Du bist an einer Grenze angekommen. Mal wieder. Und diese hat nichts mit deinem Können zu tun. Es ist die Grenze des Systems selbst.
Du bist genervt, frustriert, kurz davor an dieser Welt zu verzweifeln. Nicht weil du zu wenig bist … sondern scheinbar zu viel!!!
Zu komplex für die meisten Kontexte.
Je reifer und erfahrener du wirst, umso desillusionierter und inkompatibler wirst du. Du wirst immer weniger bereit, dich anzupassen.
Mit jedem Kampf, den du in dir selbst auflöst, scheint dir das Außen weniger authentisch.
Mit jedem Drama, aus dem du dich befreist, erscheint dir das Außen weniger auf Augenhöhe.
Mit jedem Stillstand, den du überwindest, scheint sich das Außen ein Stück weniger zu entwicklen.
Alle Versuche, diese Wahrnehmung auszublenden haben nicht funktioniert. Es scheint so. Als müsstest du dich dieser Welt stellen. Mit deiner ganzen Komplexität, Tiefe und Vielschichtigkeit.
Du in deinem Mikrokosmos kommst zurecht. Hast es dir ganz gut eingerichtet. Und gleichzeitig bist du doch ein Teil dieser Gesellschaft. Das kannst du immer weniger ausblenden. Nachdem du die Gedanken, einsam im Wald zu leben oder auszuwandern verworfen hast, hast du beschlossen, dass du doch hierher gehörst. Ein Teil von diesem Ganzen hier bist und somit ein Anrecht auf deinen Platz, auf singstiftende Interaktion und Zugehörigkeit hast!!!
Gut.
Nun ist da halt dieses „Zu-Viel-Ding“ bei dir. Du denkst schneller, fühlst tiefer, nimmst mehr wahr, sprichst komplexer, verstehst mehr Zusammenhänge, siehst mehr Wechselwirkungen, erkennst mehrere gleichwertige Lösungen, kannst dir mehr vorstellen, willst und kannst mehr umsetzen (als das Außen es erlaubt).
Das ist zu viel für die meisten Kontexte. Nicht weil du wirklich zu viel bist, sondern weil die meisten Räume zu klein sind. Sie können deine Komplexität nicht (er)fassen. Nicht halten.
Du hast schon so viel versucht: Einfacher gesprochen als du gedacht hast. Weniger umgesetzt als möglich gewesen wäre. Öfter geschwiegen, als du was zu sagen gehabt hast. Hast für andere mitgedacht. Hast ihnen die Arbeit abgenommen. Hast darauf gesetzt, dass es dadurch besser wird.
Mit dem Ergebnis, dass sie dich noch weniger verstanden haben. Und du hast dich verleugnet. Niemand hat gewonnen. Es wurde sogar noch schlimmer.
Du hast aufgehört zu mögen, wie du bist.
Nun. Du hast es also mitbewirkt. Du kannst es somit auch um-wirken. Jetzt mach, dass es gut, wahr und schön wird.
Das geht durch Autonomie. Einen Zustand, in dem die innere Wahrnehmung, die Handlungskompetenz und die äußeren Rahmenbedingungen miteinander kompatibel sind.
Ich habe da was rausgefunden und ausgearbeitet, das deiner Komplexität entsprechen könnte. Etwas, das sie sogar begrüßt. Dieses Konstrukt ermöglicht es, deine Komplexität zu bewahren (ohne sie zu verstümmeln) und gleichzeitig nicht der Sogwirkung des Kampfes, Dramas und Stillstandes im Außen zu erliegen.
Lass mich kurz den Zusammenhang skizzieren. Es scheint mir wie folgt zusein: Dein „Zu-viel“ in einem dafür „Zu kleinen“Kontext macht eine interessante Wirkkette auf.
Ein System ist nur dann „zu-klein“, wenn es sein Potenzial nicht entfaltet, Eigenverantwortung außer Kraft setzt und Entwicklung sabotiert. Nur in so einem System wirst du als „zu-viel“ wahrgenommen. Und wirkst wie eine Bombe. Du explodierst. Oder implodierst. Beides blöd.
Ich mache mal ein Beispiel. Stell dir vor, da ist ein Mensch, der sehr begabt im Schnitzen ist. Der hat schon wahreMeisterschaft im Schnitzen erreicht. Er entwickelt eine Schnitztechnik nach der anderen. Ist mit anderen Schnitzern, aber auch mit Baumfällern, Geschenkläden, Messermachern und so weiter im guten Kontakt. Sie begegnen sich auf Augenhöhe und entwicklen immer neue Ideen und Schnitzwelten. In dieser Runde hättest du bestimmt keine „Bomben-Wirkung“. Denen wärst du nicht zu viel. Wahrscheinlich hättet ihr eine ganz feine Zeit miteinander.
Es sind nämlich keine objektiven Kriterien, die ein System „zu klein“ sein lassen. Es sind nicht Inhalte, Branchen oder Tätigkeiten. Es ist die Abwesenheit von Potenzialentfaltung, Eigenverantwortung und Wagemut, die ein System „zu klein“ sein lassen. Hier wachsen und gedeihen Unzufriedenheit, Abhängigkeit und Stillstand. Das ist da der Alltagsmodus.
Und dann kommst du. Mit deiner „Schnitzkunst“. Und all deinem Zauber. Denkst, fühlst, nimmst wahr, siehst die Wechselwirkungen und Lösungen, kannst es dir vorstellen und umsetzen. Was eigentlich ein gesunder und lebendiger Zustand ist, wird in einem kranken System zum „Zu-Viel-Modus“.
Du hältst den Spiegel vor. Blickst hinter die Masken. Sprengst die Ketten. Lässt die Zahnräder wieder rollen.
Es gab jedoch Gründe, warum die Menschen für sich diesen Alltagsmodus gewählt haben. Sehr gute sogar. Für dich vielleicht nicht nachvollziehbar. Aber deshalb nicht weniger legitim.
Sie haben den Kampf, das Drama und die Angst kultiviert. Mit viel Aufwand. Es ist vielleicht nicht das Schöne, Wahre und Gute. Aber im Moment alles, was ihnen zugänglich ist. Nicht aus deiner Perspektive. Aus ihrer.
Und wie soll es nun anders sein, als dass sie eben das, was sie haben und können, nun dir geben. Kampf. Drama. Angst.
Voilà. Jetzt bist du mitten drin.
Option a) Dich „kleiner“ machen und anpassen, wodurch du dich verleugnest und irgendwann nicht mehr magst, wie du bist.
Option b) Noch weiter die Begabung, Augenhöhe und Entwicklung sähen. Dadurch mehr Kampf, Drama und Angst ernten. So lange, bis Option a) eintritt.
Option c) Autonomie herstellen. Einen Zustand, in dem deine innere Basis, Handlungskompetenz und die Rahmenbedingungen in einander greifen.
Für die Option c) habe ich was ausgearbeitet.
Es ist eine Synthese von praktischen Erfahrungen und theoretischen Erkenntnissen der letzten 20 Jahre. Auf der bewussten Ebene. Und eigentlich ist es der Rote Faden meines Lebens. Dieses „Zu-Viel-Ding“ könnte ich erfunden haben. Es hat fast 40 Jahre gedauert, bis ich es annehmen und integrieren konnte. Ich habe wohl diese ganzen Erfahrungen gebraucht. Und die Erkenntnisse. Immer wieder auf dem nächsten Level der Komplexität.
Im Spannungsfeld zwischen „Du bist aber interessant. Können wir dich haben?“ und „Ohje. Das ist einfach viel zu viel. Bitte sei etwas weniger.“. Hier entsteht Autonomie. Die Kompetenz, sich nicht zu verleugnen und doch in Verbindung zu sein. Die Kompetenz, sich in Beziehungen selbstbestimmt weiter zu entwickeln. Auf das nächste Level der Komplexität. In das schöne, wahre und gute Leben.
Es gibt da so eine Theorie. Sie heißt „Das Gesetz der erforderlichen Varietät“ von Ashby. Demnach kann ein System nur dann ein anderes System erfolgreich regulieren oder mit ihm interagieren, wenn seine eigene Varietät (Vielfalt möglicher Zustände und Reaktionen) mindestens so groß ist wie die Varietät des gegenüberliegenden Systems.
Vereinfacht: Komplexität kann nur durch entsprechende Komplexität bewältigt werden.
Dein Problem ist also nicht rationaler Art. Es ist auch nicht emotionaler Art. Dein Problem ist relationaler Art!!!
Stark vereinfacht besagt es, dass ein Lösungsansatz mit geringer Komplexität keine Probleme mit einem höheren Komplexitätsgrad lösen kann. Ganz logisch eigentlich, wenn man den Gedanken einmal zulässt.
In der Veränderungsregie findest du unterschiedliche Räume mit einem breiten Varietätsspektrum. In diesen kannst du deine Autonomie auf unterschiedlichen Ebenen kultivieren.
Nur für den Falls, dass du gerade genervt, frustriert und kurz davor bist, an dieser Welt zu verzweifeln. Nicht weil du zu wenig bist, sondern scheinbar zu viel. Zu komplex für die meisten Kontexte.
Und du hast nämlich auch keine Lust mehr, dich anzupassen.
Weil du dann irgendwann nicht mehr magst, wie du bist.
Ich habe unterschiedliche Formate ausgearbeitet. Zu Beginn empfehle ich dir den kostenlosen Video-Impuls „Autonomie - So hängt alles zusammen“ und den Blogcast, den du gerade liest. Das sind Formate, in denen du dich dieser ungewohnten Perspektive schrittweise nähern kannst. Sie kosten kein Geld. Dafür brauchst du nur Interesse und Zeit.
Jetzt bist du dir doch nicht mehr so sicher, ob du in der Zu-Viel-Dynamik wirkst, oder nicht doch in der „Zu-Wenig“?
Zu wenig strukturiert, fokussiert, stetig, entschlossen, konsequent oder kompatibel mit dieser Welt, an der du zu verzweifeln drohst. Und genau das ist der Mindfuck. Menschen in der „Zu-Wenig-Dynamik“ fragen selten nach ihrem eigenen Anteil an ihrer Situation. Sie suchen die Gründe im Außen. Und häufig stehen dann Menschen wie du dafür zur Verfügung.
Es gibt eine sehr gute Frage, mit der du dich aus diesem Zweifel wieder rausholen kannst.
Frage dich: Bin ich mehr als genug?
Achte jetzt auf deine spontane Antwort. Wenn sie „Ja.“ lautet, lass uns weitere gute Fragen stellen und komplexe Antworten finden. So verwandeln wir deine „Zu-Viel-Dynamik“ in eine konstruktive „Mehr-Als-Genug-Dynamik“ und kultivieren deine Autonomie.
Werde zum Beobachter und handle stets so, dass die Anzahl deiner Handlungsoptionen wächst!
An deinen Beziehungen. Auf allen Ebenen und in allen Lebensbereichen. Nicht gleichzeitig überall. Wobei. Nun. Manchmal doch. Dann ist wohl überall Entwicklung angesagt. Schift happens.
Die bestehenden Beziehungen scheinen sich zu verwandeln. Alte kommen wieder in den Fokus deiner Aufmerksamkeit. Neue klopfen schon an deine Tür und wollen herein gebeten werden.
In deinem ganz nahen Umfeld sind es Freunde, Familie und Partner. Die Art, wie ihr euch begegnet verändert sich. Das, worüber ihr sprecht, lacht oder schimpft. Wie sich die Begegnung anfühlt. Was ihr miteinander teilt und was ihr für euch behaltet.
Im entfernteren Bekanntenkreis und in deinen Engagements verändert sich die Begegnung. Die Dinge, für die ihr euch trefft, scheinen auf einmal anders zu funktionieren. Was vorher schwierig war, wird leichter, was leicht war, wird kompliziert. Unmögliches wird möglich und Mögliches verwandelt sich in schier unüberwindbare Hürden.
Im Job, Netzwerk und in deinen Kooperationen heißen die Beziehungen zwar Rollen. Was aber nicht darüber hinweg täuschen kann, dass es darum geht, sich gegenseitig zu begegnen und in Beziehung zu treten. Wenn du das Gefühl hast, dass deine Rolle sich verändert oder es zumindest sollte, dann ist auch das ein sicheres Zeichen für Entwicklung.
Ich denke, wir sind uns einig: An den Übergängen verändert sich die Art, wie wir in Beziehung treten und mit wem oder was wir das tun.
In diesen Momenten stellt sich uns die Frage: Was tun? Und wie? Wonach sich richten?
Es ist deine Entscheidung. Na toll. Schon wieder. War ja klar.
Ich sag doch: Schift happens ;)
Mal im Ernst. Von deiner Beziehungsführung an den Übergängen hängt es ab, was du in diesen Begegnungen kreierst. Wählst du angstgeleitete Stagnation oder angstgeleitete Entwicklung. Wählst du Angstvermeidung oder Inspiration. Wählst du kindliche Abhängigkeit oder Reifung?
Doch. Mach ich.
Hört sich so krass an, diese Wahl zu treffen.
Ist auch krass.
Gibt es nicht was zwischen der Stagnation und Entwicklung? Etwas das weniger krass ist?
Beantworte dir diese Frage gern selbst.
Aus meiner bescheidenen Sicht ist da nix.
Und all das hast du deiner Angst zu verdanken. Das hatten wir ja schon. Die Angst kommt immer dann, wenn es für uns etwas zu tun gibt. Wenn es gerade nix zu tun gibt, dann kannst du entspannt, dankbar und demütig dein wunderschönes Leben chillen. Gönn dir. Von ganzem Herzen. Lebe voller Genuss, Freude, Zufriedenheit und Wohlergehen.
Wenn aber die Angst kommt, dann ist Entwicklung angesagt. Dann will die Angst angenommen und bewältigt werden. Wnn wir sie aber weg schieben, dann rennt sie uns so lange hinterher und hemmt uns, bis wir die komplette Stagnation erleben.
Stell dir vor, du hast eine Aufgabe, die dich total begeistert. Eine Aufgabe, die deinem Zwecke der Existenz entspricht. Du willst sie erfüllen aber alle schicken dich weg. Mehr noch. Sie laufen vor dir weg. Sie sagen, dass es dich gar nicht gibt. Logisch. Dann würdest du dir auch so Einiges einfallen lassen, um auf dich aufmerksam zu machen. So sieht es auch mit der Angst aus.
Also.
Halten wir fest: An den Übergängen brauchen wir Beziehungen für Übergänge, für Entwicklung, für Inspiration und Reifung.
Aber woran erkennen wir diese?
Ganz einfach: Sie machen n´büschn Schiss.
Fertig.
Daran erkennst du sie.
Wenn du an diese Begegnungen denkst, wird dir irgendwie mulmig. Du kennst dich dort nicht aus. Oder nicht mehr. Oder noch nicht. Irgendwie ist es dieses Weder-Noch-Gefühl. Es ist weder bekannt, noch unbekannt. Ja. Das ist der Übergang. So fühlt sich Entwicklung an. Ich sag doch. N´büschn Schiss.
Und wenn du dieses Gefühl mal zulässt, wirst du merken, dass es sich gleichzeitig auch lebendig anfühlt. Kribbelig. Interessant. Aufregend. Leicht und weit. Ja. Auch das ist der Übergang. Auch das ist Entwicklung.
Du denkst dir: Ach … den Versuch ist´s wert.
Ja.
Sie bringen dir Inspiration und Kommunikation für Klarheit und Entwirrung.
Poah. Das ja ganz schön viel.
Jap. Deshalb jetzt mal langsam.
Wenn wir als lebendes System uns entwickeln, dann sind wir auf die Irritation von außen angewiesen. Du selbst bist so ein geschlossenes lebendes System. Und deine Beziehungen auch - privat, in Engangements und im Job. Lebende Systeme funktionieren nach eigenen Regeln und niemand weiß so genau nach welchen.
Deswegen heißen die Bereiche in denen die Regeln entstehen häufig Back-Box. Da passiert irgendwas. Aber wer weiß schon was und wie genau. Niemand. Jedenfalls kommt was anderes dabei raus als reingekommen ist. So.
Wenn aber nix Neues und Unbekanntes rein kommt, kommt auch nix Verwandeltes raus.
