig. Zurecht. Und es gibt einen weg da raus. Ich nenne ihn die Beziehungs-Varietät.

Das kannst du tun.

Wenn du dich also permanent reduzieren musst, damit andere bewerten können, ob sie da mitmachen oder dich mitmachen lassen. Wenn du mehr wirst, als deine Kontexte fassen können. Dann brauchst du niemanden , der für dich eine Delle in´s Universum schlagen will. Du brauchst Kontext-Varietät. Und zwar genau dort, wo du in bewusster Wechselwirkung ko-kreativ Zugehörigkeit schaffen willst. Das ist nämlich Entwicklung.

Das Muster ist erkennbar.

Je mehr du versuchst, dich anzupassen, desto weniger magst du, wie du bist.

Du siehst diese Dynamiken klar. Du kannst sie benennen, einordnen, analysieren. Was du noch nicht hast, ist eine konstruktive Bewegung da raus – und das liegt nicht an unterkomplexer Analyse oder oberflächlicher Wahrnehmung.

Du steuerst deine Wirkung bewusst nach unten.

Nicht weil du weniger kannst. Sondern weil du weißt, dass dein volles Tempo den Raum überfordert. Du regulierst dich – professionell, routiniert. Mit dem Nebeneffekt, dass du einen wachsenden Teil deiner Kapazität systematisch unterdrückst.

Du kommunizierst präzise. Und wirst trotzdem nicht gehört.

Nicht weil deine Botschaft unklar wäre. Sondern weil das Gegenüber nicht die Varietät hat, sie aufzunehmen. Du kannst das erkennen, einordnen, akzeptieren – du übersetzt dich und wirst trotzdem nicht verstanden. Vielleicht auch gerade deshalb.

Du lieferst, was gefragt ist. Und nicht, was möglich wäre.

Du kennst den Unterschied. Du weißt genau, welche Lösung wirklich trägt – und welche durchgeht. Du wählst die zweite. Weil die erste als zu kompliziert wahrgenommen wird. Das ist pragmatische Anpassung. Und sie kostet mehr, als sie bringt.

Du gestaltest, wo es geht. Und spürst, wo es aufhört.

Du weißt genau, wo die gläserne Decke ist. Du kennst die unausgesprochenen Grenzen, die informellen Regeln, die stillen Widerstände. Du navigierst sie professionell. Aber du navigierst sie – statt den Raum zu bauen, der dir eigentlich entspricht.

Du koordinierst, vermittelst, hältst zusammen.

Du denkst für andere mit. Du siehst Dynamiken, bevor sie explodieren. Du löst still, was laut werden würde. Das gehört zu deiner Kompetenz. Was fehlt, ist ein Kontext, der diese Kompetenz benennt, nutzt und zurückspiegelt.

Du entwickelst dich weiter. Der Kontext nicht.

Deine Expertise wächst. Dein Urteilsvermögen schärft sich. Der Kontext, in dem du dich bewegst, bleibt konstant. Das Gefälle wird größer – nicht weil du zu viel forderst, sondern weil Entwicklung dein Normalzustand ist.

Passung entsteht nicht
durch Anpassung.

Sondern durch Varietät.

Für eine erfolgreiche Interaktion zwischen zwei Systemen braucht es keine Gleichheit – aber Passung. Das bedeutet: Die Varietät beider Seiten muss kompatibel sein. 

Ein System kann nur dann erfolgreich mit einem anderen interagieren, wenn seine Varietät mindestens der des Gegenübers entspricht. (Nach W. Ross Ashby)

Varietät bedeutet: Die Anzahl der Handlungsoptionen und möglichen Zustände in einer bestimmten Situation.

Dein Problem ist nicht rationaler Art. Auch nicht emotionaler. Es ist realatonaler Art!

Ist die Varietät nicht kompatibel, reguliert das übergeordnete System die dazugehörigen Elemente. Wenn das Umfeld über weniger Varietät als das Individuum verfügt, reguliert es das Individuum durch Reduktion, Ausgrenzung oder Ignoranz. Und nicht andersrum!

Es besteht ein Gefälle der Varietät zwischen dir und dem System, in dem du wirkst.

Die Antwort darauf liegt nicht in mehr Expertise. Sondern in einem anderen Verhältnis zwischen dir, deiner Varietät und dem Kontext, in dem du sie einsetzt.

Das ist Autonomie.

Warum dieses Angebot existiert.

Ich saß in einem Workshop und wurde leicht genervt.

