Wirkung - Was hat die mit Veränderung zu tun?

Wirkung - Was hat die mit Veränderung zu tun?

Kennst du das? Du triffst einen Bekannten auf der Straße.

Ihr habt euch länger nicht gesehen. Und da kommt er, dieser Satz:

"Mensch. Hab dich fast nicht wieder erkannt. Du wirkst ja so verändert!"

Und du denkst dir: Jaaaa? Nööö. Eigentlich nicht. Woher kommt diese Wirkung?

Du hast ja einfach so gelebt. Seit eurem letzten Treffen. Mal ging es bergauf. Mal bergab. Und zwischendurch mal entspannt auf dem Plateau. Du hattest nicht die Distanz zu dir. Kein Vorher-Nachher-Bild. Du hattest die Live-Übertragung.

Aber woran merkst du, dass du dich in einer Veränderung befindest? Das ist mein "Aha!?! der Woche". Dieses möchte ich mit dir teilen.

Es ist deine Wirkung. Genauer gesagt: Deine Wirksamkeit. Sie fehlt auf einmal.

Das ist ein sicheres Anzeichen dafür, dass du dich mitten drin in einem Veränderungsprozess befindest. Wieso? Das erfährst du in diesem Blog-Artikel.

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Erstmal: Was ist Veränderung?


In meinem Verständnis ist das die einfachste Definition für Change-Management: Du musst etwas Altes verlernen, dafür etwas Neues erlernen und sicherstellen, dass du dazwischen nicht durchdrehst.

Diesen Effekt habe ich schon in diesem Blogartikel erläutert.

Heute schauen wir mal genauer in dieses Dazwischen.

Das ist nämlich das richtig nervige an Veränderungen. Wenn das Alte nicht mehr gilt und das Neue noch nicht. Ganz anstrengend. Und an sich, ist genau das die Veränderung.

Du bist in diesem Kokon. Du weißt, du wirst nicht wieder eine Raupe werden können. So viel steht fest. Du weißt aber auch noch nicht, wie es ist, ein Schmetterling zu sein. Du bist also in diesem Kokon und weißt nicht, welche Wirkung jetzt dein Job ist. Was soll das Ergebnis sein? Sollst du so wirken, wie eine Raupe? Oder so wie ein Schmetterling?


Was ist diese Wirkung?


Versuch mal eine eindeutige Definition von Wirkung zu googeln. Geht nicht richtig eindeutig und leicht verständlich zugleich. Noch nicht mal bei Wikipedia. Die eindeutigste knappe Definition von Wirkung findet sich in der Physik. Aber wenn ich das anschaue, dann sieht das für mich aus wie Krickelkrakel. 

Aber das ist doch das Wort, was wir so häufig benutzen. Auch was wir zu hören bekommen, in solchen Treffen. Du wirkst so verändert. Wir nutzen das Wort so häufig in unserer alltäglichen Sprache.

Woran merken wir jedoch diese Wirkung? 

Du wirkst gestresst. Du wirkst entspannt. Aufgeregt. Freudig. Ruhig. Entschlossen. Unsortiert. Aufgeräumt. Und so. 

Da muss es also etwas in dir geben. Dieses Etwas wirkt. Und dann gibt es dein Gegenüber. In ihm wirkt auch etwas. Und wenn der eine in dem anderen eine bekannte Wirkung erkennt, dann sagt er: Du wirkst so und so. Dann hat die Wirkung für euch eine ähnliche Bedeutung.

Es ist also Zufall, dass du eine Wirkung hast. Besser gesagt. Es ist Zufall, dass dein Gegenüber das aufnimmt, was in dir wirkt. Und wie er diese Wirkung in der Folge bewertet. Darauf hast du überhaupt gar keinen Einfluss. 

Und was, wenn ich mit Absicht wirke?


Aber es gibt doch Situationen. Da wirke ich mit Absicht. Da nehme ich mir etwas vor, und das bewirke ich dann. Ich habe einen bestimmten Effekt im Sinn.

Ich nehme mir vor: Heute erkläre ich dir das Drama-Dreieck. Das mache ich so, dass du künftig vermeiden kannst, immer als Buhmann dazustehen. Und weil ich mir das vorgenommen habe und einen Plan dafür gemacht habe, deshalb wird es eine Auswirkung haben.

Ja. Das bezeichne ich dann als Wirksamkeit. Das ist deine Fähigkeit, eine bestimmte Wirkung zu erreichen. 

Es ist also ein bewusstes und zielorientiertes Wirken. Dieses funktioniert, wenn du die Parameter kennst. Ein Aspekt greift in den anderen. Sie sind dir alle bekannt. Du hast einen Plan. Und dann fallen die Dominosteine. Einer nach dem anderen. So, wie du es vorher bewirken wolltest.

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Was hat Wirksamkeit mit Veränderung zu tun?


Wenn die Wirksamkeit fehlt, dann bist du in einer Veränderung.

Es ist egal, ob du diese angeschoben hast, oder jemand anders, oder gar keiner. Wenn deine Dominosteine nicht mehr so fallen, wie du es gewohnt bist. Dann bist du mitten in diesem Dazwischen. 

Und das ist anstrengend. Und verwirrend. Für dich. Für andere. Du bist in diesem Kokon und weißt nicht, was außerhalb ist. Weil es dir noch unbekannt ist. Du kennst die Wirkung noch nicht. Deshalb kommst du nicht in deine Wirksamkeit. Denn du kannst nicht mehr wie eine Raupe wirken. Du weißt aber noch nicht, wie es ist als Schmetterling wirksam zu sein. 


Tja, was tun? 


Erstmal ist es wichtig das zu merken. 

Wieso? 

Damit du nicht in diesem Dazwischen hängen bleibst. Das wäre ganz blöd. Und sehr weit von der neuen Wirksamkeit entfernt. Wenn du nicht merkst, dass du im Dazwischen angekommen bist, wirst du dich erfolglos in der Raupen-Wirkung abmühen. Du wirst die Dominosteine immer wieder wie gewohnt aufstellen und sagen: Das hat doch sonst immer so gut funktioniert. 

Deshalb ist es wichtig zu merken: Die Zeit hat sich gedreht. 

Damit du dir erlauben kannst, in dieser fehlenden Wirksamkeit die Fühler neu auszurichten. Damit du es dir erlauben kannst, dich auf deine neue Wirksamkeit auszurichten. Damit du die Dominosteine ganz neu und anders aufstellen kannst. 

Woher du wissen sollst, was die richtige Richtung ist? Das kann dir keiner sagen. Da musst du schon dich selbst befragen. Sei dir sicher, dass die Antwort in dir schlummert. Wenn sie in einem Schmetterling angelegt ist, wieso soll sie in dir fehlen?

Vorhang auf, für deine Veränderung

Katharina Mail

2 Kommentare

  • Vielen Dank für diesen tröstlichen Blickwinkel, liebe Katharina! Ich habe meine "Zwischenpubertäten" gern auf Hormone oder ungünstige Sternenkonstellationen geschoben. So bekommt der nervige Zustand der Neuorientierung direkt etwas Erstrebenswertes für mich, weil am Ende eine tolle Überraschung auf mich wartet: Zitronenfalter oder Pfauenauge? Aufregend!
  • Liebe Sunla,
    ohja ... aufregend! Und immer einen Aufreger wert ;)
    Ich tippe bei dir auf Pfauenauge ... oder eher so einen Hauhechel-Bläuling :)

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