Deshalb brauchen wir diese Beziehungen für Übergänge. Sie stupsen irgendwas in uns an. Das wird von uns dann in dieser Black-Box verarbeitet und irgendwas kommt dann dabei raus.
Und deshalb macht uns das auch so Schiss. Weil ja niemand weiß, was da so geschieht und was dabei entsteht.
Und trotzdem machen wir das. Weil es dazu gehört. Weil das Leben Entwicklung mag. Und deshalb schickt es uns unsere Angst. Und Beziehungen, in denen wir sie annehemn und bewältigen können.
Und wenn wir diesen Vorgang mal als lebensnotwendig akzeptieren, dann können wir diese Beziehungen auch lebensdienlich gestalten.
Dann wird diese Irritation von außen zur Inspiration.
Das Unbekannte und Ungewohnte dient als Anlass zur Kommunikation. Zum Austausch der Ansichten und Perspektiven.
Indem wir also zulassen, dass andere uns von außen inspirieren, geben wir nach innen das Signal, dass sich unser System davon bewegen lässt.
Das, was für das Alte noch Klarheit bedeutete, vernebelt möglicherweise den Blick auf das Neue. Das, was für das Alte noch total eindeutig war, verwirrt möglicherweise die Zusammenhänge im Neuen.
So reagieren die Anteile in uns auf diese Impulse, die damit in Resonanz gehen. Sich von diesem Impuls angesprochen fühlen. Und unser System ordnet sicch von innen neu an.
Wie das geht?
Black-Box darling.
Was, wenn es nicht darum geht, das zu verstehen sondern zu spüren, ob es deiner Situation dienlich ist?
Weniger. Nicht noch mehr. Tu weniger. Tu anders.
Du fragst dich: Was genau ist der nächste Entwicklungsschritt?
Was, wenn du es gar nicht wissen musst?
Puh. Ich weiß. Der Kontroletti in uns findet das garnicht lustg. Der kann bei dem Gedanken auch nicht chillen. Auch nicht ruhig schlafen. Garnix kann der bei dem Gedanken. Er will erstarren. Er will zurück. Er will diesen Text wieder ungelesen machen. Alles ungeschehen. Diese Frau soll aufhören sowas zu beahupten. Das ist doch alles Bullshit. Das hat sie sich ausgedacht, weil sie sonst nix Gescheites mit ihrer Zeit anzufangen weiß. Lass dich von ihr nicht voll labern. Alle deine Beziehungen sind prima und sollen auch für immer so bleiben. Von wegen Angst. Reine Manipulation. Die will nur dein Geld. Und überhaupt. Diese Coaches, was bilden die sich ein. Frechheit. Als hätte die einen Plan von deinem Leben. Also bitte. Sie soll was Vernünftiges tun.
Ich weiß. Ich überzeichne schon wieder. Aber manchmal gehen die Worte mit mir durch. Hörmal. Das Gefühl, was ich in den paar Zeilen beschrieben habe, das ist die Stagnation. Wenn du der Auseinandersetzung mit der Angst ausweichen willst.
Wenn wir diesem Impuls folgen, dann äußert sich das in Bewertungen. Wir denken in Bewertungen. Wir bewerten die Menschen und das, was sie tun.
Lass dich lieber von deiner Anst leiten. Nicht hemmen. Sie kennt den Weg zu deiner Entwicklung.
Dein Job ist dabei die Unterscheidung. Unterscheide die Erkenntnisse in deinen Beziehungen. In den bestehenden, den wiederkehrenden und in denen, die an deine Tür klopfen.
Lerne zwischen der HIN-ZU Dynamik und der WEG-VON Neigung zu unterscheiden.
Wohin führen die Beziehungen dich?
HIN-ZU Inspiration und Kommunikation für Klarheit und Entwirrung?
Oder WEG-VON … und dabei ist es vollkommen egal von was weg. Wirklich. Vollkommen egal. Dem Kontroletti ist es egal, worauf er schimpft. Hauptsache er ist dagegen.
Du musst vor gar nichts weg laufen. Erst recht nicht vor der Angst.
Die Angst läuft dir eh hinterher.
Wenn du dich auf die Beziehungen konzentrierst, die eine innere HIN-ZU Dynamik bewirken, dann bist du auf dem Weg der Entwicklung.
Es ist häufig anstrengend.
Das ist der Moment zwischen dem Alten und dem Neuen.
Der Übergang. Schwebezustand. Sowohl als auch. Weder noch. Nix Halbes und nix Ganzes. Mit einem Bein hier und mit dem anderen dort. Zwischen dem Ein- und dem Ausatmen … Eben das Dazwischen. Du verstehst.
Hier meldet sich häufig die Angst.
Besser gesagt: Hier hören wir sie häufiger. Weil weder das Eine noch das Andere ablenkt. Wir sind ja dazwischen.
So. Jetzt stellt sich die Frage: Was machen?
Und das finde ich ganz interessant.
Wenn wir mal die Angst ohne Angst betrachten, stellen wir fest: Es ist ja eigentlich spannend. An genau diesem Punkt entscheiden wir über Stagnation oder Entwicklung.
Das, was wir in diesem Dazwischen tun, die Position, die wir einnehmen, entscheidet darüber, wie wir das Neue erleben werden.
Wichtig! Das war jetzt wichtig!
Wie wir den Übergang gestalten hat Einfluss darauf, wie wir das Neue erleben.
Schau mal auf deine Übergänge. Auf die Dazwischens. Wie sind deine Gewohnheiten in diesen Momenten oder Phasen?
Welche Übergänge? Zwischen dem einen Projekt und dem nächsten. Zwischen den Jobs. Zwischen den Beziehungen. Zwischen den Engagements. Zwischen den Kindern. Zwischen den Wohnungen. Zwischen Tag und Nacht. Sommer und Winter.
Was sind da deine Gewohnheiten?
Ich sag es doch. Es ist spannend.
Wir denken selten so bewusst über die Übergänge nach. Fühlen selten rein. Sind mit diesem unkomfortablen Dazwischen beschäftigt. Wollen das schnell wieder weg haben. Es ist herausfordernd. So unbestimmt.
Na. Es ist die Angst, die die Situation unkomfortabel macht.
Lass mich einen Liedtext zitieren: Sie bemerken, dass das Fallen zum Schweben wird, wenn man aufhört sich an Dingen festzukrallen.
So. Das macht die Angst an den Übergängen.
Sie zeigt uns, woran wir aufhören dürfen, uns festzukrallen.
Damit sich das Dazwischen mehr nach Schweben anfühlt. Mehr wie so Herbstlaub, das von den Bäumen durch die Luft gleitet. Stell dir vor, die Blätter würden sich weigern vom Baum zu fallen und sich an ihm festkrallen?!?! Nee. Das geht nicht.
Und weißt du was?
Du hast großes Glück, wenn du sie bemerkst. Die Angst.
Jap.
Das meine ich wirklich. Großes Glück.
Denn, wenn du die Angst in diesen Dazwischens nicht bemerkst, dann ist deine unbewusste Neigung sie zu vermeiden, verdrängen, betäuben, überspielen oder zu leugnen. Und damit krallst du dich an Dingen fest. Und damit lenkst du dich selbst schnurstracks in die Stagnation.
Genau so!
Und rate mal, was nach diesem Dazwischen kommen wird? Klar. Stagnation.
Warum?
Weil die Angst ja nicht einfach so kommt. Sie will uns ja was zeigen.
Sie zeigt uns die Richtung für unsere Entwicklung.
Und deshalb ist es gut, diese Angst ohne Angst zu betrachten.
Wenn wir ihr aber ausweichen, dann hören wir nicht, was sie uns sagen will.
Und dann ist es sehr wahrscheinlich, dass wir uns an etwas festkrallen, das noch zum Alten gehört, und uns im Neuen behindern wird.
Jetzt, noch was Wichtiges: Somit bleiben wir im Dazwischen hängen.
Ja. Echt so krass.
Und das ist die Stagnation. Wir können nicht mehr zurück. Aber auch nicht vor. Wir bleiben im Übergang stecken.
Und damit das nicht passiert, brauchen wir Gewohnheiten für diese Übergänge.
Gewohnheiten, die uns ermöglichen, die Angst ohne Angst zu betrachten.
Ich spanne dich nicht weiter auf die Folter und sage es direkt heraus: Gewohnheiten, die deine Energie nach innen lenken.
Nicht nach außen. Das ist dann vermeiden, verdrängen, betäuben, überspielen oder leugnen. Nach innen.
Das brauchen wir an den Übergängen.
Puh. Hört sich nach Arbeit an.
Jap. Innere Arbeit. Aber es lohnt sich.
Und es gibt dafür ein schlagendes Argument: Überall dort, wo wir die Angst nicht überwinden, bleiben wir kindlich.
Bääääm!!! Mitten rein!
Ist dir die Tragweite dieses Argumentes bewusst?
Nee?
Dann lies den Beitrg nochmal. Irgendwann. Speicher ihn.
Du ahnst die Tragweite?
Jaaaaaaaaaa. Wiiiirklich bääääm!!!
Deshalb lohnt es sich, die Angst zu überwinden.
Weil genau das Entwicklung ist.
Und dazu haben wir an jedem Übergang die Chance.
Und wenn wir das schaffen. Dann fühlt sich jeder Übergang nach Schweben an. Irgendwann. Manchmal dauert es länger. Aber wir wissen, dass es kommen wird. Und das ist dann Vertrauen. In das Lebendige.
Naja. Man kann ganz tief arbeiten. Man kann auch mit einem klitzekleinen Schritt beginnen.
Ich bin eine Freundin von klitzekleinen und pragmatischen ersten Schritten, die dann das Potenzial haben dich ganz tief zu führen.
Versuch mal, dein Denken von Bewertung auf Unterscheidung zu richten.
Das wasr´s?
Jap.
So einfach?
Jap.
Probier das mal. In der Praxis zeigt sich erst die herausfordernde Seite.
Aber ja. So einfach könnte es an sich sein.
Denn wenn wir bewerten, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wir damit eine Angst verschleiern. Überdecken. Das ist dann eine mögliche Gewohnheit am Übergang. Am Dazwischen.
Damit folgen wir der WEG-VON Neigung. Und wo führt sie uns hin? Na, wohl nicht in die Entwickung. Eher weg davon. In die Stagnation.
Was wir machen können, ist das Denken zu ändern und damit die Gewohnheit zu verändern. Keine Sorge. Nicht noch etwas dazu denken. Nicht noch eine Gewohnheit, die wir im Alltag unterkriegen müssen, wollen, dürfen. Nein. Nicht noch was anderes. Etwas anders tun. Anders denken.
Unterscheiden statt zu bewerten.
Wenn wir beginnen zu unterscheiden, dann stellen wir einen inneren Impuls fest. Wir spüren eine deutliche HIN-ZU Bewegung zu einem von den unterschiedenen Elementen. Meistens ist dieser Impuls mit richtigem echten Bammel verbunden. Wir haben mächtig die Hosen voll. Aber das fühlt sich nicht doof an. Sondern aufregend. Interessant. Spannend. Irgendwie müssen wir lächeln.
Ja. So fühlt sich Entwicklung an.
Dafür lohnt sich der Blick auf die Gewohnheiten. Auf die Übergänge. Auf das Dazwischen.
Macht dir das auch so viel Gänsehaut? Dann los. Vorhang auf für deine Gewohnheiten an den Übergängen.
Sie einfach so annehmen. Ohne sie zu bewerten.
Dann würden wir eine Entscheidung für Entwicklung treffen.
Wie würde dann unser Alltag aussehen?
Wir haben ja bisher festgestellt, dass Angstfreiheit eine Illusion ist. Genau.
Überall dort, wo wir meinen, ohne Anst zu sein, überall dort, wo wir der Angst ausweichen, sie vermeiden, verdrängen, betäuben, überspielen oder leugnen, dort macht sich die Stagnation breit. Man könnte sogar von Sabotage sprechen. Letztlich ist es eine unbewusste Entscheidung für die Angstvermeidung.
Versteh mich nicht falsch. Es geht mir nicht um Selbstoptimierung. Nicht um schneller, höher, weiter.
Es geht mir um Wirksamkeit. Um Lebensfreude. Um das Echtsein. Um den nächsten Schritt in der Entwicklung. Um diese Grundimpulse der Lebendigkeit.
Das ist unsere Sehnsucht in allen Lebensbereichen. Danach streben wir.
Ich denke, wenn wir es schaffen, die Angst ohne Angst zu betrachten, können wir gar nicht anders, als den nächsten Schritt in Richtung Entwicklung zu machen. Wie das?
Wieso Gewohnheiten und Beziehungen? Na, weil unser Alltag daraus besteht.
Alles, was wir machen oder lassen, sind Gewohnheiten und Beziehungen. Sobald wir etwas regelmäßig tun, ist es eine Gewohnheit. Die Art, wie wir es tun. Und sobald wir mit Menschen in Interaktion treten, ist es eine Beziehung. Mit wem oder für wen wir etwas tun.
Oh, echt? Überall? Ja klar. Privat macht das Sinn. Aber auch im Job, im Ehrenamt, im Netzwerk? Sicher! Dort heißen die Gewohnheiten dann Prozesse und die Beziehungen heißen Rollen.
Also. Wo erlebst du Stagnation in deinen Gewohnheiten und Beziehungen? In den Prozessen und Rollen? Wo hinkt deine Wirksamkeit? Wo geht sie am Stock?
Dort, wo deine Wirksamkeit nichts bewirkt, da bist du im WEG-VON-Modus.
Okeh, bevor hier alles so schwer wird. Kurzer Schwenk.
Überall, wo du Entwicklung erlebst, dort bist du im HIN-ZU-Modus. Intuitiv. Großartig. Zauberhaft. Lebendig. Weiter so. Gönn dir und feier das so oft es geht!
Und dort, wo es anders ist: Betrachte deine Angst ohne Angst. Betrachte sie wie eine wohlwollende Warnerin. Sie will nur deine Aufmerksamkeit auf etwas Bestimmtes lenken.
Weißt du, die Lebendigkeit liegt im Alltag. Die Wirksamkeit auch. So wie fremde Menschen einfach anlächeln.
Wenn dein Alltag im WEG-VON-Modus funktioniert, dann sind deine Gewohnheiten und Beziehungen auf Stagnation ausgerichtet. Kein Lächeln für Irgendwen. Entwicklung passiert aber genau da; nicht im Außergewöhnlichen. Nicht im Urlaub, im Ausflug, Workshop, Coaching, Event oder sowas. Nee.
Entwicklung findet im Kleinen statt.
Im Alltag. In der Art, wie du etwas tust und mit oder für wen. Lass diese Kleinigkeiten von Entwicklung geprägt sein. Von einem HIN-ZU-Impuls. Nicht von der WEG-VON-Neigung.
Wie soll das gehen? Indem du die Angst ohne Angst betrachtest.
Es gibt eine Aussage, die ich sehr liebe.
Du brauchst keinen Grund um zu gehen, wenn du keinen hast um zu bleiben.
Lass uns diese mal genauer betrachten.
Wie häufig beschäftigen wir uns im Alltag mit Gründen zu gehen.
Das sind dann Gedanken, die sich um das Ausweichen, Vermeiden, Verdrängen, Betäuben, Überspielen oder Leugnen drehen.
Wie kann ich einer unangenehmen Erfahrung ausweichen? Wie kann ich ein bestimmtes Erlebnis vermeiden? Wie eine Emotion, die immer wieder kommt, verdrängen oder betäuben? Meine Unsicherheit überspielen? Die Unzufriedenheit leugnen? Und so Sachen.
WEG-VON. Gehen. Dafür suchen wir Gründe. Argumente.
Und schau mal dorthin, wo du dir diese Gedanken machst. Was passiert da so ganz konkret?
Das ist wichtig jetzt. Ein zentraler Aspekt!
Ich bin mir sicher, dass du in den meisten Fällen eine Art von Stagnation erlebst. In deinen Gewohnheiten und Beziehungen.
Wieso? Weil du die Angst nicht ohne Angst betrachtest. Nicht nur du. Ich auch. Und die anderen auch.