Etwa 90 Prozent der Teilnehmenden arbeiteten daran, sich bewusst zu machen, dass sie genug sind. Dass sie wertvoll sind. Dass sie mehr sind, als man ihnen versucht hat unterzujubeln. Das war ihr Thema. Ihr Schmerz. Ihr Weg.

Und ich saß da und merkte: Das ist alles stimmig, nur nicht meins. 

Innerlich, fast unbewusst, schoss mir ein Impuls durch den Kopf.

„Und was ist mit mir?"

Ich hatte ja den gleichen Preis wie die anderen für diesen Workshop bezahlt. Wieso betrachten wir nicht auch meine Perspektive?!?

In diesem Moment wurde mir schlagartig bewusst, was ich eigentlich schon immer ahnte, nur mir nicht einzugestehen wagte: Ich bin scheinbar anders. Ich bin mehr so zu viel!

Eine Woche später saß ich mit einem guten Freund am Küchentisch. Wir kennen uns seit der siebten Klasse. Ich erzählte ihm von diesem Moment. Es hat ihn traurig gemacht. Er fragte mich, was denn die konstruktive Deutung des Zu-Viel sein könnte. Und ich saß da, Wein in der Hand, und wusste einfach keine Antwort! Absolut keine Idee! Untypisch für mich. Er hat noch kurz gewartet. Er wusste ja schon die Antwort auf seine eigene Frage. Und er war sich sicher, dass ich von allein drauf kommen würde. Schließlich ist es ja sogar mein Beruf auf sowas zu kommen. Aber nee. Da kam nix. Ich saß da einfach in diesem "Zu-Viel-Modus" und kam da einfach nicht raus. 

Irgendwann hatte er dann scheinbar Mitleid oder sowas mit mir. „Bist du blöd? Was, wenn du nicht zu viel bist? Was, wenn du mehr als genug bist?"

Dieser Moment hat mich mit der Welt versöhnt. Und ich war ihm dankbar, dass er mir eine Tür aus diesem elendigen Modus aufgezeigt hat. Durch gehen musste ich dann aber schon noch selbst. Hat einpaar Monate gedauert. Einpaar mehr Monate.

Nicht jeder hat gerade einen solchen Menschen an seiner Seite. Deshalb habe ich meine Angebote auf genau diese Transformation ausgerichtet – vom „Ich bin scheinbar zu viel" hin zum „Ich bin mehr als genug." 

Für Menschen, deren Problem nicht emotionaler Art ist. Schon gar nicht rationaler Art. Sondern relationaler Art.

Das ist das selbe Video wie auf der Startseite. Falls du es noch nicht angesehen hast: Mach es bitte. Dauert 25 Minuten und beleuchtet die Zu-Viel-Dynamik.
Du weißt es  nun

Du bist in der Zu-Viel-Dynamik

Und jetzt?

Das ist keine Kleinigkeit. Aber es ist auch noch keine Antwort. Denn die eigentliche Frage ist nicht, ob du mehr als genug bist. Die Frage ist, was du damit machst.

Es gibt zwei Wege von hier.

Weg 1

Autarkie

Du machst es mit dir selbst aus. So wie immer. Du brauchst niemanden, der hinterhertdenkt oder zurückbleibt. Das ist vertraut. Und es hat seinen Preis: Erschöpfung vom Stillstand. Das leise Gefühl, dass Verbindung auf Augenhöhe vielleicht doch nicht für dich ist. Dass es "deinen Platz" nicht gibt.
Weg 2

Autonomie

Nicht Unabhängigkeit – sondern Passung. Die Kompetenz, dich selbstbestimmt und authentisch in Beziehungen zu bewegen. Ohne dich zu verleugnen. Ohne das System zu sprengen. Das ist komplexer. Und konstruierbarer, als du denkst.

Es gibt Muster, die helfen, Passung bewusst herzustellen. Relationale Muster. Keine Techniken, keine Frameworks – sondern Zusammenhänge, die du erst erkennst, dann verstehst, dann in deinem Alltag erforschst und schließlich aktiv gestaltest.

Im kostenlosen 60-Minuten-Video beschreibe ich, wie das Gesetz der erforderlichen Varietät nicht nur erklärt, was bisher nicht gepasst hat – sondern wie du anfängst, Passung aktiv herzustellen. In Theorie und in Praxis.

Video-ImpulS · 60 Minuten · kostenlos 

Autonomie im Kontext der Zu-Viel-Dynamik - So hängt alles zusammen.

Trag dich ein. Nicht weil du dir sicher bist. Sondern weil du die Alternative – Erschöpfung von Stillstand, Ohnmacht und Unzufriedenheit – bereits kennst. Und du magst einfach nicht mehr, wie du da bist!
30 Tage kostenlos
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