Wir bewerten die Situation, aus der Angst geleitet, selbst bewertet zu werden. Wir wollen dem zuvor kommen. Ha! Erster! Und so nähren wir die angstgeleiteten Gewohnheiten und Beziehungen in unserem Alltag. Meistens mit Nichtigkeiten.
Folglich entwerten wir. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Der Wert der Gewohnheiten und Beziehungen geht verloren. Und das führt uns noch mehr in die Entwertung.
Anstrengend, oder? Ja. Da müssen wir uns nicht wundern, dass wir so freudlos sind. Dass alles irgendwie zu viel erscheint. Und dann auch noch ohne Sinn.
Was wäre, wenn wir den Gründen zu bleiben mehr Aufmerksamkeit schenken würden? Unsere Gewohnheiten und Beziehungen darauf ausrichten?
Das wäre eine wahrhaft sonnige Welt. Du ahnst es auch, ne?!?!
Man kann sich das noch nicht vorstellen. Noch nicht ausmalen. Aber erahnen. Wenn unsere Beziehungen und Gewohnheiten voll von Wert wären. Wertvoll.
Und das wäre dann ein Grund, um zu bleiben. Und was für einer!!!
Aber mal ehrlich. Wo finde ich denn diesen Grund, um zu bleiben? Es scheint einfacher zu sein, die WEG-VON-Gründe zu sehen. Die liegen einfach so rum. Überall.
Entscheide dich, deine Angst ohne Angst zu betrachten. Sie wird dich dann zu deiner Entwicklung führen. Dort findest du den Grund um zu bleiben.
Genauer?
Ein alltagstauglicher Schritt ist der Switch von der Bewertung zur Unterscheidung. Richte deine Gewohnheiten und Beziehungen auf Unterscheidung aus. Deine Prozesse, wie du etwas tust. Deine Rollen, in denen du mit anderen wirkst.
So triffst du immer mehr Entscheidungen, die eine HIN-ZU-Dynamik in deinem Alltag bewirken.
Meine These dabei: Du wirst immer mehr feststellen, dass die WEG-VON-Notwendigkeit sich dabei fast von allein aus deinen Beziehungen und Gewohnheiten verabschieden wird.
Naja. Und so geht es dann, dass du die angstgeleitete Stagnation in Entwicklung verwandelst. Für dich. Und mit allen, die an deinen Gewohnheiten und Beziehungen teilhaben.
Und dann brauchst du keinen Grund mehr um zu gehen. Du hast dann einen um zu bleiben.
Haaaalleluuuujaaaaa!
Indem du sie fragst, was sie dir zeigen will.
Und dafür darfst du beginnen, sie anzuerkennen. Sie begrüßen. Sie bestaunen.
Aber du bist doch kein Angsthase. Kein Weichei. Keine Heulsuse. Du hast keine Angst.
Ich weiß. Ich auch nicht. Sagte ich ja schon.
Und deshalb gibt es Bereiche in meinem Leben, in denen ich so eine tiefe Sehnsucht vernehme, endlich wieder Boden unter den Füßen zu spüren. In diesen Bereichen habe ich so konsequent, beharrlich, stark und unerschrocken wie ich bin, meine Angst ausgeschlossen. Bin ja kein Angsthase ;)
Und wo hat mich das hingeführt?
In den Ozean der fremden Möglichkeiten.
Ganz viel Wasser. Kein Land in Sicht. Dafür viele Steuermänner- und Frauen, die wussten, wo Land zu finden ist. Und weil ich ja so mutig und unerschrocken bin, bin ich da hin gesegelt. Klar. Kein Ding.
Dort angekommen habe gemerkt: Nö. Ist ja gar nicht meins. Nicht mein Land. Next please. Wieder viel Wasser. Kein Land in Sicht.
Wie ist das passiert? Na. Ich habe meine eigene Navigation ausgestellt. Die, die mich bis dahin so gut geleitet hat.
Was war die Navigation?
Die Hose richtig voll zu haben und es genau deshalb zu tun!
Das.
Meine Angst.
Gut. Verstanden.
Aber wie soll das gehen? Wie kann ich die Angst befragen, ohne mich darin zu verlieren? Ohne ein Angsthase zu werden. Weichei. Heulsuse. Das alles.
Pass auf. Der Trick: Dir einbisschen von all dem zu gönnen.
Poah! Ich komme auf Ideen. Ich weiß. Kannst du auch heimlich still und leise tun. Ohne, dass es jemand mitbekommt.
Mach das mal. Es ist ganz interessant. Du wirst feststellen, dass es gar nicht so einfach ist. Denn erstmal wirst du ganz viel bewerten.
Da kommen dann Aspekte hoch, die einfach mal so gar nicht gehen!!! Echt nicht. Diese Menschen. Jene Situationen. Und überhaupt.
Und jetzt kommt was Wichtiges: Hör auf damit, sobald du es merkst.
Hör auf zu bewerten. Damit entwertest du das, woran du denkst.
Isso.
Und weißt du was dann passiert?
Genau das, was du nicht wolltest. Du verlierst dich in der Angst. Ohne es zu merken. Und flüchtest dich lieber in die Bewertung.
Du aktivierst den WEG-VON-Modus.
Und rennst los.
Und zack. Findest du dich auf wilder See. Kein Land in Sicht. Hauptsache erstmal weg.
Du fragst: Hey … ist hier jemand, der weiß wo lang es WEG-VON-Irgendwas geht? Ich finde nämlich: Das geht gaaaaaaaaar nicht!!!
Du verstehst, worauf ich hinaus will.
Viel Wasser. Kein Land ich Sicht. Zumindest nicht deins.
Hättest du mal deine Angst gefragt, ohne sie zu bewerten. Sie kennt die HIN-ZU-Richtung.
Das denken wir ja so häufig.
Wir sind mutig, wenn wir keine Angst haben.
Scheint irgendwie nicht so zu sein.
Wenn wir keine Anst haben, dann sind wir dabei, sie zu vermeiden, verdrängen, betäuben, überspielen, leugnen. Dann sind wir nicht mutig. Dann laufen wir weg.
Ich denke, dass Wagemut bedeutet, im Bewusstsein der Angst, eine HIN-ZU Bewegung zu wagen.
Und das ist krass. Erinnere dich. Du hast das schon häufig gemacht.
Weißt du noch, wie sich das anfühlt?
Die hosen so richtig voll zu haben und es genau deshalb zu machen.
Das fühlt sich lebendig an. Irgendwie richtig. Dran. Nach festem Stand.
Viel besser als angstgeleitete Stagnation. Viel Wasser. Kein Land in Sicht.
Okeh. Also. Es scheint an sich einfach zu sein.
Ja. Ist es. Und so komplex zugleich.
Wir können aber mit einem Schritt beginnen.
Mit ihm bedienen wir sowohl die einfachen, als auch die komplexen Zusammenhänge.
Probier das: Stelle fest, dass du bewertest. Und dann hör auf damit.
Mach das mal.
Einen Tag lang.
Oder eine Woche.
Du wirst staunen, was da alles zusammen kommt.
Das alles führt dich WEG-VON.
Und dann. Wenn du das drauf hast.
Dann beginne damit, nur zu unterscheiden.
Dir werden HIN-ZU-Entscheidungen einfallen, die dich in deine Entwicklung führen.
Wirklich, wirklich, wirklich interessant!
Welches Ding genau? Ist fast egal. Das Ding, was du dir so lange aufgebaut hast.
Irgendwas zu entscheiden wäre jetzt wohl sinnvoll. Aber geht nicht!
Erst war da die Ruhe vor dem Sturm. So eine Stagnation. Es war ruhig, aber nicht schön und genussvoll und unbekümmert ruhig.
Eher so angespannt, ungewiss, nicht vorwärts nicht rückwärts ruhig. Es war lauwarmer Kaffee. Noch nicht kalt genug, um ihn weg zu schütten. Nicht mehr heiß genug, dass er schmeckt. So ein Zwischenzustand. Du trinkst den Kaffe, aber ohne Genuss. Oder du wartest bis er kalt wird, damit du ihn weg schütten kannst. Man fühlt sich nicht sooo besonders glücklich. Aber auch nicht soooo unglücklich. Diese stagnierende Ruhe vor dem Sturm.
Wir brauchen einfach nur nix zu tun. Dann ist die Stagnation auch weg.
So wie jetzt bei dir.
Der Zustand ist jetzt vorbei.
Jetzt ist der Sturm da. Und alles fliegt dir um die Ohren.
Vielleicht nicht heute und nicht morgen.
Spätestens aber übermorgen. Weil so ist auch doof.
Tja, was tun, wenn der Stum weht?
Entscheidungen treffen.
Aktiv werden.
Irgendwas machen.
Einfach irgendwas entscheiden?
Natürlich nicht!
Irgendwas, das wirksam ist. Das, was die Lebensfreude in dir nährt.
Ja genau. Lebensfreude im Sturm. Als ob. So ein Quatsch.
Ja klar. Auch im Sturm. Erst recht im Sturm.
Wie soll das gehen?
Hä? Aufhören zu entwerten?
Also. Ich denke, es ist so.
Mal angenommen, das Ding, welches auch immer, was was du dir so lange aufgebaut hast, fliegt dir gerade um die Ohren.
Freundeskreis, Netzwerk, Hobby, Haus, Firma, Job, Projekt, Partnerschaft, Gesundheit, Vision, Überzeugung oder ein Plan. Das, was vorher stagnierte.
Das wirbelt jetzt durch die Luft, wird bald auf den Boden der Tatsachen fallen und möglicherweise zerbrechen. Sehr wahrscheinlich sogar.
Maney. Das ist sehr uncool. Ungerecht. Einfach blöd und unnötig. Gemein irgendwie. Ich will das nicht. Ich bin nicht einverstanden, wieso fragt mich niemand nach meiner Meinung dazu? Ich lehne den Sturm ab. Ich lehne mich gegen den Sturm auf. Ich bekämpfe ihn. Doofer Sturm. So.
Was ist das?
Das ist es, was ich Entwertung nenne!!!
Und das ist immer unsere unbewusste Neigung. Passiert automatisch, wenn wir Angst haben. Ein trotziges, kindliches: Neeeeeiiiiieeeeeeeeennnnnnn!!! Will nicht!!!
Wichtige Stelle jetzt. Lies die letzten Zeilen gern nochmal.
Und jetzt stell dir mal vor, der Strum ist in dir. In dir in Bezug auf deine eigene Wirksamkeit, auf deine Wirksamkeit in deinen Begegnungen oder einfach in der Welt.
Dann entwertest du dich selbst.
Puh.
Kein Wunder, dass Angst dabei raus kommt.
Glückskind! Oder?
Wenn doch. Wie konnte es so weit kommen?
Na, weil du die Stagnation vorher bewertet hast.
Dazu lies am besten den letzten Blogpost.
Jedenfalls. Wenn du jetzt auch noch den Sturm entwertest, dann wirst du das, was am Ende übrig bleibt, erst recht nur bewerten können. Und so weiter. Naja. So schürt man halt Angst. Eine Schleife aus Bewertung und Entwertung. Schau nur mal um dich.
Aber da kann man raus.
Endlich. Diese betrübte Stimmung war ja nicht auszuhalten.
Wie?
Hab ich schon gespoilert: Entscheidungen für Entwicklung treffen.
Na toll. Wie soll das gehen?
Die erste Entscheidung darf sein: Ich höre auf zu entwerten. Mich. Andere. Die Welt. Ich beginne Entscheidungen zu treffen.
Und zack. Schon haste die erste Entscheidung.
Kaum nicht aufgepasst, schon Entscheidung getroffen.
Merkst du? Das war jetzt keine Entwertung. Keine Bewertung. Nee, so fühlen sich Entscheidungen an.
Probier mal bewusst jetzt.
Ich höre auf zu entwerten. Mich. Andere. Die Welt. Ich beginne Entscheidungen zu treffen.
Passiert schon was in dir drin?
Guckst du anders? Sitzt du anders? Fühlst du dich anders?
Nee?
Probier nochmal.
Ich höre auf zu entwerten. Mich. Andere. Die Welt. Ich beginne Entscheidungen zu treffen. Entscheidungen für Entwicklung.
Okeh.
Jetzt schau nochmal das Ding an, das dir gerade um die Ohren fliegt, weil du die Stagntion nicht wahrhaben wolltest.
Freundeskreis, Netzwerk, Hobby, Haus, Firma, Job, Projekt, Partnerschaft, Gesundheit, Vision, Überzeugung oder ein Plan. Das, was vorher stagnierte. Das wirbelt jetzt durch die Luft, wird bald auf den Boden der Tatsachen fallen und möglicherweise zerbrechen. Sehr wahrscheinlich sogar.
Welche Entscheidung für Entwicklung ist dir jetzt gerade in diesem Sturm möglich? HIN-ZU was willst du?
Keine?
Na dann bleib ruhig noch in der Entwertung. Bis du keine Kraft mehr hast.
Oder du hörst auf zu entwerten. Dich. Andere. Die Welt. Und triffst eine klitzeklitzekleine Entscheidung für Entwicklung.
Geht keinen was an, wie groß sie ist.
Ist eh deine.
Also: Wo darf Altes sich im Sturm auflösen, damit Platz für Neues frei wird?
Wie ist es da?
Verdächtig ruhig. Und es wird dunkel. Egal wie spät es gerade ist.
Das ist dann diese Ruhe vor dem Sturm.
Der Übergang von dem einen Zustand in den anderen.
Vielleicht ist es das. Die Dunkelheit. Dran erkennt man wohl den Übergang.
Am Übergang ist es scheinbar immer dunkel. Und Still.
Von einem Gedanken zum nächsten.
Von einem Tag in den nächsten.
Von einer Phase der Entwicklung in die nächste.
Vom Alten ins Neue.
Da ist es erstmal kurz dunkel und still.
Naja. Und dann wird es stürmisch. Da fliegt uns alles um die Ohren, was nicht fest gemacht ist.
Oder? Wie ist es bei dir?
Kennst du das auch? Denk mal an deine Übergänge. Bestimmt gab es dort auch immer diese Ruhe vor dem Sturm. Nach zahllosen Diskussionen, Reibereien, Anstrengungen, Versuchen, Ablenkungen, Einigungsversuchen, Rettungsankern, Kämpfen und und und.
Auf einmal still. Aber nicht so friedlich und hell still, wie der der Sonnenaufgang. Eher „kurz vor dem Sturm dunkel“ still. Verwundert. Abgekämpft. Ratlos. Angespannt. Stagnierend eben.
Kennst du, ne!? Haben wir in allen Lebensbereichen.
Und dieses Gefühl von Stagnation flüstert uns eigentlich schon zu: Hey. Mach alles fest, was den Sturm überleben soll. Du weißt, dass er kommt. Und weißt nicht, was er bringt.
So. Was machen wir im echten Wettersturm? Wir bleiben ruhig, konzentriert. Unterscheiden Wichtiges vom Unwichtigen. Treffen Entscheidungen. Und suchen ein sicheres Plätzchen auf. Genau.
Jetz stell dir mal vor, wir würden das so nicht tun. Stell dir vor wir würden erstmal den aufziehenden Sturm bewerten. So ein blöder Sturm. Den braucht jawohl niemand. Was soll das überhaupt. Was denkt der sich. Vor allem jetzt gerade. Hab die Wäsche aufgehangen. Andere Stürme sind ja eh viel größer, kleiner, harmloser, gefährlicher, sinnvoller und was weiß ich. Und überhaupt. Denkt der, dass ich Angst habe? Neee. Hab ich nicht. Dem werd ich was erzählen. Kack Sturm.
Hmmm. Blödsinn. Das würde ja keinen Sinn machen. Bei so einem echten Wettersturm. Sind wir uns einig.
Und übrigens.
Das macht auch bei keinem anderen Sturm Sinn. Egal in welchem Lebensbereich.
Und was tun wir so häufig? Genau das.
Wir bewerten. Wir entwerten. Wir verschleiern unsere Angst vor dem, was uns die Stagnation eigentlich zeigen will. Was wir sowieso schon ahnen. Weil es sich so lange schon ankündigt.
In der Ruhe vor dem Sturm diskutieren wir mit dem Strum, wieso er weg bleiben soll.
Tja.
Musst du auch gerade gerinsen, was?!?
Ja. Ich auch.
Gut. Was also statt dessen tun?
Na. Aufhören zu bewerten. In deinen Gedanken.
Denn es scheint ja so zu sein. Wenn diese trügerische Ruhe vor dem Sturm kommt. Und die Dunkelheit. Nennen wir diesen Zustand Stagnation. Dann bewerten wir jeden Furz.
Wieso? Weil wir eigentlich Angst haben.
Zurecht.
Wir wissen nicht, was nach dem Sturm noch da sein wird.
Und weil wir aber gelernt haben, keine Angst haben zu sollen. Bewerten wir halt. Weil irgendwas muss man ja tun.
Warte mal.
Das würde ja heißen.
Jedes mal wenn ich bewerte, übertünche ich damit meine Angst?
Ahaaaaaaa. So ist meine Vermutung. Und in der Zeit geht sie ja nicht weg. Sie wächst und wird immer größer. Und dann musst du noch mehr bewerten. Weiß nicht, ob es bei dir auch so ist. Musst du selbst mal schauen.
Nee. Das kann nicht sein. Ich bewerte doch so häufig. Mich. Andere. Dinge. Gedanken. Situationen. Muss ich ja auch. Und da soll ich überall eigentlich Angst haben?
Was, wenn ja?
Und was, wenn das unsere unbewusste Reaktion auf Angst ist?
Was, wenn wir das so gelernt haben? Einfach übernommen. Und so ständig das Feld der Angst nähren. Über den Sturm klagen. Die Stagnation bewerten. Versuchen sie aufzulösen. Das Ding wieder in Gang zu bringen? Uns noch mehr anzustrengen. Länger und härter zu arbeiten. Noch öfter das Gleich zu erzählen.
Was, wenn die Stagnation eigentlich für was anderes gut ist. Diese Ruhe vor dem Sturm.
Wir könnten was probieren. Was anderes.
Immer wenn wir den Impuls zur Bewertung verspüren, diesen in eine Unterschiedung zu verwandeln.
Ja. Das ist erstmal ungewohnt.
Einfach das, was du wahrnimmst, von einander zu unterscheiden. Das ist die Ruhe. Ach guck, das ist die Stagnation. Da hinten kommt der Strum. Hier bin ich. Was nehem ich noch wahr? Oh. Ich merke, ich hab nbüschn Schiss. Was brauche ich jetzt? Was brauche ich jetzt nicht?
So. Das eine vom anderen unterscheiden. Ohne zu bewerten.
Was dabei rauskommen wird?
Also. Bei mir kommen immer total klare Entscheidungen dabei raus.
Schau mal, was es bei dir ist.
Ich meine: Es können nur Entscheidungen sein, die als logische Konsequenz auftauchen, wenn wir Unterscheidungen treffen.
Aber nach welchen Kriterien sollen wir denn unterscheiden? Jawohl nicht nach Farben und Gewicht?!?! He.
Klar. Mein Vorschlag: Was bringt mich aus der angstgeleiteten Stagnation in die Entwicklung?
Probier mal. Alles, was du in der Ruhe vor dem Sturm wahrnimmst, nach dieser Frage zu unterscheiden. Gedanken. Gefühle. To-Do’s. Gewohnheiten. Beziehungen. Konzepte. Überzeugungen. Alles.
Oder du bewertest weiter den Sturm. Geht auch. Das sage ich nicht bewertend. Lediglich unterscheidend. Aber das weißt du ja nun. *justsaying*
Was schreibt diese Frau da?
Ja, warte mal. Ich erkläre dir das kurz. So wie ich das verstehe.
Guck mal. Wenn ich sage: Die Lebensfreude ist immer da. Nur manchmal etwas verschüttet. Dann würden viele vielleicht zögerlich aber doch zustimmend nicken.
Wenn ich sage: Die Sonne ist immer da. Nur manchmal nicht für uns sichtbar. Klar. Auch nicken.
Alles ist irgendwie immer da. Auch wenn wir es gerade nicht wahrnehmen können. Okeh, Augenbrauen hochziehen, kurz nachdenklich gucken, dann aber irgendwann bedächtig nicken.
Wieso soll das denn mit der Angst anders sein!?!?
Macht keinen Sinn. Genau.
Also: Angstfreiheit ist eine Illusion! Pah!
Gut.
Wofür haben wir das jetzt festgestellt?
Naaaaa. Um die Angst bewusst im Sinne unserer Entwicklung und Lebensfreude und Wirksamkeit zu nutzen.
Denn wenn wir so tun, als wäre die Sonne nicht da, nur weil wir sie gerade nicht wahrnehmen. Wird sie trotzdem irgendwann scheinen. Und wenn wir weiterhin so tun als wäre sie nicht da, kriegen wir einen Sonnenbrand. Und wenn wir immernoch so tun, als hätte die Sonne keine Wirkung auf uns, dann kriegen wir einen richtig krassen Sonnenbrand. Da hilft dann nur noch Quark auf der Haut. Oder wir bekommen einen Sonnenstich. Du weißt ja, wie das endet. Kurz: Irgendwann kriegen wir die Einschläge schon mit ;)
Das muss wohl bei der Angst dann auch so sein.
Hmmm.
Die Angst hat eine Wirkung auf uns. Auch wenn wir sie gerade nicht bewusst wahrnehmen. Oder wie?
Ja genau. So denke ich mal.
Die Frage ist, welche Wirkung? Es müssten ja unzählige Wirkungen sein. Wenn man da mal so drüber nachdenkt: Was macht die Angst mit uns, wenn wir so tun, als gäbe es sie nicht?
Ja. Ich habe zu der Frage mal geforscht und gestaunt. So ein wunderbarer Beruf. Forschen und Staunen. Jedenfalls. Hab ich was entdeckt. Das teile ich hier gern mit dir.
Mein heiß geliebter Spoiler an der Stelle: Die Angstvermiedung sorgt für ein WEG-VON-Gefühl in uns und führt uns in die Stagnation. Die Angstbewältigung sorgt für ein HIN-ZU-Gefühl in uns und führt uns in die Entwicklung.
Du entscheidest. Beides fein.
Apropos Entscheidung.
Wenn du Entscheidungen triffst.
Egal wie groß und weitreichend. Oder klein und kurzreichend.
Was leitet dich bei der Entscheidung? Der WEG-VON-IRGENDWAS-Impuls oder die HIN-ZU-IRGENDWAS-BEWEGUNG? Wer gibt die Richtung deiner Entscheidung an?
Hä?
Bleib mit deinen Gedanken kurz hier bei mir. In Ruhe. Das ist kein Werbetext.
Das ist innere Arbeit. Ist wichtig.
Ich erkläre dir hier, wie du deine Angst für deine Entwicklung nutzen kannst.
Sogar, wieso du sie unbedingt brauchst.
Da ist die Unterscheidung zwischen WEG-VON und HIN-ZU echt elementar!
Allein schon das Kopfkino ist beeindruckend.
HIN-ZU. Welche Bilder, Gedanken, Fragmente kommen dir da?
Willkommen sein. Sich angezogen fühlen. Zielgerichtet gehen. Vorfreude. Wertschätzung. Kribbeln im Bauch. Mit Buch und Kuscheldecke vor dem Kamin währen der Regen von draußen an die Fensterscheiben prasselt. *ohmeingottwieschön*
WEG-VON. Welche Bilder, Gedanken und Fragmente kommen dir hier?
Puh! Will ich gar nicht rein. Okeh, kurz. Für dich. Auf der Flucht. Ausweichenmüssen. Blick in den Rückspiegel. Enge in der Brust. Schild, Schwert und Lanze. Verlust. Alle Menschen sind jetzt Zombies und verfolgen dich in dieser Monsterapokalypse. Lauf schneller, kletter höher, spring weiter. *willwiedervordenkamin*
Krasser Unterschied. Tja. Ergänze meine Auflistung. Spür mal den Unterschied.
Okeh. Jetzt. Nimm die ersten drei Entscheidungen, die dir einfallen. Egal von wann. In welchem Gefühl hast du sie getroffen? WEG-VON oder HIN-ZU? Und wohin haben die Entscheidungen dich geführt?
Versuch freundlich zu bleiben. Mit dir und allen, die an dieser Entscheidung und Konsequenz mitgewirkt haben. Das WEG-VON ist unsere unbewusste Neigung.
Ja, echt jetzt. So ganz automatisch reagieren wir mit WEG-VON auf Angst. Haben wir so gelernt.
Damals, als Kind, machte das ja auch Sinn. Hat uns vor gefährlichen Situationen bewahrt. Mein Neffe, wollte wohl ein neues T-Shirt nicht anziehen. Da waren Dinos drauf. Die hatte er als gefährlich eingestuft. Und bald kommt er in die Löwengruppe in der Kita. Ich bin gespannt, wie die Eltern ihm dazu verhelfen, die Angst vor dem Löwen zu überwinden ;) So ein intuitiv kluges Kerlchen!
Naja. Manchmal passiert es aber, dass wir erwachsen sind. Dann dürfen wir unserer Angst eine andere Aufgabe geben.
Denn die WEG-VON-Neigung lässt uns die Augen vor der Angst verschließen.
Was tun wir dann? Ausweichen, vermeiden, verdrängen, betäuben, überspielen, leugnen … Ja. Darin sind wir sehr geübt.
Das bringt uns zu der Überzeugung, dass wir keine Angst haben. Und wenn wir dieser Überzeugung weiter folgen, landen wir in der Stagnation.
Diese Stagnation. Kennst du bestimmt. Alles ist so lauwarm. Nicht heiß, so dass man pusten müsste. Nicht kalt, so dass man erhitzen müsste. Nee. Lauwarm. Nix Halbes und nix Ganzes. Es plätschert so vor sich her. Nee … ist schon okay. Passt. Lässt sich aushalten. Läääääääuft. Muss ja. Und selbst? Ja, man kann nicht klagen.
Was haben wir für wunderbare alltagtaugliche Begriffe für Stagnation. Und sie alle führen uns zu noch mehr WEG-VON-Entscheidungen.
Ohje. Was für ein teuflischer Teufelskreis. Wie kommen wir da raus? Na. Nicht auf die Hau-ruck-Art. Eher so ganz langsam. Erstmal können wir beginnen, zwischen HIN-ZU und WEG-VON-Tendenzen zu unterschieden. Angstbewältigung for beginners. Probier mal.
Also doch, ne?!? Angstfreiheit ist eine Illusion. Pah!
Hab ich doch gesagt.
Aber so betrachtet ist sie gar nicht so schlimm, wie wir sie uns ausmalen. Zumindest meistens.
Denn wenn die Angst immer da ist. Dann können wir ja lernen, uns mit ihr zu befreunden. Weg schauen bringt ja scheinbar nix.
Und ich kann dir sagen: Es gibt gar nicht sooooooo viele Ängste, wie es auf den ersten Blick den Anschein erweckt. Im Grunde sind es vier. So sagt es der Klassiker der Psychoanalyse. Und diese haben wir alle. Bis wir sterben.
Was die Angst auslöst. Das verändert sich. Deshalb haben wir den Eindruck, dass es so viele Varianten gibt. Nicht die Angst an sich. Die bleibt.
Also. Das Ziel ist es, die Angst für die Entwicklung zu nutzen. Die bewusste HIN-ZU-Bewegung zu kultivieren, anstatt in die unbewusste WEG-VON-Neigung zu verfallen.
Was, wenn die Angst kommt, um uns einen Schritt in Richtung unserer Entwicklung zu schubsen. Manchmal sanft, manchmal weniger.
Und wenn du jetzt gerade feststellt, dass das wohl alles Sinn macht. Und dich gleichzeitig fragst:
Was, wenn ich gar keine Angst habe?!?!?!?
Tja. Willkommen im Club, sag ich da nur.
Ich habe auch keine.
Und überall dort, wo ich keine Angst habe. Wo ich sie nicht sehe. Dort schenkt mir das Leben die Stagnation.
Manchmal sogar Sabotage. Oder irgendwas, was halt nicht so gut funktioniert.
Egal in welchem Lebensbereich du guckst. In allen Beziehungen und Gewohnheiten in deinem Leben. Dort, wo gerade Stagnation herrscht. Entweder echte, greifbare, materialisierte Stagnation. Oder, was noch ein Bisschen krasser ist, gefühlte Stagnation. Das ist dann so, wenn du denkst: Eigentlich ist alles okeh. Und ich weiß gar nicht, woher das Gefühl kommt, dass ich nicht so ganz viel Lebensfreude empfinde. Oder nicht so wirksam bin, wie ich es gern hätte. Dort könnte es sein, dass du dein Handeln gerade an deiner Angst ausrichtest und nicht an deiner Entwicklung.
Du schaust in Richtung Angst, und gleichzeitig schließt du die Augen, um sie nicht zu sehen. Was wäre, wenn du kurz hinguckst und dann deinen Blick bewusst auf die Entwicklung lenkst?
Nach meiner Theorie beginnt der Unterschied im Denken.
Wie denken wir über unsere Aufgaben, Ideen, Pläne, Wünsche, Gewohnheiten und Beziehungen?
Wir denken in gut und schlecht. In richtig und falsch. In schön oder hässlich. Brav oder ungehorsam. Im Grunde war es das schon. Alles andere betrachten wir mal als Abwandlung. Haben wir schließlich so gelernt. Dieses Denken ist Bewertung. Wir bewerten.
Und dann. Dann wundern wir uns.
Wir wundern uns über so ein komisches Gefühl. Es ist, als würden wir im Bauch auf diese Gedanken in unserem Kopf reagieren. Es ist aber nicht Lebensfreude, was wir dann verspüren. Nee. Das ist es nicht. Es fühlt sich eher so klein an. Und schwer.
Kennst du das auch?
Also. Nach meiner Theorie ist es die Entwertung, die wir da im Bauch spüren. Das Gefühl von Entwertung macht sich breit. Und es ist die logische Schlussfolgerung. Was kann denn anderes im Bauch abgehen, als dieses Gefühl von klein und schwer, wenn wir in Bewertungen denken?
Nun. Aus diesem Gefühl von Entwertung heraus denken wir wieder Gedanken. Du ahnst es. Es kommen neue Bewertungen heraus. Was auch sonst?!?
Und wenn wir uns in diesem Teufelskreis drehen, dann kreieren wir ziemlich viel Angst. Bei uns. Und wenn die Menschen um uns herum nicht mit Kryptonit ausgestattet sind, dann schwappt diese Angstqualität auch auf sie über. Und so gehen wir die Schritte, die wir gehen im Angstmodus. Daran richten wir unsere Handlungen aus.
Und weil sie immer näher kommt, wir sie aber nicht sehen wollen, rennen wir schneller. Und sie rennt uns hinterher.
Klar! Deinen Wagemut. Deinen Mut etwas zu wagen.
Ohman. Einen anderen vielleicht?
Ich kenne nur den.
Aber der ist nicht so übel, wie du jetz vielleicht in deinem Angstmodus denkst. Probier mal deine Gedanken von Bewerutng auf Unterscheidung umzustellen. Nur mal probieren.
Stell dir vor. Du hast einen Wunsch. Und statt den Wunsch in gut und schlecht und so weiter zu bewerten, da probier mal, den einen Wunsch von dem anderen zu unterscheiden.
Also. Beschreibend. Nicht bewertend. Was wird wohl dabei im Bauch passieren? Als logische Folge. Nach meiner Theorie kannst du gar nicht anders, als dich zu entscheiden. Zwischen dem und dem anderen Wunsch.
Da kommt dann ein Gefühl von: Das mache ich jetzt.
Es ist ganz leise, verschmitzt, neugierig und zögerlich. So als würdest du durch ein Schlüsselloch schauen, bevor du wagst, die Tür einen Spalt zu öffnen.
Und wenn du dich in diesem Kreis von Unterscheidung und Entscheidung drehst, ist Entwicklung vorprogrammiert. Oder? Wie siehst du das?
Und pass auf. Wenn an meiner Theorie wirklich was dran ist, dann kommt die Angst tatsächlich um dich in Richtung Entwicklung zu schubsen.
Sie sagt dir, wo du von Bewerung auf Unterscheidung umstellen darfst. Du brauchst die Angst nur ohne Angst zu betrachten. Dann führt sie dich jenseits der Angst. Hin zur Entwicklung.
Wenn du dich jetzt angesprochen fühlst. Oder getriggert. Oder irgendwie berührt: Sei von Herzen willkommen!!!
Willkommen auf dieser Reise jenseits der Angst. In unterschiedlichen Intensitäten, Tiefen und Weiten betrachten wir den Weg, der uns jenseits der Angst führt. Vielleicht hast du ja doch welche. Irgendwo ;)
Also … dort, wo du gerade keine Entwicklung verspürst, oder sogar Stagnation, dort könntest du möglicherweise in Angst wirken.
In diesem Kapitel der Veränderungsregie geht es darum, aus dem Angst-Muster in das der Entwicklung zu kommen. Das kann funktionieren, wenn wir unseren Wagemut aktivieren. Wenn wir es wagen, aus der Bewertung auszusteigen und in die Unterscheidung zu gehen.
]]>Was wäre, wenn du den Schleier der Illusion lichten würdest?
Welche Illusion?
Na, die Überzeugung, dass Drama nun mal dazu gehört.
Ist ganz normal und Teil des Geschäftes.
Irgendwer fühlt sich immer benachteiligt und noch irgendwer verteidigt den dann und noch irgendwer ist schuld an der ganzen Misere und einer muss es ja dann richten.
Deswegen braucht es ja auch Anführer.
Sie händeln das Drama. Entscheiden. Lösen es auf. Machen den Weg frei.
Diese Illusion. Dass es halt nun mal so ist. Alle erwarten nix anderes.
Wenn die weg wäre. Was wäre dann?
Spoiler: Das Drama würde seinen Reiz verlieren. Du würdest Ursache und Wirkung entdecken.
Das wär was für dich. Nicht ständig mit diesen Dramen konfrontiert zu sein. Haste eh keine Lust mehr drauf.
Zurecht!
Denn du hast ja schon bemerkt: Es löst sich nicht auf. Es macht nur Pause. Und dann kommt es wieder. Wenn niemand damit rechnet und alles gerade eigentlich so ganz gut läuft.
Zack.
Ist es wieder da.
Alle sind genervt aber niemand verwundert.
Gehört ja schließlich dazu. Das Drama. Ist doch ganz normal.
Irgendwie reicht das jetzt.
Genug!
Aber wenn dieser Schleier der Illusion …
Also, das was ich denke das ist. Was ja eigentlich nicht ist. Weil es ja eine Illusion ist. Ich es aber erwarte. Weil es doch schließlich dazu gehört.
Wenn der weg ist.
Was sehe ich denn dann?
Na. Dann siehst du das, was unter dem Schleier lag.
Das, was verdeckt war.
Das darfst du dann entdecken.
Hört sich schonmal besser an, als das Drama ständig neu zu inszenieren.
Aaaaaaaaber.
Was, wenn es mir nicht gefällt, was ich da sehe?!?
Oder wenn es alles auf den Kopf stellt. Oder wenn es mich total zerreißt, es zu sehen.
Ich habe es ja nicht einfach so ohne Grund verdeckt mit der Illusion.
Tja. Ich will dir nix vormachen.
Das kann alles sein. Es ist sogar ziemlich wahrscheinlich. Aber hörmal.
Dieses ungute Gefühl … ja manchmal sind es sogar richtige Schmerzen … sie kommen nicht von dem, was wir dann unter dem Schleier erkennen.
Un das ist jetzt wichtig!!!
Das verwechseln wir häufig. Weil es zeitlich so eng verknüpft ist.
Sie kommen, weil wir die Illusion erkennen.
Die Täuschung. An der wir uns so abgemüht haben.
Nicht weil die Ursache schmerzhaft ist.
Je länger wir an der Illusion festhalten. Sie immer wieder schick machen. Größer. Eindrucksvoller. Imposanter.
Desto schmerzhafter wird es, sie wieder einzureißen.
Eigentlch ganz logisch.
Lohnt sich denn der ganze Aufwand?
Wer weiß das schon!?!
Also ich nicht.
Fakt ist: Beides braucht unsere Aufmerksamkeit. Beides braucht unsere Energie.
Wir entscheiden jeden Tag, bewusst oder unbewusst, wohin wir sie geben.
Stellen wir die Ordnung und Harmonie wieder her?
Oder inszenieren wir das Drama?
Beides spannend, ohne Frage.
Und wieeee spannend.
Das eine liefert jede Menge Gesprächsstoff. Du wirst immer was zu erzählen haben.
Das andere ist eher ein friedliches, genussvolles Entdecken.
Was wäre, wenn du den Schleier der Illusion lichten würdest?
Das Drama würde seinen Reiz verlieren.
Und du würdest Ursache und Wirkung entdecken.
Friedlich.
Genussvoll.
Das wäre.
Was wäre, wenn du beschließen würdest, deine Arschkarten zu verwandeln?
Ich meine eine nach der anderen.
Alle, die du bisher bewusst oder unbewusst gezogen hast.
Bis sie alle verwandelt sind.
Lass mich vermuten: Mit dieser Frage hast du dich noch nicht befasst.
Und wenn du einen Moment drüber nachdenkst, fragst du dich: In was denn eigentlich verwandeln???
Gute Frage.
Ich habe dazu Gedanken gedacht und teile sie gern mit dir.
Aber erstmal Spoiler: Verwandle sie in Absichtskarten und lass die Spiele beginnen ;)
Wer kennt sie nicht, die arschigste Karte bei Monopoly.
Das letze Spiel ist ewig her.
Aber ich erinnere mich noch sehr gut an die Momente, wo ich sie gezogen habe.
Augenrollen. Schnaufen. Meckern. Jammern. Schimpfen. Wüten. Verzweifeln.
Und nix dran ausrichten können.
So sind die Regeln.
Gehört dazu.
Dafür kann man sich dran erfreuen, wenn der nächste diese Karte zieht.
Erleichtert aufatmen.
Puh. Glück gehabt.
Und es ist ja nicht nur Monopoly.
In jedem Gesellschaftsspiel scheint es diese Art von Arschkarten zu geben.
Wahrscheinlich ist das der Hauptgrund für meine Abneigung gegen diese Freizeitbeschäftigung.
Ich bin nicht einverstanden.
Ich.
Mag.
Es.
Nicht.
Wenn wir mal ehrlich drauf gucken.
Haste Arschkarte gezogen, musst du machen, was drauf steht.
Wieso eigentlich? Wieso ist das so? Wer sagt das?
Was würde passieren, wenn wir alle Arschkarten im Spiel verwandeln würden?
Kaum vorstellbar.
Ich weiß.
Aber was wenn?
Was wenn wir nur noch Karten zulassen würden, die unsere Wirksamkeit fördern.
Waaaasss? Laaaaaaangweilig.
Ganzu ruhig. Ich meine nicht die Gesellschaftsspiele.
Ich meine das Kartendeck für dein Business.
Mal in ernsthafter Begeisterung für den Gedanken.
Die Arschkarten in Absichtskarten verwandeln.
Wie soll das gehen?
Was würde da denn drauf stehen, auf so ner Karte?
Pass auf.
Du wirst ehrfürchtig staunen vor der einfachen Schönheit der Absichtskarte.
Darauf steht: Formuliere deine Absicht.
Punkt.
Fertig.
Nur das.
Das kann es doch nicht sein.
Nur das.
Dann steht auf allen Absichtskarten die gleiche Aussage?
Formuliere deine Absicht?
Das geht doch nicht.
Die Arschkarten sind so vielfältig. Sie bergen so eine unedliche Anzahl an Facetten von Erwartungen und Ohnmachtsgefühlen.
Da kann doch nicht auf jeder Absichtskarte nur das stehen.
Formuliere deine Absicht.
Im Ernst?
Ja klar.
Wenn du mal wieder eine Arschkarte gezogen hast, merkst du es an den oben bereits erläuterten Gefühssensationen:
Augenrollen. Schnaufen. Meckern. Jammern. Schimpfen. Wüten. Verzweifeln.
Und nix dran ausrichten können.
So sind die Regeln.
Gehört dazu.
Dafür kann man sich dran erfreuen, wenn der nächste diese Karte zieht.
So und dann atme kurz, und entscheide dich diese Karte auszutauschen.
Gegen eine Absichtskarte.
Auf der steht dann: Formuliere deine Absicht.
Und das mach dann.
Du wirst erstaunt sein, wie sich die Spielregeln verändern.
Und dann lass die Spiele beginnen!
Was wäre, wenn du beschließen würdest, deine Arschkarten zu verwandeln?
Ich meine eine nach der anderen.
Alle, die du bisher bewusst oder unbewusst gezogen hast.
Bis sie alle verwandelt sind.
Dein Spiel nach deinen Spielregeln jenseits des Dramas.
Das wäre.
Was wäre, wenn du dich im alltäglichen Tanz einfach mal auf deinen Tanzbereich konzentrieren würdest?
Ihn elegant abstecken und ganz und gar einnehmen.
Ihn schützen und ausfüllen.
Und ganz egal, wie oft da jemand reintrampelt, dich nicht aus dem Flow bringen lassen.
Voll gut wäre das.
Ich finde auch.
Irgendwie so groovy und lässig wie John Travolta nur on the Business-Dancefloor.
Stell dir das mal vor.
Du so geschmeidig.
Und weißt du wieso das so ein gutes Gefühl macht?
Weil es das Gegengift für Übergriffigkeit ist.
Ich meine: Die Grenzen überschreitend.
Na, wenn du so gut am dancen bist und der Arm der Person hinter dir ständig in deinem Hinterkopf landet.
Im besten Fall ;D
Oder dein Tanzpartner steht dir permanent aufm Fuß.
Oder ein anderes Paar rempelt euch von allen Seiten an.
Ist on the Business-Dancefloor auch nix anderes.
Und es macht keinen Unterschied, wer dir da auf den Hinterkopf haut, dir auf dem Fuß steht oder dich von der Seite anrempelt. Kunden, Kollegen, Geschäftspartner oder dein Netzwerk.
Du. Hast. Deinen. Anteil.
Und dein Gegenüber auch.
Das ist die Qualität eurer Interaktion.
Die Tanzbereiche sind nicht abgesteckt.
Nicht mehr und nicht weniger.
Wenn wir destruktive Interaktion im Job aus der Vogelperspektive betrachten, dann ist es eben häufig nur das: Die Tanzbereiche sind nicht abgesteckt.
Deshalb stockt die Interaktion.
Sie passiert nicht auf Augenhöhe.
Ihr fühlt euch in der Interaktion nicht lässig wie John Travolta.
Nee.
Eher wie jemand, der sich auf der Tanzfläche bewegt, um die Aufmerksamkeit der anderen zu erhaschen.
Weiß nicht, wie es bei dir war. Aber ich war fast ausschließlich aufm Dorf feiern.
Ich weiß. Lustiges Kopfkino ;)
Und in der Dorfdisko waren zu der Zeit Spiegel an der Tanzfläche.
Und vor diesen Spiegeln räkelten sich die Menschen. Nicht nur weiblichen Geschlechts.
Es war eindeutig, dass der Tanz für andere war. Nicht für sich aus sich heraus.
Diese Menschen haben auch nicht miteinander getanzt.
Es war für andere.
Nebeneinander.
Vor dem Spiegel.
Deshalb kamen sie sich auch immer in die Quere beim Kampf um den besten Spiegelplatz op de Deel.
Würde John Travolta das tun?
Nee.
Türlich nicht.
Der hat es gar nicht nötig.
Und er weiß auch, dass das Ergbnis lächerlich wirkt.
Wie das kommt?
Die Richtung der Aufmerksamkeit ist unterschiedlich.
Der lässige Tänzer in dir konzentriert sich auf seinen Tanzbereich und seine Moves voller Hingabe.
Gestaltet also in eigener Absicht sein Tun.
Der Spiegeltänzer in dir richtet seine Aufmerksamkeit auf die anderen und damit weg von sich. Sie könnten ja „nachtanzen“ und dann besser sein als ich oder was auch immer er denkt. Ist für uns irrelevant. Jedenfalls verlässt er in dem Moment seinen Tanzbereich und dringt mit seiner Aufmerksamkeit in den der anderen ein.
Zack.
Drama.
Für alle Beteiligten.
Pass auf.
Je klarer du deine Absicht siehst, hörst, spürst, schmeckst, riechst … desto lässiger bewegst du dich in den Interaktionen in deinem Business.
Sie können so garnicht anders, als auf Augenhöhe geschehen.
Und damit kann nix anderes bei rauskommen, als Verantwortung für den eigenen Tanzbereich.
Auf den ersten Blick steckt er auch seinen Tanzbereich ab.
Wenn du aber tiefer schaust, dann erkennst du, dass es nicht auf die eigene Absicht konzentriert ist.
Nee.
Er ist auf die Erwartung konzentriert. Er erwartet eine Reaktion von anderen und richtet sein Verhalten danach aus.
Tja. Es ist offensichtlich, was mit der Interaktion auf Augenhöhe passiert.
Sie erstickt im Keim.
Dafür wächst die Ohnmacht.
Erst das elegante Abstecken des eigenen Tanzbereiches durch deine Absicht macht den Tanz möglich.
Du merkst auch: Wir haben es alle nicht gelernt. Dafür haben wir die Erwartungen verinnerlicht. Deshalb haben wir so Mitgefühl mit dem Spiegeltänzer. Wir erkennen uns selbst darin.
Deshalb tun wir ihm den Gefallen und schauen zu.
Aber eigentlich würden wir lieber mit John Travolta tanzen. Oder ihm wenigstens zugucken.
Man was wäre das für ein Vergnügen!
Und welche Ehre.
Deshalb endet meine Ausführung an dieser Stelle.
Ich lasse jetzt mal die Erwartungen an deine Reaktion darauf los.
Kümmere mich um meine Absicht und um meinen Tanzbereich.
Was wäre, wenn du deinen Tanzbereich auf dem Business-Dancefloor elegant abstecken würdest?
Du würdest dich jenseits des Dramas wiederfinden.
So lässig. Und groovy. Und mitten drin im Flow der Augenhöhe.
Das wäre.
Was wäre, wenn du jeden Tag eine deiner Absichten beleuchten würdest?
Nix weiter.
Nur kurz die innere Lampe drauf halten und angucken.
Ich sag dir was wäre.
Alle Spekulationen und Missverständnisse würden sich von ihrem Stuhl erheben und Goodbye winken.
Zumindest dort, wo du die Lampe drauf gehalten hast.
Und dann?
Na, auf den Stuhl würde sich dann die Interaktion auf Augenhöhe setzen.
Stell dir mal vor, deine Absicht ist es, heute jemandem auf Augenhöhe zu begegnen.
Dann sitzt du da am Morgen mit deinem Kaffee und leuchtest auf deiner inneren Bühne diese Absicht an.
Beobachtest, was da auf der Bühne passiert.
Nimmst wahr, welche Wirkung das auf dich als Zuschauer und Regisseur hat.
Ich würd sagen, es ist sehr wahrscheinlich, dass sowas Ähnliches in deinem Alltag passiert.
Du wirst mehr oder weniger unbewusst jede Begegnung nach Augenhöhe-Potenzial abchecken.
Jedes Telefonat mit einem Kunden. Jedes Tür-und-Angel-Gespräch mit den Kollegen. Jedes Netzwerktreffen.
Und du wirst möglicherweise auch in der Situation wissen, was du geben willst und was bekommen, damit die Absicht Wirklichkeit wird.
Und wenn nicht?
Na, dann geh in deine Verantwortung und knipse nochmal das Licht an.
Schau nochmal genau hin.
Bist du noch in dem Modus deiner Absicht oder in dem deiner Erwartung?
Man bringt die beiden ziemlich schnell durcheinander.
Den Erwartungsmodus merkst du an den Spekulationen und Missverständnissen.
Wenn du diesen begegnest, dann weißt du, dass du dich gerade von deiner Absicht entfernst.
Und wenn du weiter in die Richtung gehst, dann landest du in der Ohnmacht.
Beobachte das mal in deinem Business.
So einfach eigentlich.
Und so komplex zugleich.
Echt spannend.
Finde ich auch.
Und guck mal in die Welt.
Ich würde sagen: Reicht jetzt langsam mit Spekulationen, Missverständnissen, Erwartungen und Ohnmacht.
Mehr Absicht und Interaktion auf Augenhöhe würden unser aller Leben erfüllter machen.
Bin hier total am Klugscheißern. Als ob es einfach so ginge.
Nee. So ganz so einfach geht es nicht.
Ich tappe doch auch jeden Tag noch in die Erwartungs-Falle.
Aber weißt du was.
Ich merke wenigstens mittlerweile, dass ich das tu.
Und ich wunder mich auch nicht mehr über die Ohnmacht, oder die Missverständnisse oder die Spekulationen.
Doch jeden Tag gelingt mir die Absicht ein kleines Bisschen besser.
Wirksamer.
Lebensfreudiger.
Was wäre, wenn du jeden Tag eine deiner Absichten beleuchten würdest?
Nix weiter.
Nur kurz die innere Lampe drauf halten und angucken.
Spekulationen und Missverständnisse winken Goodbye.
Dafür betritt die wirksame Augenhöhe deine Business-Bühne.
Beyond.Drama.
Das wäre.
Verantwortung teilen. Was wäre, wenn … ?
Also, ich frage für eine Freundin ;)
Was wäre, wenn du deine gesamte Aufmerksamkeit auf deinen, nur für dich und deinen Platz vorgesehenen, Teil der Verantwortung lenken würdest?
Ich weiß. Illusorisch. Aber was, wenn?
Geht gar nicht?
Du müsstest doch wenigstens mal rüber schielen, zu den anderen, ob sie es auch tun.
Okeh.
Dann.
Was wäre, wenn du zu den anderen schielst und siehst, dass jeder seine gesamte Aufmerksamkeit voller Hingabe auf den eigenen Teil der Verantwortung richtet?
Hmmm.
Ganz im Vertrauen darauf, dass die anderen es auch tun.
Und jeder von der Eigenverantwortung des anderen profitiert.
Poah.
Und gleichezitig gespannt ist, was bei der Wirkung der anderen raus kommt.
So total vorfreudig und interessiert.
Kennst du das Phänomen? Lebst du das so schon irgendwo?
Ich habe das zum Beispiel, wenn ich mit meiner Freundin Nina irgendwas mache.
Ist egal was.
Alles funktioniert in unserer Interaktion nach dem selben Muster.
Sie hat eine Idee.
Ich habe eine Idee.
Wir schmeißen unsere beiden Ideen begeistert in einen Topf. Rühren fleißig um.
Tja. Was soll ich sagen.
Weder ihre, noch meine Idee wird umgesetzt. Meistens.
Dafür kommt irgendwas beglückendes anderes bei raus. Immer.
So geben beide etwas hinein und bekommen die Transformation der Einzelwirkung durch Interaktion auf Augenhöhe.
So heißt das dann in meinem Kopf.
Naja.
Und die Tatsache, dass in all meinen 1zu1-Sessions genau so gearbeitet wird … diese Tatsache soll dich nicht neidisch machen ;)
Neugierig vielleicht.
Du kannst ja einfach ein Paket buchen. Das geht. Weiter unten. Aber erstmal Konzentration auf den wertvollen Inhalt hier.
Wenn das mal so klappen würde.
Geht.
Der Trick ist: Du darfst es dir zur Gewohnheit machen, deine Aufmerksamkeit auf die Augenhöhe zu richten. Das, was du so aus dir heraus bewirkst, sollte der Augenhöhe dienlich sein.
Du könntest dich fragen: Dient mein Tun, Denken oder Fühlen der Interaktion auf Augenhöhe? Also der wechselseitigen Handlung. Oder nährt es die Erwartung in eine Richtung?
Nee. Die Frage ist leicht. Die Antworten auch.
Sie sind nur so verschüttet.
Stellen wir uns ja kaum im Job, diese Fragen.
Hilft ja nix.
Das ist der Teil, für den wir uns bewusst entscheiden dürfen, damit es funktioniert.
Es ist eine echte Entscheidung.
Augenhöhe durch geteilte Antworten oder Drama durch Erwartung?
Die Erwartung lenkt die Aufmerksamkeit immer von dir weg.
Dein Fokus geht von dem, was du aus dir heraus bewirken willst, auf die anderen.
Also von da, wo du etwas ausrichten kannst, dorthin, wo du nichts ausrichten kannst.
Und so führt dich deine Erwartung immer in die Ohnmacht und noch weiter weg von deiner Wirkung.
Die Augenhöhe lenkt deine Aufmerksamkeit auf die geteilte Verantwortung.
Und zwar auf deinen Teil.
Auf den Teil, den du tun, denken und fühlen kannst, damit die Interaktion eine Wirkung entfaltet.
Und auf die Freude und Aufregung, was wohl bei den anderen rauskommen wird.
Wir sind meistens in Erwartungen.
Er macht das bis dahin und sie das.
Und häufig ist es doch so, wenn wir mal ganz ehrlich sind:
Er hat es nicht gemacht, und sie auch nicht, zumindest nicht so, wie es besprochen war und dabei war das ja total das Missverständnis und außerdem hat die Zuarbeit von den anderen nicht funktioniert weil irgendwo ein Sack Reis in China umgefallen ist und deshalb wird da jetzt nicht weiter drüber gesprochen, zumindest nicht hier am Besprechungstisch, die Gespräche darüber werden auf den Flur und zwischen Tür und Angel im Flüsterton mit verdrehten Augen geführt um im Märtyrererstil alles, wirklich alles zu geben um diese dumme Kuh irgendwie vom Eis zu kriegen weil sich ja immerhin einer wirklich kümmert und das so, dass es alle, wirklich alle mitbekommen sollen.
Ist vielleicht bisschen überzeichnet.
Vielleicht auch nicht.
Den Trick habe ich dir bereits verraten:
Entscheide dich dafür, der Augenhöhe dienlich zu sein.
Nicht der Erwartung.
Was wäre, wenn du deine gesamte Aufmerksamkeit auf deinen, nur für dich und deinen Platz vorgesehenen Teil der Verantwortung lenken würdest?
Du würdest wirksame Interaktion auf Augenhöhe bewirken.
NoMoreDrama.
Das wäre.
So. Deine Wirksamkeit darf sich jetzt auf das nächste Level entwickeln.
Du spürst so eine Sehnsucht nach Begegnung auf Augenhöhe. Nach echter Interaktion.
Wo alle so voller Hingabe sich gegenseitig die Bälle zuspielen und die Ideen sich ganz organisch in Wirklichkeit transformieren. Wow. Es fühlt sich irgendwie leicht an.
Wie ein total anregendes zufälliges Gespräch, das Raum für beide Welten lässt, diese mühelos verschränkt und so unzählige Aha-Momente bereit hält. Eine von den Begegnungen, wo man feststellt „Ach Kacke, die Sonne geht ja schon auf. Schon so spät. Nee, so früh. Haha. Whatever. Das war bereichernd.“
Im Job?
Ja klar.
Was denkst denn du, worüber ich hier schreibe?!?
Das funktioniert.
Okeh, ist n bisschen überzeichnet. Aber die Botschaft ist angekommen. Jedenfalls.
Wie muss denn bloß dieser Kontext sein, wo keiner nach Hause will?
Ein Kontext, wo sich diese Fragen nicht stellen:
Wer ist Kunde? Wer ist Kollege? Wer macht die Ansagen? Was für Ansagen? Die Grenzen verschwimmen.
Das, was zählt ist, der Beitrag von jedem und das, was am Ende des Prozesses als gemeinsames Ergebnis raus kommt.
Weißt du noch, da, bei dem einen Projekt?
Daaaaaaaa war das so!
Registriere bitte jetzt in diesem Moment deinen Gesichtsaudruck.
Zack. Schon weg.
Haste ihn ansatzweise erfasst?
Das war der „Begegnung-auf-Augenhöhe-Gesichtsausdruck“.
Aber ist Begegnung auf Augenhöhe im Business überhaupt möglich und sinnvoll?
Wollen das die Menschen?
Und sowieso, was soll dieses Startup-Gequatsche?!?!?!?!?!?
Manche sind nunmal gleicher, obwohl alle gleich sind.
Muss doch so. Geht gar nicht anders.
Da sind doch immer diese Rollen. Und Positionen. Und daran sind Erwartungen geknüpft.
Naja, und wer den Bums zahlt, der bestimmt auch.
Oder?
Was soll diese sozialromantische Verpeiltheit von „Wir sind alle gleich“. Stimmt doch nicht! Ist doch soooo.
Diese Harmonie von Geben und Bekommen hat sich Pippi Langstrumpf in ihrer kunterbunten Welt ausgedacht.
Dafür habe ich keine Zeit. Ich muss zum Kunden. Zum Geschäftspartner. Zum Mitarbeiter. Postfach. Meeting. ZoomCall. Blöde Wirksamkeit, so ein Quatsch. Ich habe Erwartungen zu erfüllen. Ihre. Seine. Meine.
Genau so. Das ist Drama. Wir kennen es nicht anders.
Manchmal sagen wir auch Hamsterrad dazu. Oder Käfig. Oder Karriereleiter.
Es ist in allen gesellschaftlichen Strukturen verwoben.
Diese Sehnsucht nach Augenhöhe in deinem Business.
Es ist ein Gefühl. Eine Ahnung. Eine Idee, dass es geht.
Denn es gibt sie ja.
Diese Geschäftsbeziehungen, in denen es wie von allein leicht ist.
Da klappt auch alles. Und wenn mal was nicht passt, wird es passend gemacht.
Ohne Getöse. Wird einfach gemacht. Fertig.
Da geht es, mit dem Geben und Bekommen.
Stellt sich die Frage gar nicht.
Keiner fühlt sich benachteiligt. Niemand muss irgendwen motivieren. Keiner hat Bock auf Anführer.
Und jeder weiß, was zu tun ist.
Ohne Schnickschnackgedöns. Wie von selbst.
Ist gar nicht anstrengend. Du gehst in den Termin rein und kommst voller Energie und Begeisterung wieder raus.
Weißt du noch. Da, bei dem einen Projekt. Da war das so.
Wie das eigentlich kam?
Verrate ich dir.
Die Menschen handeln in eigener Absicht.
Aus sich heraus.
Das ist es, was passiert.
Und das fühlt sich mega an.
Stell dir vor, dafür gäbe es eine Struktur.
Quasi eine Struktur für Interaktion auf Augenhöhe.
Strukturen für Interaktion lassen Verantwortung entstehen.
So verlässt das Drama ganz freiwillig die Bühne.
Mit voller Absicht manipulieren.
Easy.
Das können wir alle.
Wenn du mit Menschen arbeitest, hast du ganz schnell die Knöpfe raus, die du drücken musst.
Tu nicht so, als würdest du das nicht machen. Wir sind alle mit Erwartungen, und Erwartungs-Erwartungen und der daraus resultierenden Ohnmacht groß geworden. Und diese Ohnmacht galt es für sich zu nutzen.
Manche sind damit sogar sehr erfolgreich geworden.
Kannste nix gegen sagen. Musst du auch nicht.
Sehr wahrscheinlich gilt es auch für dich.
Es geht hier nicht darum, zu verurteilen, auf- oder abzuwerten.
Aber jetzt mal ehrlich: Mit voller Absicht eine Interaktion auf Augenhöhe herstellen?
Das ist hardcore. Voll schwer irgendwie.
Unvorstellbar.
#nextlevelshit
Und doch wirst du das Gefühl nicht los, dass es sich lohnen könnte: Deine Scheinwerfer auf Interaktion auf Augenhöhe auszurichten und so die Harmonie von Geben und Bekommen herzustellen.
Denk nur an das eine Projekt.
Achja. Stimmt. Warjawas.
Denn irgendwie hat das andere ausgedient. Seinen Reiz verloren.
In dir regt sich die Vermutung, dass du in der Interaktion auf Augenhöhe deiner Kraft, deinem Feuer und deinem spürbaren Erfolg ein Riesenstück näher kommst.
Sie machen nämlich den Reiz aus.
Die hast du in letzter Zeit so vermisst.
Sie haben sich versteckt. Du willst sie wiederfinden.
Ist sonst irgendwie stumpf. Dumpf. Unkribbelig.
Wie entsteht ein System für Verantwortung?
Vielleicht, wenn du dich dazu entschließt, immer mehr Scheinwerfer vom Drama abzuwenden und auf deine Absicht auszurichten.
Vielleicht ist es eine Entscheidung.
Was wäre, wenn es deine Entscheidung ist?
Stell dir nur mal deine Absicht vor und erkenne schrittweise Erscheinungsformen.
Hä?!?
Pass auf.
Der Hauptunterschied der Absicht zum Drama ist die Richtung.
Im Drama bist du immer bei den anderen.
Die anderen sollen mehr von dem, weniger von dem, mehr so und weniger so tun. Du richtest den Scheinwerfer nach Außen.
Das ist Manipulation.
Die kennen wir.
Die können wir auch.
Für sie haben wir seeehr viele dynamische, proaktive und fancy Wörter erfunden.
Nimm einfach alle fucking Buzzwords, die du kennst. Tada. Drama, baby.
Bei der Absicht geht dein Blick und dein Licht nach innen.
Was will ich da, in dieser Interaktion? Was ist mein Anteil? Was gebe ich? Was möchte ich bekommen? Weiß ich, was der andere geben und bekommen möchte? Wie cool finde ich das denn? Passt es zu meiner Absicht?
Meine Fresse. Wie aufwändig ist das?
Ja.
Isso.
Und wirkungsvoll.
So kannst du deine Absicht verwirklichen.
Das meine ich mit: Stell dir deine Absicht vor und erkenne schrittweise Erscheinungsformen. Das Licht einmal nach innen lenken. Dann schauen, wie es sich im Außen zeigen könnte. In klitzekleinen Schritten.
So geht wohl dieses Loslassen des Alten und Platz machen für das Neue.
Pfffft.
Schon büschn schwer.
Dann würde sich dein Fokus ganz bewusst auf Wirksamkeit und Lebensfreude lenken.
So Pippi-Langstrumpf-mäßig in ihrer kunterbunten Welt.
Ohman, stell dir das mal vor.
Du in soner Welt.
Musste selber schmunzeln.
Wie kann das zu deiner neuen Gewohnheit werden?
Verrate ich dir gern!
Gib deinem inneren Narsissten eine Regieanweisung: Ausgleich von Geben und Bekommen.
Du hast keinen inneren Narzissten? Nee? Sicher?
Den erkennst du am Habenwollen-Modus.
Ein kindlich anmutendes „Will ich aber haaaaaaabeeeeen. Jemand soll es mir geeeeeebeeen.“
Siehtste. Haste. Wie wir alle.
Jedenfalls.
Dem gibst du die Regieanweisung: Ausgleich von Geben und Bekommen.
Und zwar nicht Drama-Style, sondern Absicht-Style.
Nicht den Blick nach außen, sondern nach innen.
Da liegt der Schlüssel zu Verantwortung und Absicht und Augenhöhe und all dem, was dir diese Sehnsucht nach echter Interaktion im Business so permanent flüstert.
Hör mal hin.Das ist deine Absicht, die dich ruft.
Schon wieder so eine schöne schwere Frage ;)
Was soll ich sagen.
Du hast recht.
Und gleichzeitig ist sie wuuuunderschön.
Und so mächtig.
Du kannst mit deiner Absicht deinen Gewohnheiten und Beziehungen im Business eine neue Richtung geben.
Dafür darfst du aber erstmal anerkennen, welche Absicht dich in deinen Käfig gebracht hat.
Das hilft, um die Richtung zu bestimmen, wo du jetzt aus dem Käfig hin fliegen willst. Oder eben krabbeln ;)
Das ist ja aber kein Problem für dich.
Das hast du mit den letzten beiden Fragen erledigt. Du hast deiner Ohnmacht Beachtung geschenkt und gemerkt, dass das nicht deine Richtung ist. (Hier, falls nicht.)
Dann hast du dein Bedürfnis wieder entdeckt und deine Antworten neu betrachtet. (Hier.)
Voll gut.
Und deine Absicht? Wie hat sie dich in den Käfig gebracht?
Darling. Sorry to say: Deine Absicht war es, keine Verantwortung für dein Bedürfnis zu tragen und deinen Antworten zu misstrauen.
Klingt hart.
Ist es auch.
Und wahr.
Das hast du so entschieden.
Verantwortung abgeben und im Drama-Käfig leben?
Oder.
Verantwortung annehmen und in echte wirksame Interaktion in deinem Business treten.
Denn: Wenn die Absicht die Richtung deiner Gewohnheiten und Beziehungen bestimmt, dann sprecht ihr darüber, wie diese Absicht verwirklicht, kreiert und wirksam in die Welt gebracht werden kann.
Da ist dann kein Platz mehr für Erwartungen, Ohnmacht und manipulativen Spielchen.
Das ist übrigens meine Absicht in meinem Business: Ich möchte dazu beitragen, dass eine neue wirksame Business-Wirklichkeit entsteht. Diese wirkt durch Potenzialentfaltung, Eigenverantwortung und Wagemut.
Stell dir diese Welt nur mal vor: Aus dem Vergleich in die Authentizität, aus den Erwartungen in die Interaktion und aus den Bewertungen in Entwicklung.
Soooo coooool!!!!!
Und mit deiner Absicht kreierst du dann echte Interaktion.
Ohne Drama.
Voller Wirksamkeit.
Daaaas ist eine schwere Frage.
Denkst du dir jetzt vielleicht.
Ja.
Ist sie.
Und es wird erst leichter, wenn du sie für dich beantwortest.
Du weißt ja, was ich immer sage: Wenn du eine Frage hast, dann nur, weil die Antwort in dir schon darauf wartet, gefunden zu werden.
Also. Lass uns mal mutig hin spüren.
Isso.
Nicht denken. Spüren.
Mist. Jetzt merkst du die Panik aufsteigen. Spüüüüüren!?!? Hmmm.
Du hast die Wahl. Drama oder Panik?
Nimm die Panik.
Sie ist im Gegensatz zum Drama kein Muster. Da läufst du nicht im Teufelskreis und die Furchen werden immer tiefer.
In der Panik stehst du still. Zwar bewegungslos und ohnmächtig. Aber wenigstens stehst du.
Und wenn du schonmal so rumstehst und eh nix machen kannst, erinnere dich an das Gefühl, das zu beginn des Dramas da war.
Du weißt doch noch, wann es angefangen hat.
Das war, als deine Erwartung aufkeimte.
Der Moment, wo du deine Verantwortung abgegeben hast.
Wo du überfordert mit der Situation warst. Da hast du entschieden, dass jemand anders dafür sorgen soll, dass dein Bedürfnis erfüllt wird.
Puh.
Krass.
Und überhaupt nicht schlimm.
Echtjetzt. Passiert uns allen ständig und andauernd.
Da dürfen wir freundlicher mit uns sein. Bisschen mütterlicher und väterlicher. Oder noch besser: omalicher und opalicher ;)
Geht?
Okeh.
Für welches Bedürfnis hast du da deine Verantwortung abgegeben? Auf welche Frage, hast du eine Antwort im Außen gesucht, weil du deiner nicht vertraut hast?
Mega! You got it, baby!
Ganz genau. Nimm das erste Bild, die erste Idee, den ersten Gedanken oder den ersten Hauch von "Aaaaaaachjaaaaaaa".
Sehr gut.
Ich wusste, dass du es weißt.
Achtung. Bevor du jetzt wie irre mit deinem Bedürfnis, mit deiner eigenen Antwort los rennst: Bleib einen Moment mit dieser Erkenntnis sitzen. Auf ner Bank oder so. Oder in der Badewanne. Fahr mit ihr ne Runde im Auto spazieren, einfach cruisen.
Ihr habt euch so lange nicht gesehen.
Hier ist die erste der drei hilfreichen Fragen, um aus dem Drama raus zu kommen.
NoMoreDrama!
Schau mal hin.
Worauf genau?
Dahin, wo du ohne Macht bist.
Wo du sowohl, als auch bist.
Es fühlt sich richtig eklig an. Deshalb schauen wir nicht so gern hin.
Denn eigentlich bist du es gewohnt, in der Machtposition zu sein. Zumindest faktisch. Qua Amt sozusagen. Du sagst an, wo es lang geht. Und nicht nur für dich. Sogar auch für andere. Du hast alles im Griff.
Nur hier nicht. In dieser Situation gerade.
Zumindest gefühlt.
Es lässt sich nicht greifen. Nicht an Fakten belegen. Weil … eigentlich ist alles wie immer. Es ist ok.
Und doch anders.
Nicht in der gewohnten Leichtigkeit. Du spürst nicht die frische Brise an deiner Nase.
Nein. Es stinkt. Du fragst dich, ob andere es auch riechen.
Ich kann total verstehen, dass du das so schnell wie möglich weg haben willst.
Doch der Trick ist, nicht weg zu laufen.
Bleib mal stehen, und schau der Ohnmacht in ihre Fratze.
Hast du?
Und? Was siehst du?
Ich verrate dir mein Geheimnis.
Egal durch welchen Eingang ich meine Dramen betrete. Die Fratze meiner Ohnmacht sieht in den meisten Fällen gleich aus. Und mittlerweile kennen wir uns. Sie hat schon fast was Vertrautes.
Sie ist direkt hinter mir. Sie hält mich mit ihrer Riesenhand an meiner Lazthose fest, während ich auf der Stelle laufe.
Sie hat eine Botschaft.
Sie sagt: Schatz, bleib stehen. Das ist nicht deine Richtung.
Tja.
Abgefahren.
Wie ist es bei dir?
Ach, diese verflixte Ohnmacht.
Was für ein Gefühl. So paradox. Dualistisch. Ein Gefühl von sowohl als auch.
Sowohl zielorientiert, als auch orientierungslos. Sowohl klar, als auch zerrissen. Sowohl konsequent, als auch vollkommen verloren. Du weißt, was sein soll. Und du weißt, dass du dafür ohne Macht bist.
Unendlich gern würde ich darauf verzichten!!!
Und gleichzeitig kann ich es nicht. Darf ich auch nicht.
Ich verrate dir in diesem Blogartikel wieso unsere Ohnmacht so wichtig für die Entwicklung unserer Eigenverantwortung ist.
Aber erstmal will ich noch kurz auf die Erwartungen zu sprechen kommen.
Sie Füttern nämlich diese anstrengende Ohnmacht.
Sie nähren und pflegen sie. Halten sie am Leben. Im Käfig. Und sie werden niemals die Käfigtür öffnen, damit sich die Ohnmacht in Antworten verwandeln kann.
Du hast eine bestimmte Erwartung. Vielleicht erwartest du, dass deine Mitmenschen dich als souverän wahrnehmen.
Zack. Schon bist du im Käfig der Erwartungen gefangen.
So schnell geht´s.
Es ist nicht so, dass du dich souverän fühlst und dich folglich quasi unüberlegt entsprechend verhältst, so dass die anderen gar nicht anders können, als dich als souverän wahrzunehmen.
Nee.
Du fühlst dich ohnmächtig, dich selbst als souverän zu empfinden.
Aber im Business brauchst du doch die Souveränität. Deshalb erwartest du sie von dir selbst.
Merkste. Du erwartest von dir selbst dich souverän zu fühlen und von den anderen dich als souverän zu empfinden weil irgendwer erwartet, dass Souveränität im Business wichtig ist.
So. Jetzt wird es dramatisch.
Daran erkennst du, dass du im Drama-Käfig gefangen bist. Du hast dich selbst darin eingesperrt.
Aus dieser Ohnmacht können niemals Wirksamkeit und Lebensfreude entstehen.
Es ist Zeit, deine Gewohnheiten und Beziehungen kritisch zu betrachten.
Welche miesen kleinen Scheißerchen von Gewohnheiten und Beziehungen haben sich in deinen Alltag eingeschlichen und sorgen für Drama?
Du willst sie finden und aus deinem Business schmeißen.
Nur wo sind sie verdammt??? Für das bloße Auge sind sie scheinbar unsichtbar.
Komm, ich suche mit dir.
Du hast in den vergangenen Monaten viel erlebt und gelernt.
Du hast viel nachgedacht, deine Wünsche und Pläne fokussiert und grundlegende Veränderungen im Kopf durchgespielt.
Nur kommst du irgendwie nicht an den Erwartungen vorbei. Und damit auch immer mit deiner Ohnmacht in Kontakt.
Und dann siehst du dich, in deinem Käfig sitzen.
Nehmen wir mal ein ganz banales Beispiel. Eines meier Lieblingsbeispiele: Kraftausdrücke ;) im Businesskontext.
Wenn du schon mit mir gearbeitet hast, erinnerst du dich, dass meine Worte viel bewegen und mitten in´s Schwarze treffen. Wenn nicht … freu dich schonmal drauf.
Meine Worte entfalten diese Wirkung, weil ich nicht darüber nachdenke, was ich sagen will. Ich spüre, was ich sagen will.
Und wenn sich etwas nach einem stinkenden Kackehaufen auf deinem Schreibtisch anfühlt.
Dann sage ich es so.
Wenn meine erste Assoziation bei der Beschreibung einer Situation ist, dass dir die Kotze schon im Mund steht, du aber noch nicht am Klo angekommen bist.
Dann sage ich das auch.
Und die Reaktion meiner Kunden ist in den meisten Fällen ein begeistertes: Jaaaaaaaaaa. Genaaaaaauuuuuu. Gefolgt von einem erleichterten Lachen.
Und jede noch so kleine Abschwächung dieses Gefühls durch erläuterungswürdige Fachausdrücke schwächt die Wirkung.
Und dann. Wenn überhaupt. Viel später. Wenn der Erwartungsmotor angeht, sind manche peinlich berührt. Weil man das ja so nicht sagt.
Das Geschenk ordentlich verpacken machen wir erst am Schluss. Erstmal muss das Geschenk kreiert werden. Und das aus vollem Herzen.
Wenn wir aber nicht so gut mit unserem Herzen und dem Spüren verbunden sind. Dann beginnen wir eine Strategie zu entwickeln.
Dann erwarten wir eine Wirkung in unserem Verstand, noch bevor wir sie spüren. Und dann wird es schräg. Denn dann kümmern wir uns erst um die Verpackung.
Damit beginnt die Fütterung der Ohnmacht.
Wir beginnen zu taktieren.
Was könnte ich denn wohl sagen, damit der andere freundlicher ist. Oder motivierter. Oder mich für kompetenter hält. Oder klüger. Oder wenigstens … ach komm! Ist gut. Nervt.
Und so füttern unsere Erwartungen die Ohnmacht.
Und mit jedem Schritt in Richtung Ohnmacht entfernen wir uns von der echten Interaktion.
Wir entfernen uns von dem Gefühl für die Situation, den Menschen, das Produkt, die Dienstleistung und auch von unserer Absicht.
Und dann brauchen wir Prozesse, Eskalationsstufen, Motivationsgespräche, Reklamationsschleifen und den ganzen Krempel um diese Ohmacht als Struktur zu verkleiden und sie somit zu institutionalisieren. Tja.
Ich sach nur: Kotze im Mund ;)
Siehst du. Funktioniert.
Und wenn diese Strategien zur Gewohnheit werden oder unsere Beziehungen im Business prägen, dann bauen wir uns den Käfig.
Und mit jeder Erwartung füttern wir unsere Ohnmacht, diesen zu verlassen.
Krass, ne!?!?
Bevor du jetzt aber sehr traurig bleibst. Lies weiter.
Meine Fresse. Das fühlt sich jetzt so schwer an, wie ein Steinbrocken auf der Brust. Wie soll man da bloß rauskommen?
Ist aber ganz einfach.
Die Frage ist: Was wolltest du eigentlich bewirken, als du deinen Käfig bautest?
Bääääm. Richtig gute Frage!
Du spürst richtig, wie wichtig und stimmig diese Frage ist. Und wie mega cool es wäre, deine Antwort darauf zu finden.
Du fühlst dich bereit für frischen Wind und Leichtigkeit.
Und dann fängst du an zu denken.
Dudum.
Und schon ist deine Inspiration blockiert.
Du willst Klarheit gewinnen. Aber du merkst, wie du dich mit jedem Gedanken wieder in Erwartungen verhedderst. Es ist ja zum Verzweeeeeeeifeln!
Stop.
Hör auf zu denken. Hör auf, die Lösung zu erwarten.
Spür den Käfig. Spür deine Ohnmacht.
Jetzt lass die Verrzweiflung kurz zu.
Und sprich mir nach: Achscheißewasman … ich wollte doch eigentlich (ergänze deine Antwort).
Spürst du, wie die Käfigtür aufgeht?
Und nu? Was tun?
Flieg raus. Oder krabbel ;)
Wohin?
Frag deine Absicht nach dem Weg. Jetzt, wo du sie gefunden hast.
Alle Gewohnheiten und Beziehungen in deinem Business, die auf Erwartungen und Ohnmacht gründen, werden dir natürlich nicht die Richtung verraten. Wieso auch. Dadurch würden sie sich selbst abschaffen.
Du kannst ihnen jedoch mit deiner Absicht eine neue Richtung geben.
In dieser Richtung wird dann auch die Verbindung zu deinem Gespür wieder aufgebaut. Und so kreierst du dann wieder echte Interaktion.
Ohne Drama.
Voller Wirksamkeit.
Ihr sprecht dann nicht mehr darüber, wer hier eigentlich wen retten müsste. Oder wer das Opfer in dieser Situation ist oder wer den ganzen Mist eigentlich verzapft hat. Das passiert im Käfig.
Wenn die Absicht die Richtung deiner Gewohnheiten und Beziehungen bestimmt, dann sprecht ihr darüber, wie diese Absicht verwirklicht, kreiert und wirksam in die Welt gebracht werden kann.
Und das fühlt sich dann wie inneres Blumenpflücken an einem Sonntagmorgen an.
Wow.
Total schön.
Denkst du, jemand geht mit Absicht in´s Drama? So richtig manipulativ?
Bestimmt. Manche ja. Meisterhaft sogar.
Die meisten jedoch nicht.
Es ist reine Gewohnheit.
Dahinter steckt ein so waaaaaahnsinnig simples Muster. Und so ein simples Muster lernt sich ganz schnell.
So viele Menschen sind unbewusst im Drama gefangen.
Manche stricken ihr gesamtes Leben nach diesem Muster.
Bevor du jetzt aber beginnst, sie zu bewerten, wisse das: Wir müssen noch nicht mal viel dafür tun, um es zu lernen. Es reicht schon, wenn wir aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Und zack. Drama gelernt.
Naja. Von Familie und anderen prägenden Beziehungen wollen wir gar nicht erst anfangen.
Sonst bleibt es nicht beim Blitzgedanken.
Deshalb ist es gut, dieses Muster zu kennen, es zu erkennen und zu verlassen.
Der lezte Impuls, um deine Erwartungen zu enttarnen und Platz für Augenhöhe zu machen: Schau dir die Erwartung an. Du hast sie im zweiten Schritt entdeckt. Worauf hast du gewartet? Und nun beobachte, wo diese Erwartung in deinem Alltag zu deiner Gewohnheit wird. Überall dort darfst du das Drama auch auflösen.
Juuuuhuuuuuu!!! Freust du dich? ;)
Merkst du, wie dein Drama von Impuls zu Impuls kleiner wird?
Und das Beste dran: Wenn das Drama schrumpft, entsteht Platz für Augenhöhe.
Jetzt kannst du beginnen, Augenhöhe zu gestalten.
Schluss mit den Erwartungen.
Sag, was ist!
Huch! Woher soll man das denn wissen?
Das hast du in den drei Schritten zuvor rausgefunden. Nur nicht bewusst gemerkt.
Lass uns da mal hin schauen. Es war ja so: Erst hast du gemerkt, dass die Schuldfrage das Drama eröffnet. Dann hast du das Problemchen mit den Erwartungen entdeckt. Und bist dann zum Ursprung zurück. Zu dem, was du eigentlich wolltest.
So.
Das ist es, was ist.
Jetzt: Sag, was ist.
Das ist deine Antwort in dieser Situation.
Und die Antwort löst das Drama auf.
Und jetzt nimm deine Position außerhalb des Dramas ein.
Das geht, in dem du sagst, was ist.
Der Impuls für heute: Sag, was ist.
Lade dein Gegenüber ein, gemeinsame Antworten zu kreieren.
Was wenn der andere nicht will?
Na. Dann lass ihn in seinem Drama.
Vielleicht ist es für ihn noch nicht an der Zeit.
Aber probier erstmal den heutigen Impuls aus. Echt.
Wenn der andere nicht will, kannst du nix machen. Probieren solltest du aber.
Der Trick dabei.
Die gemeinsame Antwort darf es noch nicht geben.
Nicht bei dir. Nicht beim anderen. Erst recht nicht sonst irgendwo im Außen.
Sonst wären es wieder Erwartungen ;)
Du verstehst.
Also los. Augenhöhe außerhalb des Dramas jetzt.
Verlasse das fucking Drama! Unbedingt.
Das willst du. Aber wie?
Entscheide dich für Eigenverantwortung.
Hä? Wie soll das gehen? Ja gut, ich entscheide mich für meine Verantwortung. Ist gut. Verstanden. Dafür darf ich meine Antworten finden. Auch verstanden.
Aber auf welche Frage eigentlich?
Die Frage ist ganz einfach.
Was steckt hinter deiner Erwartung?
Puh. Scheiße. Vielleicht doch lieber Drama ;)
Ist ja eigentlich gar nicht so schlimm. Und es ist gewohnt. Bekannt.
Ja genau. An diesem Punkt geht es jetzt um den Kern.
Was war eigentlich deine beabsichtigte Wirkung? Deine Absicht. Für dich. Was wolltest du bewirken? Für dich.
Du erahnst den Impuls für heute: Schau mal dahin, wo es anstrengend ist. Dahin, wo du auf etwas wartest. Warum bist du eigentlich in dieser Situation? Welcher Impuls hat dich dort hin geführt? Was ist deine Absicht dort? Was steckt hinter deiner Erwartung?
Sobald du erkennst, warum du das Drama mit kreiert hast, ist es so gut wie verlassen.
Ohman. So viel Drama. Wie konntest du da nur rein geraten?
Na. Durch deine Erwartungen. Sie katapultieren dich innerhalb von Sekunden ins Drama.
Es sagt ja schon das Wort: ER-WARTEN
Warten.
Du sitzt da und wartest!
Du wirkst nicht.
Du wartest.
Und in der Zeit wächst das Drama. Dafür braucht auch niemand etwas zutun. Es reicht, dass alle zusammen da sitzen und er-warten.
Das noch blödere an Erwartungen ist, dass sie grenzüberschreitend sind.
Du verlässt die Grenzen deiner Handlungsfähigkeit und überschreitest die des anderen.
Man nennt es auch übergriffig.
Es ist auch total egal, ob du eigentlich nur helfen wolltest. Ob du eigentlich nur einen guten Rat einholen wolltest. Ob du jemandem eins auswischen wolltest.
Damit entmachtest du nicht nur dich, sondern auch dein Gegenüber.
Erinnere dich an Dirty Dancing.
Dein Tanzbereich. Mein Tanzbereich. Nur wenn jeder in seinem Bereich bleibt, könnt ihr zusammen tanzen.
Das geht aber nicht, wenn man in dem Verantwortungsbereich des anderen sitzt und wartet.
Ja. Erwartungen sind kleine Scheißerchen.
Impuls für heute: Jetz geh mal in die Drama-Situationen. Dahin, wo immer das Gleiche geredet wird. Wo sich die Schuldfrage stellt. Wo die Augenhöhe fehlt. Schau mal. Worauf wartest du da?
Du kannst dich selbst schon nicht mehr hören.
Wirklich nicht. Immer die selbe Laier.
Ihr habt da unzählige male drüber gesprochen.
Du redest immernoch das Gleiche. Und du hörst auch immer das Gleiche.
Es fühlt sich an, wie ein Essen, das beim Kauen immer mehr wird.
Du willst es nicht runterschlucken, kannst es aber auch nicht ausspucken.
Es ist nicht dies, aber auch nicht jenes.
Ach, na gut, einen Versuch ist es dir noch wert.
Kommt dir bekannt vor?
In deinem Drama. Es ist eigens von dir kreiert.
Waaaas? Eigentlich ist doch dein Gegenüber Schuld! Du hast echt schon viel probiert. Und so mega die Energie reingesteckt. Nur scheint alles nix zu nutzen. Du bist am Ende mit deinem Latein.
Erwischt.
Draaaaamaaaa!
Sobald sich die Schuldfrage stellt, bist du im Drama.
Guter Bulle, böser Bulle? Zack. Drama.
Dieses Drama scheint omnipräsent zu sein. Es ist einfach überall. Wenn du genau hin siehst.
Ja.
Das ist auch so. Und es ist anstrengend. Und selbstgemacht.
Und deshalb auflösbar!!!
Der erste Schritt, um aus dem Drama raus zu kommen, ist zu erkennen, dass du überhaupt drin bist.
Und das ist schon der heutige Tagesimpuls: Schau mal hin. Wo wird immer das Gleiche geredet? Mit dem gleichen Ergebnis. Spür mal hin. Wo ist es total anstrengend? Wo fehlt die Augenhöhe? Wo stellt sich die Schuldfrage?
Überall dort bist du im Drama. Und Drama ist gaaaaaaanz weit weg von der Wirksamkeit und Lebensfreude.
Geh in die Verantwortung für dich und beginne es zu erkennen. Mach es aber mit offenem Herzen und sei nicht so streng zu dir.
Im nächsten Impuls erfährst du, wie du da rein gekommen bist.
Hast du das Wort schonmal betrachtet? Erwartung.
Ist doch eigentlich selbsterklärend. Ich erwarte was und sitze dann da und warte, bis jemand es mir gibt.
Hat wirklich wenig mit Plan zu tun.
Macht Sinn, oder?
Hier könnte der Artikel auch schon enden.
Das ist der Zusammenhang. Fertig.
Aber unser Kopf will diesen Zusammenhang nicht anerkennen. Obwohl doch schon das Wort alles beschreibt. Trotzdem. Wir haben es anders gelernt: Wir brauchen Erwartungen, um uns durch das Leben zu navigieren. Erwartung wird oft mit einem Plan gleichgesetzt.
Erwartung heißt aber eben nicht Plan. Erwartung vernebelt einen Plan. Macht ihn unsichtbar.
Und schickt dich in die Ohnmacht und ins Drama der Abhängigkeit.
Warum?
Weil wir lebendig sind. Erwartungen funktionieren ganz prima!!! Überall dort, wo die Dinge so funktionieren sollen, wie der Erfinder es sich gedacht hat. Diese Systeme bezeichnen wir als "nicht lebend". Sie funktionieren nach Regeln, die jemand für sie bestimmt hat. Autos. Thermomixe. Flugzeuge. Produktionsstraßen.
Wenn sie also funktionieren, dann verhalten sie sich erwartungsgemäß. Nach Plan.
Bei lebenden Systemen muss der Plan von innen kommen.
Wenn der Plan von außen kommt, ist es eine Erwartung.
Und was, wenn der Plan von innen kommt?
Dann ist es eine Absicht.
Keine gewollte. Eine, die einfach da war. Fast wie von allein.
Dann ist es keine Regel, die ein Erfinder sich gedacht hat. Dann ist es eine innere Bewegung. Dann ist es kein Plan in "gedachter" Art. Dann ist es ein "Ganzkörper-Plan". Etwas, das du mit deinem ganzen Sein wahrnimmst.
Kennst du solche Momente?
Wo du nicht weißt wieso, aber du weißt, dass du es tun musst weil es gut werden könnte.
Und meistens zeichnen sich diese Gewissheiten dadurch aus, dass wir eben nicht wissen, wie wir dort hin kommen. Und dann gibt es dort noch so ein Element: Wir verspüren Freude und Neugierde dabei, es rauszufinden. Wir wollen erforschen, wie es weitergeht. Wo es uns hin führt. Wem wir auf diesem Weg begegnen.
Unserer Mitmenschen fragen dann sowas wie: Und wie willst du das machen?
Das weiß ich noch nicht. Ich habe aber große Lust es rauszufinden.
Dann sind wir in einem Zustand, wo wir Antworten finden wollen.
Das ist Absicht!!!
Und diese Absicht entsteht in der Begegnung mit anderen Menschen und Ideen. Und diese Begegnung findet meistens auf Augenhöhe statt. Weil der andre irgendwie auch einen inneren Plan zu haben scheint. Eine Absicht. Und die können wir meistens als Frage formulieren.
Und dann sitzen wir da. Mit unseren Fragen. Ohne Antworten. Ein schöner Moment.
Und das führt uns zum nächsten Stolperstein.
Wenn wir eine Frage haben. Also eine Absicht etwas rauszufinden. Aber keine (verlässliche) Antwort. Dann entsteht da eine Leere. Und das können wir so schwer aushalten. Unser Umfeld auch. Leere.
Einen Platz, an den die bekannten Antworten nicht hinpassen.
Wie bei diesen Babyspielzeugen, wo die Kreise und Quadrate durch die dafür vorgesehene Öffnung geschoben werden müssen. Nur, dass eben die Förmchen und die Öffnungen nicht zusammenpassen.
Da weiß man erstmal nicht, was wie zu tun ist. Man könnte das als Handlungs-und-Denk-Leere beschreiben.
Und genau das brauchst du. Du brauchst diese Leere.
Zumindest, wenn es darum geht, Antworten auf eine Frage zu finden, die für dich gerade relevant ist.
Etwas neu zu entdecken. Eine Aufgabe, eine Fähigkeit, eine Beziehung, Freundschaft, Projekt, Amt, Geschäftsidee.
Da helfen uns Erwartungen wirklich wenig. Denn du kannst ja nur das erwarten, was du schon kennst.
Nun sitzt du aber da. Mit der Sternchenform in der Hand. Und findest keine passende Öffnung dafür.
Deine Erwartung, dass für jede Form immer eine passende Öffnung vorgesehen ist, bringt dich nicht weiter. Und wenn du an ihr festhältst, vernebelst du die zahllosen anderen möglichen Antworten. Denn du kennst sie ja nicht. Deshalb kannst du sie auch nicht erwarten.
Deshalb darfst du sie finden und entdecken. Dabei blockieren deine Erwartungen dich.
Ich habe mich irgendwann mal beworben. Da haben sie mich auch so was gefragt. Was meine Erwartungen an die Position in diesem Unternehmen sind. Ich wollte aufstehen und gehen.
Wieso um himmels Willen? Wieso denn bloß? Wie sollte ich? Und woher überhaupt?
Ich war noch nicht in dieser Position in dem Unternehmen. Sonst würde ich doch nicht in diesem Bewerbungsgespräch sitzen. Also wirklich. Damals war ich einfach nur so fassungslos. Jetzt kann ich es wenigstens erklären.
Fühlst du dich erwischt? Nicht schlimm. Stell diese fürchterliche Frage einfach niemals wieder Irgendwem.
Es sei denn, du willst Marionetten um dich versammeln. Dann ist es ok.
Aber sei dir bewusst, dass Marionetten dich immer brauchen werden, damit sie sich bewegen. Jemand muss ja die Strippen ziehen.
Wieso ich so radikal bin? Nee du. Ich bin nur klar.
Erwartungen an ein Seminar, Erwartungen an die (Geschäfts)Beziehung oder Freundschaft, Erwartungen an ein Event … Bullshit!!!
Bei genauer Betrachtung sind das alles Bereiche, die wir nicht allein "regeln" können. Wir sind in diesen Bereichen in Interaktion mit einander. Und von der Qualität der Interaktion hängt es ab. Und diese wiederum hängt von der Qualität und Bewusstheit der Absicht ab. Was willst du mit diesem Anderen entdecken, rausfinden, erforschen? Welche Leere willst du in dieser Begegnung füllen? Welche Antworten willst du finden?
Erwartungen helfen hier nicht weiter. Sie führen dich (und den Anderen) in die Ohnmacht. Dann sitzt man da nämlich und wartet darauf, dass jemand etwas tut. Jemand soll für die Sternchenform eine Öffnung machen. Das kann doch nur Drama bringen.
Erwartungen blockieren die Verantwortung und vernebeln die Antworten. Deine. Und auch die der Menschen, die mit dir zu tun haben.
Sobald du eine Erwartung an jemanden hast, entlässt du den Menschen aus seiner Eigenverantwortung sich seine eigenen Gedanken zu machen. Eigene Entscheidungen zu treffen. Eigene Wege zu suchen.
Kurz: Eigene Antworten auf Herausforderungen, die sich gerade stellen zu finden.
Das gleiche gilt für dich. Willst du Erwartungen erfüllen? Oder willst du in Begegnungen auf Augenhöhe in Ko-Operation wirken?
Banales Beispiel: Hat dir schonmal jemand gesagt, du sollst nicht grimmig gucken? Lächel doch mal. Sei einbisschen freundlicher, gelassener, verbindlicher, pünktlicher.
Siehtste! Hat nicht funktioniert.
Und hast du schonmal jemanden getroffen, dessen Absicht es war, mit dir zu lächeln? Mit dir freundlich, gelassen, verbindlich und pünktlich zu sein? Da passiert eine ganz andere Welt! Die geht nur in der Begegnung. Mit Absicht!
Wenn du versuchst, Erwartungen zu erfüllen, begibst du dich in Abhängigkeit. Wenn du Erwartungen stellst, machst du abhängig.
Das kann nur im Drama enden.
"So wird man wenigstens nicht enttäuscht." Das habe ich schon häufig gehört.
Das ist nun wirklich des Teufels Werk!!! Was für eine Falle. Das ist noch dramatischer als Drama!
Mal ehrlich. Hast du bestimmt auch schon mal erlebt. Erinnere dich dran. Du bist irgendwo. Aber eigentlich ist dir das ziemlich egal. Sitzt da rum. Aber du könntest auch genau so irgendwo anders sitzen. Und ob du nun vor dem Fernseher sitzt oder da. Macht keinen Unterschied. Und ob diese Menschen um dich herum sind, oder andre, ist auch egal. Und ob du es nun bist, die den Kaffe trinkt, oder ob wer anders den trinkt. Das ist auch austauschbar. Hauptsache du kriegst die Zeit irgendwie rum. Aber du erfüllst die Erwartung. Du bist da. Du trinkst den Kaffe. Ist doch alles in Ordnung, oder?
Nichts zu erwarten um wenigstens nicht enttäuscht zu werden. Das ist noch das schlimmste, was du tun kannst. Wirklich. Denn dann wird das zu deiner Absicht: Ich erwarte nichts.
Dazu nur kurz. Damit erstickst du alles Lebendige.
Überleg mal, was dahinter steckt.
Es ist nicht, ich lasse meine Erwartungen los und lasse mich von den Antworten, die ich auf meine Frage finde, überraschen.
Dahinter steckt: Ich erwarte, dass ich nichts bekomme und auch niemals irgendwas bewirke. Es macht nämlich keinen Unterschied, ob ich bin oder nicht. Ich habe keine Fragen an das Leben!
Das. Das ist bitter. Das ist mehr als dramatisch. Es ist lebensfeindlich.
Wenn du da mal so ganz ehrlich drauf guckst.
Was dann? Was tun? Na, Antworten suchen. Antworten auf die Frage: Mit wem will ich woran wirken?
Nicht: Was erwarte ich? Was wird von mir erwartet? Nein. Das nicht!
Stell eine Frage: Mit wem will ich die Antworten, auf welche Frage auf Augenhöhe erforschen?
Nicht bei, für, an dem Anderen. Schau für dich. Das ist wichtig.
Enttarne deine Erwartungen. Das ist der wichtigste Schritt. Fang an zu entdecken, wo du mit der Erwartungs-Brille an dich, andere oder die Situation durch die Welt rennst.
Wie du sie erkennst?
Ganz einfach. Du hast das Gefühl, dass egal was du tust, gar nix bringt und du dich mit jedem Schritt von deiner Wirksamkeit und Lebensfreude entfernst. Teufelskreis.
Darunter liegt ein simples und so weit verbreitetes Verhaltensmuster. Mit den kommenden Impulsen öffne ich für dich den Raum, um schrittweise deine Erwartungs-Brille zu ertasten.
No.More.Drama.